Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 6 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Das Dresdner Bergfilmfestival „Bergsichten“ beginnt

Glowacz muss gleich zweimal ran Das Dresdner Bergfilmfestival „Bergsichten“ beginnt

Für die Bergsportfreunde aus Dresden und Umgebung sieht der Terminkalender am Wochenende drei ereignisreiche Tage vor, denn von Freitag bis Sonntag steigt im Hörsaalzentrum der TU das 13. Berg- und Outdoor-Filmfestival „Bergsichten“. Organisator Frank Meutzner und seine Mitarbeiter haben auch in diesem Jahr international bekannte Stars der Szene eingeladen.

Simone Moro und Tamara Lunger (r.) waren im Februar 2016 auf dem Nanga Parbat (8125 m) unterwegs. Lunger erzählt davon am Sonntag in Dresden.

Quelle: PR

Dresden. Für die Bergsportfreunde aus Dresden und Umgebung sieht der Terminkalender am Wochenende drei ereignisreiche Tage vor, denn von Freitag bis Sonntag steigt im Hörsaalzentrum der TU das 13. Berg- und Outdoor-Filmfestival „Bergsichten“. Organisator Frank Meutzner und seine Mitarbeiter haben auch in diesem Jahr international bekannte Stars der Szene eingeladen, die spannende Reportagen aus allen Teilen der Welt präsentieren. Gleich fünf Film- und Vortragspremieren können die Besucher in diesem Jahr erleben – so viele wie nie zuvor.

Einen Multivisionsvortrag, der erstmals vor Publikum zu sehen ist, hält der Extrem-Kletterer Stefan Glowacz. Der Bayer eröffnet das Festival bereits am Donnerstagabend (20 Uhr) mit einer Zusatzveranstaltung. Seine zunächst nur für den Freitag (19.30 Uhr) vorgesehene Präsentation „Von der Arktis bis zum Orient – die modernen Abenteuer des Stefan Glowacz“ war so schnell ausverkauft, sodass Meutzner noch einen zweiten Termin vereinbarte. „Freitag ist dicht, da gibt es höchstens noch wenige Restkarten. Für Donnerstag kann man an einigen Vorverkaufsstellen noch Glück haben, vielleicht gibt es auch Restkarten an der Abendkasse“, sagt Meutzner.

Er freut sich riesig, dass Glowacz wieder einmal nach Dresden kommt: „Vor drei Jahren hatte er schon einmal eine Premiere bei uns, danach haben wir ausgemacht, dass wir das wiederholen wollen.“ Glowacz entschied sich wieder für einen Kombi-Vortrag – mit Bildern von Touren auf drei Kontinenten: „Zu sehen sind Szenen von der letzten Expedition nach Baffin Island in Kanada und Bilder vom Klettern in Borneo, die bisher kaum gezeigt wurden. Mitbringen wird Stefan auch Filmszenen aus dem Oman, wo er vor zwei Jahren war und mit Chris Sharma in der zweitgrößten Höhle der Welt geklettert ist“, verspricht Meutzner.

Doch Glowacz ist bei weitem nicht der Einzige, auf den sich der „Bergsichten“-Macher freut. Auch die Südtirolerin Tamara Lunger „ist für mich persönlich ein Highlight“. Die 30-Jährige aus Bozen, die schon den K2 und den Lhotse bestiegen hat, berichtet am Sonntag (19.30 Uhr) in ihrem Premierenvortrag „Der Reiz der Kälte“ u.a. über die erste Winterbesteigung des Nanga Parbat. „Sie war mit Simone Moro unterwegs, hatte etwas Pech, dass sie nicht ganz mit hochkam. Was sie geleistet hat, ist für mich dennoch herausragend“, so Meutzner. Lunger habe er am Telefon als herzlich und offen kennengelernt. Schnell habe man einen Draht zueinander gefunden, als sie merkte, dass Meutzner auch Achttausender-Erfahrung besitzt. „Sie hält erstmals einen Vortrag in Ostdeutschland, hatte auch sonst erst wenige in den Altbundesländern. Das ist eine tolle Frau, die nicht nur auf die Achttausender geht, sondern mit ihrem Vater durch Spitzbergen und Grönland gezogen ist, nebenbei Sechstausender bestiegen und dabei selbst das Gepäck im Schlitten gezogen hat. Sie ist zudem eine Meisterin im Hochtouren-Ski, läuft auch Marathon. Kurz bevor sie ihren Vortrag bei uns hält, trainiert sie noch“, erzählt Meutzner völlig fasziniert.

Zu den Höhepunkten des Festivals zählt der 51-Jährige daneben den Auftritt des Siegeners Harald Philipp. Der heute in Innsbruck lebende Bikeprofi stellt am Sonnabend (20.30 Uhr) die spektakulärsten Mountainbike-Regionen Europas vor. „Das ist der Mensch, der das Bike-Bergsteigen erfunden und geprägt hat. Von Gästen früherer Vorträge habe ich gehört, dass er selbstironisch rüberkommt. Das muss ein wunderbarer Vortrag sein“, glaubt Meutzner. Besonders empfiehlt er auch die Show von André Schumacher, der am Sonntag (15 Uhr) sein Publikum auf die Kanarischen Inseln entführt. Zehn Monate wanderte der Mecklenburger über die Eilande und fand heraus: Sie sind ganz anders, als die meisten glauben. „Kanaren zu Fuß“, heißt die Show und ist besonders für Familien geeignet.

Wie immer gibt es am Wochenende viele Filmblöcke. Da geht es u.a. um Abenteuer in Sibirien (mit den Gästen Andrea Ehrig und Biwak-Moderator Thorsten Kutschke), ums Pilgern, um Bootstouren im Iran, Wüstenabenteuer in Namibia, Klettern im Erzgebirge oder um die letzten Träger in der Hohen Tatra. Im Filmblock am Sonnabend (10 Uhr) wird noch einmal „Mount Everest 1996 – Traum und Wirklichkeit“ gezeigt. 20 Jahre nach der sächsischen Expedition begrüßt Filmemacher Stefan Urlaß einige der Protagonisten. Rund um die Filmblöcke und Vorträge gibt es wieder eine Messe, Slackline, eine Fotoausstellung und am Samstagabend auch eine Party.

Von Jochen Leimert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr