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Derbe Schlappe für den DSC in Stuttgart

Volleyball Derbe Schlappe für den DSC in Stuttgart

Michelle Bartsch konnte sich über die Auszeichnung als „Wertvollste Spielerin“ ganz und gar nicht freuen. Im Gegenteil: Frustriert warf die 25-jährige Angreiferin die silberne MVP-Medaille zu Boden. Es gab wirklich keinen Grund zum Jubeln.

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Ringen nach der deutlichen Niederlage um Fassung: die DSC-Spielerinnen Lisa Stock, Katharina Schwabe, Louisa Lippmann und Michelle Bartsch (v. l.).

Quelle: Pressefoto Baumann

Dresden. Michelle Bartsch konnte sich über die Auszeichnung als „Wertvollste Spielerin“ ganz und gar nicht freuen. Im Gegenteil: Frustriert warf die 25-jährige Angreiferin die silberne MVP-Medaille zu Boden. Es gab wirklich keinen Grund zum Jubeln. Denn nach der 0:3-Niederlage in der Champions League am vergangenen Mittwoch bei Fenerbahce Istanbul kassierten die DSC-Volleyballerinnen nur drei Tage später in der Bundesliga eine weitere derbe Pleite. Vier Wochen vorm Pokalfinale in Mannheim musste sich der deutsche Meister beim Pokalverteidiger und Vizemeister Allianz MTV Stuttgart ebenfalls deutlich mit 0:3 (20:25, 12:25, 20:25) geschlagen geben.

Zwar bleibt der DSC weiter an der Tabellenspitze, büßte aber seinen Drei-Punkte-Vorsprung auf den Schweriner SC ein. „Die Stuttgarterinnen haben sehr, sehr gut gespielt. Sie hatten mit Kaja Grobelna und Kim Renkema zwei Angreiferinnen, die die Punkte gemacht haben. Wir dagegen haben zu wenig im Angriff getan. Solche Tage gibt es, da geht für uns aber die Welt nicht unter. Zumindest haben wir jetzt einen klaren Favoriten fürs Pokalfinale und der heißt Stuttgart“, meinte DSC-Trainer Alexander Waibl nach der Partie in seiner alten Heimat. Er sah aber auch eine positive Seite: „Jede Niederlage hilft uns weiter.“

Dass es eine solche deutliche Angelegenheit für den Gastgeber werden würde, deutete sich im ersten Satz noch nicht an. Bis zum 18:18 verlief die Partie vor 1920 Zuschauern in der SCHARRena ausgeglichen, doch dann zogen die Stuttgarterinnen mit druckvollen Aufgaben und platzierten Angriffen vor allem von MTV-Kapitän Renkema auf 23:18 davon. Damit war dieser Satz entschieden. Im zweiten Durchgang wurde es für die Dresdnerinnen ganz bitter. Während der Gastgeber in allen Elementen weiter konzentriert und kampfstark agierte, lief beim DSC nichts mehr zusammen. Auch einige Einwechslungen halfen nicht. Das setzte sich auch zu Beginn des dritten Durchgangs fort, die Schützlinge von Guillermo Hernandez zogen auf 11:5 davon. Eine Aufholjagd brachte den DSC zwar noch mal auf 18:19 heran, aber die Gastgeberinnen ließen sich nicht beirren, verwandelten nach nur 74 Minuten mit einer Blockaktion den ersten Matchball. Bezeichnend: Während bei Stuttgart gleich drei Spielerinnen zweistellig punkteten, war es beim DSC mit Michelle Bartsch (14 Zähler) nur eine Athletin. MTV-Coach Hernandez erklärte nach der Partie: „Wir konnten unser Level gegenüber dem Spiel in der Hinrunde steigern. Der Schlüssel war ein guter Aufschlag und eine starke Abwehr. Dennoch ist für mich Dresden das beste Team der Liga“, schob er die Favoritenrolle für das Pokalfinale von seinem Team weg.

Alexander Waibl versuchte schon auf der Rückfahrt eine kurze Analyse und meinte: „Wir haben nie richtig zu unserem Spiel gefunden. Dafür gab es viele Anhaltspunkte wie die fehlende Durchschlagskraft im Angriff, den unpräzisen Spielaufbau und leichte Fehler. Das ist typisch für eine Mannschaft, die um Konzentration ringt. Die Spielerinnen fühlten sich nach der anhaltenden Belastung in den letzten Wochen physisch und psychisch ausgelaugt.“ Eine solche Niederlage sei nicht schön, aber man könne sie einordnen, betonte der Coach. Viel Zeit zur Regeneration bleibt nicht, denn schon am Mittwoch steht das nächste Heimspiel gegen Aurubis Hamburg auf dem Plan.

Von Astrid Hofmann

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