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Der erste kleine Schritt bei Dynamo Dresden ist gemacht

Der erste kleine Schritt bei Dynamo Dresden ist gemacht

Einen Grund in überschwänglichen Jubel auszubrechen, den hatte Olaf Janßen gewiss nicht. Schließlich feierte er seinen ersten Sieg als Dynamo-Trainer nur im wiederbelebten, aber sportlich belanglosen FDGB*-Pokal.

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Der neue Dynamo-Trainer Olaf Janßen und sein Assistent David Bergner beobachten das Geschehen auf dem Rasen.

Quelle: Frank Dehlis

Dass sich seine ersatzgeschwächte Mannschaft beim 2:0 (2:0) gegen Borussia Mönchengladbach vor 11 178 Zuschauern aber gut verkaufte, das freute ihn schon. "Es konnte jeder sehen, dass da eine Truppe auf dem Platz steht, die will, die motiviert, die engagiert ist", lobte er die Einsatzbereitschaft seiner Spieler. "Das spornt sicherlich an, den Weg weiter zu gehen. Es ist noch ein langer Weg, aber den ersten kleinen Schritt haben wir heute gemacht."

Zwar bot der Bundesligist über weite Strecken nur lockeren Sommerfußball, doch Dynamo zeigte sich entschlossen, mit dem neuen Trainer in die Erfolgsspur zurückzukehren. Die Mannschaft kämpfte, lief viel und probierte auch den einen oder anderen riskanten Pass. In der ersten Halbzeit sah das schon ganz ordentlich aus. Kapitän Romain Brégerie freute sich: "Wir haben sehr gut gegen den Ball gearbeitet."

Und Dynamo nutzte auch mal zwei seiner Möglichkeiten. Erst köpfte Innenverteidiger Adam Susac einen Eckball von Christoph Menz ein (25.). Dann erhöhte Stürmer Zlatko Dedic kurz vor der Pause per Kopf zum 2:0-Endstand (45.). Idir Ouali hatte zuvor geflankt, Tobias Müller im ersten Versuch Oliver Heimeroth im Gladbacher Tor nicht überwinden können.

Janßen fand "es schon sehr beeindruckend, was nach drei Tagen Zusammenarbeit auf dem Platz zu sehen war". Die Mannschaft habe seine Vorgaben schon recht gut umgesetzt, resümierte der 46-Jährige nach seinem ersten Spiel als SGD-Cheftrainer.

Dass es nach den ersten 45 Minuten 2:0 stehen würde, damit konnte er überhaupt nicht rechnen, denn mit Filip Trojan (Vorfußprellung), Cristian Fiel (Oberschenkelprellung), Anthony Losilla (muskuläre Probleme), Tobias Kempe (knöcherner Teilabriss des Innenbandes) und Mickaël Poté (schoss beim 2:0 Benins gegen Ruanda das erste Tor) fehlten gleich fünf Stammspieler. Dass Janßen dann auch nach Spielende ein 2:0 an der Anzeigetafel stehen sah, überraschte ihn noch mehr: "Ich habe schon erwartet, dass wir in der ersten Halbzeit stärker sind als in der zweiten. Wenn man das zugrunde legt, haben wir auf sehr hohem Niveau gespielt." Jedenfalls traf der Tipp von Trainerlegende und Borussia-Aufsichtsrat Hans Meyer nicht mehr ein. Meyer hatte in der Halbzeitpause noch auf ein 2:2 gesetzt.

Bei der Vorbereitung auf das Düsseldorf-Gastspiel am Sonntag will Janßen aber nicht mit dem sehr guten Resultat, sondern vielmehr mit der Art und Weise seines Zustandekommens wuchern: "Was sich bei den Spielern festsetzt, ist, dass sie als Mannschaft gut gearbeitet und im System gestanden, sich geholfen und wenig von den Gladbachern zugelassen haben."

Froh war er über den Empfang von den Fans, die ihn nach turbulenten Tagen freundlich aufnahmen: "Aufgrund der Ereignisse vor meiner Verpflichtung war damit absolut nicht zu rechnen." Er habe mit mehr Distanz gerechnet und sei erleichtert, dass er nicht erst gegen Widerstände ankämpfen müsse und sich voll auf die Arbeit konzentrieren könne.

Dynamo: Kirsten (46. Pellatz) - Gueye (46. Leistner), Brégerie (46. Banze), Susac (46. Mravac), Schuppan (46. Schulz) - Menz (46. Pfanne), Hartmann - Koch (46. Milde), Ouali (46. Stefaniak) - Müller (46. Aoudia), Dedic (46. Benyamina)

*FDGB = Für Dynamo Gemeinsam Blechen

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.09.2013

Jochen Leimert

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