Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Dedics heiße Woche - Dynamo Dresdens Stürmer fährt erst zum Länderspiel und dann nach Bochum

Dedics heiße Woche - Dynamo Dresdens Stürmer fährt erst zum Länderspiel und dann nach Bochum

Als sich Zlatko Dedic im vergangenen Sommer kurz vor dem Ende der Transferfrist vom VfL Bochum nach Dresden ausleihen ließ, da verfolgte der Slowene zwei Ziele.

Dresden .

Von Jochen Leimert

Dresden (DNN). Als sich Zlatko Dedic im vergangenen Sommer kurz vor dem Ende der Transferfrist vom VfL Bochum nach Dresden ausleihen ließ, da verfolgte der Slowene zwei Ziele. "Ich will mit Dynamo den Klassenerhalt schaffen und mich wieder für die Nationalmannschaft empfehlen", sagte der Stürmer damals. Während der 27-Jährige schon längst wieder in der Auswahl des Nogometna zveza Slowenije, des nationalen Fußballverbandes des kleinen EU-Mitgliedslandes, spielt, erscheint auch sein zweites Vorhaben immer aussichtsreicher.

"Vielleicht haben wir heute nicht unser bestes Spiel gemacht, aber es war wichtig, heute drei Punkte zu holen. Das haben wir geschafft, das ist super", freute sich Dedic am Freitagabend nach dem 2:0-Sieg über den MSV Duisburg. Und mit seinem neunten Saisontor für die Schwarz-Gelben hatte der 28-fache slowenische Nationalspieler maßgeblichen Anteil daran gehabt. Dynamos Angreifer war 90 Minuten lang sehr viel unterwegs gewesen, hatte in Abwesenheit seines kongenialen Partners Mickale Poté ein großes Laufpensum bewältigt.

Zwar war der Bochumer Leihgabe nicht alles geglückt, hatte er sich in der Anfangsphase auch ein paar deutliche Worte von David Solga anhören müssen, als er einen von Felix Wiedwald abgewehrten Schuss Pavel Forts mit der Hacke versucht hatte anzunehmen statt ihn zu Solga passieren zu lassen, doch eines war wieder unübersehbar gewesen: Dedic ist für Dynamo sehr wertvoll. Er ackert und er trifft. Als sicherer Elfmeterschütze versenkte er alle seine vier Strafstöße in dieser Saison, gegen Duisburg traf er auch wieder aus dem Spiel heraus. "Das war ein super Pass von Benny, da habe ich die Chance gesehen, ein Tor zu machen, als der Torwart rauskam", erinnerte sich Dedic an die Entstehung des 2:0. Das hatte Benjamin Kirsten mit einem ganz langen Ball eingeleitet. "Es war mein erster Assist in der 2. Liga", freute sich Kirsten, "ich habe den Ball super getroffen."

Während der Torhüter an diesem Abend vor 22 109 Zuschauern auch noch sein erstes Zweitliga-Heimspiel, sein erstes Zweitliga-Spiel über 90 Minuten und sein erstes Zu-Null in der zweithöchsten Spielklasse mit den Fans auf dem Zaun feierte, war Dedics Tor für den Schützen beinahe Routine. Seine Freude darüber war dennoch riesig und ließ ihn sein knapp verpasstes 3:0 (86./vorbei) verschmerzen, denn das zuvor erzielte Tor war das richtige Zeichen an Sloweniens Nationaltrainer Slavisa Stojanovic, ihn am Mittwoch beim Länderspiel gegen Schottland von Beginn an aufzustellen.

"Das ist ein ganz wichtiges Spiel für mich", blickte Dedic voraus. Nur zu gern würde er in Koper 90 Minuten auf dem Rasen stehen, denn in der kleinen Hafenstadt wohnt seine Familie. Beim dortigen Erstligisten FC Koper begann der im bosnischen Bihac geborene Fußballer auch seine Karriere, mit 17 Jahren holte ihn der AC Parma nach Italien, wo er bis 2009 meist in der Serie B spielte. Danach kam er in den Ruhrpott zum VfL Bochum, auf den Dynamo am Freitag (20.30 Uhr) trifft. Da versteht es sich von selbst, dass Dedic dann wieder scharf schießen möchte. Dynamos Klassenerhalt sieht er auch noch nicht in trockenen Tüchern: "Wir müssen die Konzentration hoch halten und weiter Punkte machen. Dass wir gegen Ingolstadt ohne Fans spielen müssen, ist ein großes Handicap für uns."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.02.2012

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr