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Der Dresdner Sitzvolleyballer Alexander Schiffler liebäugelt mit einer Medaille

Paralympics Der Dresdner Sitzvolleyballer Alexander Schiffler liebäugelt mit einer Medaille

Zum vierten Mal nimmt der DSC-Sitzvolleyballer Alexander Schiffler an den Paralympics teil. Schon in Sydney 2000 belegte er Platz fünf, vier Jahre später in Athen Rang vier. Seine Frau ist auch dabei, gehört mit ihrer USA-Mannschaft zu den Top-Favoriten.

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DSC-Volleyball-Chef Jörg Dittrich (l.) wünschte Alexander Schiffler alles Gute für die Paralympics.

Quelle: Archiv/soccerfoto

Dresden. Wie das innerfamiliäre Duell in Rio ausgeht, vermochte DSC-Sitzvolleyballer Alexander Schiffler vor der Abreise nicht zu sagen. „Meine Frau gewinnt ziemlich sicher eine Medaille, da wäre es schön, ich könnte auch eine mitbringen“, meint der Dresdner, dessen Ehefrau Michelle bei den heute beginnenden Paralympics mit ihrer USA-Mannschaft zu den Top-Favoriten gehört. Schon vor vier Jahren in London konnte das Paar Edelmetall gewinnen – Alexander holte mit den deutschen Männern Bronze, Michelle mit den Amerikanerinnen Silber.

Der Sachse, der einst Schwimmer war, aber nach einer Knochenkrebs-Erkrankung 1996 in Freital zum Sitzvolleyball fand, erlebt mittlerweile seine vierten Spiele. Schon in Sydney 2000 belegte er Platz fünf, vier Jahre später in Athen Rang vier. Seine Frau lernte der Wirtschaftsingenieur, der am Leipziger Institut für Energie als Projektleiter arbeitet, 2010 bei der Weltmeisterschaft in Oklahoma kennen. Es funkte heftig und schon ein Jahr später wurde Hochzeit gefeiert. Im Jahr 2012 folgte Michelle, die von Geburt an einen verkürzten rechten Unterarm hat, ihrem Mann nach Deutschland. Im vergangenen Jahr machte Töchterchen Marlena das Glück komplett. Die Eltern haben sich intensiv auf Rio vorbereitet. „Ich war seit Januar mehrfach in Amerika, wo wir gemeinsam am dortigen Stützpunkt trainieren konnten. Zum Teil hat dann die Schwiegermutter in Florida auf Marlena aufgepasst. Während der Spiele ist sie in der Obhut meiner Eltern“, erzählt Schiffler, der zuletzt mit der deutschen Mannschaft im Trainingslager in Tailfingen weilte. Allerdings gab es dabei für den 34-Jährigen eine kleine Schrecksekunde, als er mit seiner Plastik unglücklich umknickte. Doch mit einem starken Tapeverband konnte er nach einem halben Tag Pause wieder ins Geschehen eingreifen.

Bundestrainer Rudi Sonnenbichler war zufrieden: „Die Jungs haben ordentlich Gas gegeben und intensiv gearbeitet. Ich denke, wir sind gut für Rio gerüstet.“ Dabei warten auf sein Team schwere Aufgaben. Zum Auftakt geht es am Freitag gegen Ägypten, am Sonntag gegen die USA und am 14. September gegen Gastgeber Brasilien. Nur die zwei Gruppenbesten ziehen ins Halbfinale ein. Die Topfavoriten Iran und Bosnien-Herzegowina spielen in der anderen Gruppe.

„Wir wollen uns auf jeden Fall die Chance auf eine Medaille erspielen“, verrät Schiffler, der bereits am Freitag abreiste. „Ich freue mich riesig auf den Einmarsch ins Maracana-Stadion. Meine ehemalige Studienkollegin Britta Steffen hat mir schon viele Fotos von Olympia geschickt. Vor allem freue ich mich darauf, zum zweiten Mal die Paralympics mit meiner Frau zu erleben, denn sie wird danach ihre Karriere beenden“, so der Dresdner.

Von Astrid Hofmann

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