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Das Finale muss noch warten - Dresdner SC verliert gegen Rote Raben

Das Finale muss noch warten - Dresdner SC verliert gegen Rote Raben

Nach 126 Minuten hartem Kampf in der brodelnden Margon-Arena standen Trainer Alexander Waibl die Schweißperlen auf der Stirn. Und das nicht nur wegen der Hitze in der mit 3000 Zuschauern restlos ausverkauften Halle, sondern auch wegen des Spielverlaufs.

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Das ging daneben: Abstimmungsprobleme zwischen dem DSC-Spielerinnen Nicole Davis, Stefanie Karg und Martine Utla.

Quelle: M. Rietschel

Am Ende mussten sich die DSC-Volleyballerinnen in diesem zweiten Playoff-Halbfinalspiel den Roten Raben mit 2:3 (25:21, 19:25, 25:23, 21:25, 15:17) geschlagen geben. Damit verpassten die Waibl-Schützlinge den ersten Matchball zum Einzug ins Finale und müssen nun in die "Verlängerung". Am Mittwoch wird in Vilsbiburg im dritten Spiel entschieden, wer Titelverteidiger Schwerin herausfordern darf. Wird es wie in den letzten beiden Jahren der DSC, oder schafft es diesmal der Vorrundenzweite Vilsbiburg? Geht es nach dem Gesetz der "Serie", dann müssten das die Elbestädterinnen sein, denn sie gewannen in dieser Saison beide Partien im Rabennest.

Alexander Waibl vergeudete am Sonnabend keine Zeit. Schon unmittelbar nach der Partie besprach er mit seinem Trainerteam, wie die nächsten Tage zu gestalten sind und zog sich dann nach Hause zurück, um die Fünf-Satz-Niederlage noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen und Schwachstellen herauszufinden. Sofort hatte er mehrere Ansatzpunkte entdeckt, die sein Team diesmal nicht so gut wie beim 3:0-Erfolg im ersten Halbfinalspiel lösen konnte: "Knackpunkt war, dass wir aus guter Annahme die Bälle nicht oft genug auf den Boden bekamen", befand er. Laut Statistik punkteten die Raben aus positiver Annahme mit 51 Prozent, die Dresdnerinnen nur mit 38 Prozent. Vor allem die beiden Außenangreiferinnen Martina Utla (26 Prozent Angriffsquote) und Anne Matthes (33 Prozent) versenkten die Kugel zu selten im gegnerischen Feld.

Nachdem die Gastgeberinnen im ersten Satz gut in die Partie fanden, verloren sie im zweiten den Faden. Die Annahme wackelte, es schlichen sich zu viele Fehler im Aufschlag (16 insgesamt) und eben auch im Angriff ein. Und diesmal nutzten die Raben ihre Chancen gnadenlos. Vor allem die kubanische Ex-Nationalspielerin Liana Mesa Luaces (22 Punkte) bekam der DSC-Block nicht unter Kontrolle. Dennoch gingen die Elbestädterinnen mit 2:1 Sätzen in Führung. Aber wie schon im zweiten Akt, gerieten sie auch im vierten Durchgang schnell ins Hintertreffen und konnten den Satzausgleich nicht verhindern.

"Jetzt brauchen die Mädels unsere ganze Unterstützung", dachten sich da Vorstandschef Jörg Dittrich und Geschäftsführerin Sandra Zimmermann und schritten zur "Tat". Sie mischten sich unter den Fanclub, setzten sich an die Schlaginstrumente und trommelten, was das Zeug hielt. Es half alles nichts. Selbst eine 10:7-Führung, bei der es die Zuschauer nicht mehr auf den Sitzen hielt, reichte nicht für einen Sieg. Ein paar unglückliche Aktionen der DSC-Damen und ein nie aufgebendes Raben-Team sorgten dafür, dass der dritte Matchball für Vilsbiburg zum Erfolg führte. Beste Scorerin beim DSC war Lisa Izquierdo mit 22 Zählern.

"Wir waren diesmal zu ungeduldig, ungenau und unkonzentriert", gestand Kapitän Stefanie Karg zu. Libera Nicole Davis meinte: "Wir haben uns zu viele leichte Fehler erlaubt." Nach der ersten Enttäuschung gaben sich die Elbestädterinnen schon wieder kämpferisch. "Es steht jetzt 1:1. Wir wollen in Vilsbiburg erneut gewinnen und ins Finale einziehen", erklärte Mareen Apitz. Weibl fand seinen Humor schnell wieder: "Es ist schön, dass wir noch einmal nach Bayern fahren, schöne Berge, gute Luft und Kühe." Bereits morgen geht die Reise los.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.04.2013

Astrid Hofmann

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