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David fordert Goliath heraus - Dynamo will Ligakrösus überraschen

David fordert Goliath heraus - Dynamo will Ligakrösus überraschen

Es ist ein ungleiches Duell, das am Montagabend ab 20.15 Uhr im Glücksgas-Stadion über die Bühne geht: Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden empfängt unter Flutlicht Erstliga-Absteiger Eintracht Frankfurt, die Mannschaft mit dem laut eigener Aussage kleinsten Etat fordert den Ligakrösus heraus.

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Dresden . Von Jochen Leimert

David wappnet sich gegen den übermächtigen Goliath - und hofft auf einen biblischen Ausgang des Kräftemessens.

Geschätzt knapp fünf Millionen Euro geben die Dresdner für ihren 28 Mann umfassenden Kader aus, die 29 Kicker aus der Bankenmetropole sollen dagegen fast 20 Millionen Euro verdienen. Zwischen beiden Teams liegen Welten. "Die Eintracht hat einen erstligatauglichen Kader", ist Marcel Heller überzeugt. Dynamos Mittelfeldspieler, der im Sommer vom Main an die Elbe wechselte, verfolgt die Entwicklung beim UEFA-Pokalsieger von 1980 noch ganz genau. Auch Dynamos neuer Stürmer Zlatko Dedic weiß, dass es für die Schwarz-Gelben ganz schwer wird, den Hessen die erste Saisonniederlage beizubringen: "Frankfurt ist der haushohe Favorit."

In der Vergangenheit zog Dynamo - ob in der Bundesliga oder im Zweitliga-Jahr 2004/05 - meist den Kürzeren. Sieben von zehn Vergleichen verloren die Sachsen, einmal gab es ein Remis. Doch zweimal glückte dem Außenseiter auch die Überraschung - und beide Male traf man als Liga-Neuling auf die Frankfurter. Im August 1991 drehte Torsten Gütschow im ersten Bundesliga-Jahr mit einem Doppelpack (40., 81.) die 1:0-Führung von Weltmeister Andreas Möller (27.) noch in einen 2:1-Heimerfolg um. Im letzten Vergleich behielten die in Liga zwei aufgestiegenen Dresdner unter Trainer Christoph Franke ebenfalls mit 2:1 die Oberhand. Im Februar 2005 war es der Slowene Klemen Lavric (heute beim Karlsruher SC), der mit zwei Toren (17., 63.) vor 15900 Fans für die Sensation sorgte.

Ein Triumph der Mannschaft von Trainer Ralf Loose wäre am Montagabend wieder eine Riesenüberraschung. Beim staatlichen Wettanbieter Oddset bekäme man für jeden auf einen Dynamo-Dreier gesetzten Euro immerhin 3,70 Euro zurück. Das Tippen auf einen Eintracht-Sieg (1,70) lohnt indes kaum.

Die SGD-Profis rechnen sich aber durchaus Chancen gegen die Startruppe von Startrainer Armin Veh aus. Kapitän Cristian Fiel bleibt cool: "Unabhängig von den Etats - das Spiel geht bei 0:0 los. Außerdem spielen wir zu Hause." Marcel Heller glaubt: "Die Eintracht hat ihre Stärken sicher in der Offensive, man darf sie nicht spielen lassen. Sie hat aber auch Schwächen, die Innenverteidigung ist nicht die schnellste. Da könnte was gehen." Flinke Angreifer hat Dynamo inzwischen - und auch wieder einen slowenischen Nationalstürmer. Vielleicht heißt der Held anno 2011 ja Dedic statt Lavric.

Der Kartenverkauf brummt: Dynamo rechnet damit, dass das Spiel heute ausverkauft ist.

13.08.1991

Dynamo - Eintracht 2:1

14.12.1991

Eintracht - Dynamo 3:0

15.08.1992 Eintracht - Dynamo1:1

20.02.1993 Dynamo -

Eintracht 0:2

24.09.1993

Eintracht - Dynamo3:2

19.03.1994 Dynamo -

Eintracht 0:4

22.10.1994

Eintracht - Dynamo2:0

22.04.1995 Dynamo -

Eintracht 1:2

10.09.2004

Eintracht - Dynamo 2:1

11.02.2005

Dynamo - Eintracht 2:1

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.09.2011

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