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DSC verliert gegen Stuttgart: Ohne Perry läuft es nicht

DSC verliert gegen Stuttgart: Ohne Perry läuft es nicht

Enttäuschung machte sich bei den DSC-Volleyballerinnen am Sonnabend breit. Nach sechs Siegen riss der Erfolgsfaden, der Bundesliga-Spitzenreiter musste sich vor 3000 Zuschauern in der ausverkauften Margon-Arena dem Tabellenachten Stuttgart mit 2:3 (17:25, 16:25, 25:16, 25:22, 9:15) Sätzen geschlagen geben.

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Volleyball-Frust: Mareen Apitz, Stefanie Karg, Shanice Marcelle und Kristina Mikhailenko (v. li.).

Quelle: soccerfoto.de

Immerhin gab es dafür noch einen Punkt; so verteidigte der deutsche Vizemeister seinen "Platz an der Sonne". Deshalb hielt sich der Ärger über die dritte Saisonniederlage in Grenzen. Zumal Trainer Alexander Waibl einige seiner angeschlagenen Stammkräfte schonte, denn bereits am Mittwoch steht das Rückspiel im CEV-Cup gegen die ukrainische Vertretung von Chimik Juschne auf dem Programm.

So stellte der DSC-Coach seine Formation völlig um, ließ mit Kapitän Stefanie Karg (Knieprobleme) und seiner Top-Scorerin Rebecca Perry (Rückenbeschwerden) zwei der tragenden Säulen draußen. Auch Jaroslava Pencova (Fußgelenksschmerzen) stand nicht im Startaufgebot. Dafür durfte erstmals Rückkehrerin Corina Ssuschke-Voigt von Beginn an auflaufen. "Ich wusste das schon seit zwei Tagen und war deshalb nicht so sehr aufgeregt. Allerdings bin ich mit meiner Leistung noch nicht zufrieden. Ich habe in der Woche sehr viel Krafttraining gemacht, war zudem dreimal in der Höhenkammer. Und wegen der Europapokal-Reise konnte ich erst zwei komplette Trainingseinheiten mit dem Team absolvieren. So fühlte ich mich noch total langsam, vor allem im Arm macht sich das beim Angriff bemerkbar. Doch ich bin auf dem richtigen Weg und werde deshalb auch nicht unruhig", meinte die Nationalspielerin, die vor allem die großartige Kulisse genoss. "Das war super schön, vor diesem Publikum zu spielen, besonders als im dritten Satz der Funke so richtig übersprang", fügte die Mittelblockerin hinzu.

Allerdings konnten die Dresdnerinnen in den ersten beiden Sätzen die Zuschauer auch nicht wirklich von den Sitzen reißen. Während Stuttgart druckvoll aufschlug, aus sicherer Annahme seine Angriffe im Dresdner Feld platzierte und auch in der Abwehr fast jeden Ball holte, lief beim Gastgeber einfach nichts zusammen. Die Aufschlagfehler summierten sich, im Angriff bissen sich die DSC-Damen am gegnerischen Block fest und die Abwehr wies zu viele Lücken auf. Waibl versuchte es mit verschiedenen Wechseln, fand dann im dritten Durchgang die richtige Formation, die zur Hälfte aus Spielerinnen der zweiten Reihe bestand.

Vor allem Kristina Mikhailenko brachte auf der Diagonalen frischen Wind, auch Zuspielerin Elies Goos führte solide Regie. So schaffte der DSC mit einer starken Aufholjagd den Satzausgleich, aber im fünften Abschnitt häuften sich beim DSC wieder die Fehler. Deborah van Daelen, die mit 18 Punkten erfolgreichste Scorerin ihrer Mannschaft war, verwandelte nach 125 Minuten den ersten Matchball zum Sieg, den die MTV-Damen gebührend feierten. Als "Wertvollste Spielerin" wurde beim DSC Kristina Mikhailenko geehrt, die mit 16 Zäh- lern auch punktbeste Angreiferin war. Auffällig jedoch: Im Angriff ist derzeit Rebecca Perry nicht zu ersetzen, was sich auch in der Gesamtangriffsquote von nur 29 Prozent widerspiegelt. Dennoch war Alexander Waibl zufrieden: "Wir haben einen Punkt gewonnen. Man hat gemerkt, dass unser Angriff zu energie- und ideenlos war. Aber ich fand es prima, wie sich die Mannschaft ins Match zurückgekämpft hat."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.02.2014

Astrid Hofmann

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