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Da bleibt ein Haufen Arbeit

Da bleibt ein Haufen Arbeit

Dynamo Dresden muss weiter um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga zittern. Im ersten von zwei Relegationsspielen gegen den VfL Osnabrück unterlag die Mannschaft von Trainer Peter Pacult gestern Abend vor 15 500 Zuschauern in der ausverkauften Osnatel-Arena mit 0:1 (0:1).

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Und mal wieder wollte keiner rein; hier scheitert Tobias Müller an VfL-Torwart Manuel Riemann.

Quelle: Dehli-News / Frank Dehlis

Osnabrück. Für den Drittplatzierten der 3. Liga erzielte Gaetano Manno den entscheidenden Treffer kurz vor der Pause (43.). Er lässt die Niedersachsen weiter von der Rückkehr in die Zweitklassigkeit träumen.

Wie erwartet begannen die Osnabrücker die Revanche für das 1:3 nach Verlängerung vor zwei Jahren schwungvoll - und sie hatten auch die erste Torgelegenheit, als Mittelstürmer Simon Zoller nach der ersten Ecke zum Kopfball kam, den Filip Trojan jedoch noch vor der Linie klären konnte (2.). Die Mannschaft von Alexander Ukrow versuchte mutig, die Gäste unter Druck zu setzen. "Wir wollen Taten sprechen lassen", hatte Ukrow angekündigt. Und seine Elf holte auch gleich weitere Eckbälle heraus, die meist hoch in die Mitte geschlagen wurden, wo Benjamin Kirsten aber stets per Faustabwehr klären konnte. Dynamo verbuchte dafür die erste richtig dicke Chance, als Tobias Müller nach einem Konter über die rechte Seite aus Nahdistanz zum Schuss kam, aber an Manuel Riemann im VfL-Tor scheiterte (12.). Der Angriff zeigte Wirkung, Osnabrück agierte nun vorsichtiger und tat sich schwerer, in die Nähe des Dresdner Strafraums zu kommen. Ein Manno-Freistoß aus 30 Metern ging rechts vorbei (21.), bei einem langen Ball in die Spitze war Kirsten vor Zoller zur Stelle (28.).

Die Schwarz-Gelben erspielten sich nun mehr Feldanteile - und die nächste Großchance: Erst blieb Idir Ouali am Keeper der Niedersachsen hängen, den Nachschuss von Müller parierte Riemann ebenso (28.). Wenig später musste Müller nach einem Foul verletzt vom Feld, Robert Koch ersetzte ihn, ohne zunächst Akzente setzen zu können (30.). Das gelang den Osnabrückern auch nicht, sie schienen Dynamo mehr und mehr die Initiative zu überlassen. Und dann traf Dynamo das 0:1 wie aus heiterem Himmel: Romain Brégerie klärte zunächst noch vor Zoller zur Ecke, doch der Italiener Gaetano Manno verwandelte den kurz abgelegten Eckstoß mit viel Drall zur Überraschung aller ins Dresdner Tor (43.). Ein Nackenschlag kurz vor der Pause, wie er schmerzhafter nicht sein kann! Beinahe wäre Osnabrück sogar noch der zweite Treffer geglückt, als Kirsten den listigen Zoller anschoss und der Ball nur knapp neben dem linken Pfosten ins Aus klatschte (45.+1).

Nach dem Seitenwechsel drängte Dynamo wieder nach vorn, die Pacult-Elf wollte schnell den Ausgleich. Doch es fehlte den Sachsen an den zündenden Ideen am gegnerischen Strafraum. Die Offensivkräfte konnten sich in den Zweikämpfen nicht entscheidend durchsetzen, im Zuspiel agierte man zu fehlerhaft. Während Osnabrück auf Konter lauerte und bei der erstbesten Gelegenheit den Abschluss suchte (Manno aus 25 Metern rechts vorbei/53.), brachte Pacult David Solga für den schwachen Denis Streker. Ehe der noch um einen neuen Vertrag kämpfende Dortmunder etwas bewirken konnte, gab es Elfmeter gegen sein Team: Brégerie hatte vor Marcus Piossek den Ball im Strafraum mit der Hand abgeschirmt. Timo Staffeldt trat an, schoss ins rechte Eck, doch Elfmetertöter Kirsten parierte den Schuss (57.).

Danach zog sich Osnabrück wieder zurück, der verletzungsbedingte Ausfall des starken Manno bestärkte die Gastgeber darin, sich zuerst auf das Halten des Ergebnisses zu konzentrieren. Dynamo rannte derweil verzweifelt an, doch es gelang dem Noch-Zweitligisten nicht, sich durch die dichte VfL-Abwehr zu spielen. Torgefährlich waren die Schwarz-Gelben kaum noch, die Sturmschwäche der SGD trat einmal mehr krass zu Tage. Auch der kleine Weißrusse Dmitri Khlebosolov (kam für Ouali) konnte nicht mehr helfen. Jetzt muss im Rückspiel am Dienstag (20.30 Uhr/live im MDR) eine deutliche Leistungssteigerung her, um den Abstieg noch zu verhindern.

Vor Spielbeginn kollabierte ein 67-jähriger VfL-Fan im Stadion. 35 Minuten lang versuchte der Notarzt den Mann wiederzubeleben, doch der Rentner verstarb noch, bevor die Partie auf dem Rasen richtig begonnen hatte.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.05.2013

Jochen Leimert

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