Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Google+
Das tschechische Doppel: Trojan und Fort gelten bei Dynamo Dresden als absolute Teamspieler

Das tschechische Doppel: Trojan und Fort gelten bei Dynamo Dresden als absolute Teamspieler

In Trainingslagern gibt es für Fußballer mit schweißtreibenden, intensiven Einheiten meist nur wenig Grund zur Freude.

Walchsee .

Von Tina Hofmann, Walchsee

Walchsee (DNN). In Trainingslagern gibt es für Fußballer mit schweißtreibenden, intensiven Einheiten meist nur wenig Grund zur Freude. Wenn Filip Trojan jedoch mal wieder einen seiner Scherze auspackt, dann kommt es nicht selten vor, dass sich sein tschechischer Kollege Pavel Fort vor Lachen krümmt. Gestern Nachmittag waren die beiden wieder bestens aufgelegt. "Ich denke, dass wir die Klasse halten können, aber dafür muss Pavel seine 15 Tore schießen", sagt Trojan mit seinem trockenen Humor. "Aber nur, wenn Filip die 15 Flanken auf meinen Fuß oder Kopf serviert", kontert der Stürmer.

Trojan hat in der vergangenen Saison fast konstant starke Leistungen gezeigt, Fort wurde nach seinem Wechsel von Arminia Bielefeld zu den Schwarz-Gelben behutsam vom Trainer wieder aufgebaut. "Es war für mich nicht einfach. Nach meinem Kreuzbandriss musste ich sieben Monate pausieren, hatte danach zusätzlich drei Monate nicht gespielt. Nun kann ich endlich eine ganze Vorbereitung mitmachen und fühle mich wieder wohl in meiner Haut", berichtet Fort. In 24 Spielen schoss der 28-Jährige, der meist mit der Jokerrolle leben musste, fünf Tore. Dass momentan allerdings nur von Sturmpartner Mickael Poté und dessen möglichen Transfer nach Fürth die Rede ist, stört ihn nicht. "Ich muss mich auf das Training und mich selbst konzentrieren, alles andere werden wir sehen", berichtet der Vater einer Tochter. Zum Thema Poté hat er aber eine ganz klare Meinung: "Es wäre besser für die Mannschaft und auch für mich, wenn Micka bleibt. Er ist ein super Fußballer", sagt Fort.

Auch Trojan würde den Franzosen, der in der Nationalmannschaft für den Benin aufläuft, gern weiter in der Dresdner Mannschaft sehen. "Wenn er bleibt, kann der Kader noch stärker aufgestellt sein als in der vergangenen Saison. Ein paar Spieler fehlen uns noch", weiß der Dribbler mit dem schütteren Haar, der auf der linken Mittelfeldseite wirbelt. Das Geschick des Trainers und das Glück der Truppe, fast ohne langwierige Verletzungsausfälle über die erste Saison seit dem Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga gekommen zu sein, sieht der 29-Jährige als Gründe für den Erfolg der Schwarz-Gelben. Der erfahrene Profi (aktiv schon für Schalke, St. Pauli, Bochum, Mainz, Duisburg) weiß aber auch, dass die Trauben für seine Mannschaftskollegen in der kommenden Saison noch viel höher hängen. "Mannschaften wie Regensburg oder Sandhausen werden unseren Underdog-Status einnehmen. Uns kennen nun alle Teams, sie wissen wie wir spielen, keiner wird uns mehr unterschätzen", warnt er.

Vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit muss laut Trojan stimmen, damit das zweite schwere Jahr in der Liga schadlos überstanden wird. "Wenn wir nicht immer 100 Prozent geben und geschlossen auftreten, dann können wir auch wieder drei, vier Tore kassieren wie zum Beispiel bei Union Berlin", erinnert sich der Tscheche an die 0:4-Niederlage in der Wuhlheide.

In Sachen Konkurrenzkampf sind beide entspannt. "Mich würde es freuen, wenn noch jemand auf meiner Position kommt, damit wir gerüstet sind, wenn ich mal verletzt sein sollte. Wenn ich fit bin, denke ich schon, dass ich auch spielen werde", gibt sich Trojan selbstbewusst. Fort hält sich wie in der vergangenen Saison im Hintergrund und lauert auf seine Chance. "Der Trainer entscheidet letztlich, wer spielt. Ich gebe mein Bestes und egal, ob ich 90 Minuten spiele oder zehn, ich will natürlich treffen", sagt er. Er möchte selbst erst etwas zeigen, ehe er über die Zukunft und seinen im kommenden Jahr auslaufenden Vertrag nachdenkt. "Zunächst müssen wir die erste Halbserie abwarten, und ich muss meine Leistung bringen. Erst dann kann man sich zusammensetzen", weiß Fort. Bis dahin wollen die beiden Spaßvögel die Mannschaft weiter belustigen und mit Vorlagen und Toren zum Klassenerhalt beitragen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.07.2012

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr