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Der Knoten ist beim VC Dresden geplatzt

Der Knoten ist beim VC Dresden geplatzt

So schön war in dieser Saison für die Volleyballer des VC Dresden noch keine Heimreise von einem Auswärtsspiel. Denn in der Tübinger Paul-Horn-Arena stießen die Elbestädter endlich den Bock um und bezwangen mit dem TV Rottenburg erstmals eines der etablierten Erstliga-Teams.

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Einen solchen Jubelkreis wie nach dem Sieg gegen Rottenburg konnte VC-Libero Martin Merkel (Mitte) in dieser Saison nur selten um sich scharen.

Quelle: Markus Ulmer

Nach hartem Kampf und dem unbändigen Glauben an sich selbst setzten sich die Schützlinge von Trainer Sven Dörendahl gegen den Tabellenachten mit 3:2 (25:20, 16:25, 25:22, 22:25, 15:13) durch. Damit feierte der Aufsteiger, der bislang zwei Siege gegen den VCO Berlin auf dem Konto hatte, den dritten Saisonerfolg.

"Ich bin überglücklich, jetzt haben wir unseren Aufwärtstrend endlich auch mit einem Resultat dokumentiert", jubelte Sven Dörendahl nach der Partie vor 2000 Zuschauern. Besonders freute er sich über die geschlossene Mannschaftsleistung: "Jeder hat seinen Beitrag geleistet, ob auf dem Feld oder auf der Bank", betonte er.

Gleich zu Beginn hatte sich der 39-Jährige für den Gastgeber eine kleine Überraschung einfallen lassen. Für seine Stammkräfte Santino Rost und René Andörfer schickte er diesmal von Beginn an im Zuspiel Tim Neuber und auf Außen Tino Walter aufs Feld. Diese Umstellung erzielte Wirkung. Während die Dresdner konzentriert und mit viel Biss ein variables Angriffs- und sicheres Blockspiel aufzogen, musste sich Rottenburg erst einmal sortieren. Schon beim 20:14 war dieser Durchgang entschieden.

Im zweiten Abschnitt fanden die Hausherren, die jetzt den erfahrenen Dirk Mehlberg einsetzten, deutlich besser ins Spiel und bauten ihre Führung auf 11:6 aus. Sven Dörendahl wechselte nun Santino Rost und René Andörfer ein, die aber den Satzausgleich nicht verhindern konnten. "Sie haben sich aber gut eingefügt und warmgespielt", befand der VC-Coach.

Im dritten Abschnitt stabilisierten sich die Elbestädter und zogen ihr Spiel wieder taktisch diszipliniert durch. Auch im vierten Abschnitt führten die "Wölfe" aus Dresden schon mit 16:14, aber einige leichte Fehler und eine wacklige Annahme brachten sie ins Hintertreffen. Aber selbst von dem erneuten Satzausgleich ließen sich die Männer um Kapitän Eric Grosche diesmal nicht aus der Ruhe bringen. Sie behielten die Köpfe oben, lagen beim letzten Seitenwechsel mit 8:6 in Front und wurden auch nicht nervös, als Rottenburg auf 11:12 herankam. Vor begeisterter Kulisse banden die Elbestädter nach 122 Minuten den "Sack zu" und vollführten Freudentänze.

"Santino hat sehr klug Regie geführt, René am Ende unheimlich viel in der Abwehr rausgekratzt und auch alle anderen ließen nie die Köpfe hängen. Erstmals haben wir so richtig an die eigene Stärke geglaubt und sich nicht weggebrochen. Das war für die Pre-Playoffs ganz wichtig, denn jetzt wissen wir, dass wir auch eine solche Mannschaft schlagen können", hob Dörendahl hervor. Als "Wertvollster Spieler" wurde Mittelblocker Alan Wasilewski geehrt, erfolgreichster Scorer war Eric Grosche mit 19 Zählern.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.02.2013

Astrid Hofmann

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