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Der HC Elbflorenz verliert in der Relegation und bleibt drittklassig

Der HC Elbflorenz verliert in der Relegation und bleibt drittklassig

Leerer Blick, hängende Schultern, Fassungslosigkeit. Die Enttäuschung bei Spielern, Trainern und Verantwortlichen des HC Elbflorenz lässt sich nach dem Abpfiff an jedem einzelnen Gesicht ablesen.

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Alexander Matschos kann hier Springes Abwehr überwinden.

Quelle: M. Rietschel

Es tut weh, die anderen jubeln und feiern zu sehen. "Und das auch noch in eigener Halle", gesteht später Torhüter und Kapitän Timo Meinl. Doch es hat nicht gereicht für die Dresdner Drittliga-Handballer. Trotz des Heimvorteils haben sie in der Relegation den Aufstieg in die 2. Bundesliga verpasst. Im Dreier-Turnier der Staffel-Zweiten verlor der Vizemeister Ost zuerst gegen den Nord-Vertreter HF Springe mit 19:25 und musste sich zwei Stunden später auch noch dem West-Vizemeister Eintracht Hagen mit 26:27 geschlagen geben. Damit war Elbflorenz raus und die beiden anderen Teams trennten sich im wertlosen Schluss-Duell freundschaftlich 40:40.

"Wenn man so nah dran ist, überwiegt natürlich zuerst die Enttäuschung", gibt Trainer Peter Pysall unumwunden zu. Er stellt aber dann auch gleich fest: "Die anderen beiden Teams haben verdient den Aufstieg geschafft. Wir konnten uns teuer verkaufen, aber der letzte Schritt hat leider gefehlt. An der Moral lag es keinesfalls, die Jungs haben alles gegeben, doch im ersten Spiel sind wir zum Teil in alte Fehler verfallen und es mangelte vor allem an der Chancenverwertung", so die Analyse des Coaches.

Und so war gerade das erste Spiel gegen Springe fast symptomatisch für die in der Rückrunde aufgetretenen Schwächen bei den Dresdnern. Bis zur 46. Minute hielten sie das Geschehen auf dem Parkett absolut offen (19:19). Dann aber kam plötzlich der Einbruch. Die Fehler häuften sich, Angriffe wurden überhastet abgeschlossen, Tempogegenstöße gab es trotz eines glänzend parierenden Timo Meinl im Kasten gar nicht. Die Folge: Den Gastgebern gelang bis zum Schluss kein einziges Tor mehr. "Die letzten zwanzig Minuten haben uns das Genick gebrochen. Aber sie waren ein Spiegelbild unserer Saison", meinte später Timo Meinl.

Weil der Verlierer dieser Partie schon zwei Stunden später wieder ran musste, blieb den Elbestädtern kaum Zeit zur Regeneration. Doch Konditions- und Kraftprobleme waren gegen Hagen nicht das Problem. Denn sogar in der Schlussphase konnte die Pysall-Schützlinge einen 21:24-Rückstand noch wettmachen. Aber nach dem 26:26 (58.) sorgte Marius Kraus 80 Sekunden vor Ultimo für den letzten Treffer in dieser Partie, während Elbflorenz am Hagener Schlussmann Almantas Savonis scheiterte. "Es war ein großer Kampf, wir haben nochmal alles versucht, es hat aber leider nicht gereicht. Doch wir müssen jetzt das Positive aus diesem Turnier ziehen", versuchte es Tjark Desler sofort mit dem Blick nach vorn. Er fügte an: "Jedes Spiel bringt uns Erfahrungen und daraus können wir lernen. Das wird uns für die Zukunft helfen."

Dass die Dresdner in der kommenden Saison erneut angreifen wollen, daran lässt Präsident Uwe Saegeling keinen Zweifel: "Im nächsten Jahr soll der Aufstieg gelingen", sagt er ohne Umschweife. Auch Kapitän Meinl sieht die Mannschaft dann in der Pflicht: "Wir haben am Aufstieg geschnuppert. Nächstes Jahr aber müssen wir einen Haken dran machen." Gabriel de Santis weiß auch schon das beste Rezept: "Dann müssen wir Erster werden, um uns eine Relegation zu ersparen."

Jetzt machen die HC-Männer erst mal Urlaub, bevor mit einem Drachenbootrennen am 28. Juni die Vorbereitung auf die neue Saison eingeläutet wird.

Elbflorenz - Springe 19:25; HC-Tore: Mertig, de Santis je 4, Jurgeleit 3/3, Desler, Göde je 2, Reimann 2/1, Bajorhegyi, Rudow je 1. Elbflorenz - Hagen 26:27; HCTore: Desler 7, Blasczyk 4, Jurgeleit 4/2, Bastian 3, Hartmann, Matschos, Gaida je 2, Göde 1, Reimann 1/1.

Astrid Hofmann

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