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DSC startet mit größerem Kader und aufgestocktem Etat in die neue Saison

DSC startet mit größerem Kader und aufgestocktem Etat in die neue Saison

Als Alexander Waibl vor einem Jahr seine Gefühle beschreiben sollte, mit denen er der Saison entgegen sieht, sprach er von einer "großen Gelassenheit". Er sei überzeugt vom Potenzial seiner Mannschaft, betonte er damals.

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Das DSC-Team 2014/2015

Quelle: M. Rietschel

Sieben Monate später stemmte er mit seinen DSC-Volleyballerinnen jubelnd die Meisterschale in die Höhe. Seine Gefühle hatten ihn nicht getäuscht. Wenn Alexander Waibl jetzt vor seiner sechsten Amtszeit in Dresden sagt, dass er wieder sehr gute Spielerinnen mit viel Talent und Charakter beisammen habe, dann kann man das durchaus als kleinen Garantieschein für eine weitere erfolgreiche Saison sehen.

Wie vor zwölf Monaten wirbt der gebürtige Stuttgarter auch diesmal vor dem Auftaktspiel morgen gegen Stuttgart um Geduld. Seine Mannschaft brauche noch Zeit, sich zu entwickeln und einzuspielen. "Auch wenn sich das Gesicht des Teams nicht so gravierend verändert hat, verließen mit Mareen Apitz und Stefanie Karg zwei tragende Säulen den Verein. Diese Lücke, die sie nicht nur sportlich, sondern vor allem auch menschlich im Teamgefüge hinterließen, ist nicht von heute auf morgen zu schließen. In ihre Rolle müssen jetzt andere erst einmal hineinwachsen. Außerdem fehlt mit Co-Trainer Uli Rath eine weitere wichtige Bezugsperson, was nicht so schnell zu kompensieren ist", erläutert Waibl, der sich vor allem zu Beginn der neuen Saison die besondere Unterstützung der Fans für diesen Reifeprozess wünscht. Das Wort Titelverteidigung - auch wenn das die "hohe Schule" des Leistungssports ist - nimmt der Coach nicht in den Mund. Seinen Schützlingen möglichst wenig Druck aufzubauen, bleibt seine Devise. Zumal sich auch die Konkurrenz gut verstärkt habe. Zumindest lässt er sich so viel entlocken: "Bis zur entscheidenden Phase der Meisterschaft werden wir uns die Qualitäten erarbeitet haben, um wieder ein Wörtchen mitzureden."

Im DVV-Pokal und der Champions League ist sein Team schon in den kommenden Wochen gefragt. "Natürlich träumen wir davon, wieder einmal zum Pokalfinale nach Halle zu fahren und diese tolle Atmosphäre zu genießen. Aber da sind wir auch ein wenig vom Losglück abhängig", findet Alexander Waibl. Für die Champions League formuliert er eine klare Ansage: "Wir wollen es erneut schaffen, nach der Gruppenphase auf europäischem Parkett weiter mitzumischen. Das ist machbar. Und die Heimspiele wollen wir zu richtigen Festtagen machen."

Wegen der hohen Belastung beim "Tanz auf drei Hochzeiten" wurde der Kader in dieser Saison wieder auf 14 Spielerinnen aufgestockt. Und unmittelbar vor Saisonbeginn zeichnet sich sogar ab, dass noch eine vierte Mittelblockerin kommen wird. "Wir haben zwei Sponsoren gefunden, die diese Position finanziell zu einhundert Prozent übernehmen und stehen kurz davor, einen Transfer vermelden zu können, wenn alle Formalitäten klappen", erläuterte gestern Vorstandschef Jörg Dittrich, der zudem verkündete: "Wir haben unseren Etat auf 1,4 Millionen Euro aufgestockt, er ist weitestgehend abgesichert."

Vom Meisterteam blieben acht Spielerinnen an Bord, mit den drei Amerikanerinnen Molly Kreklow, Chloe Ferrari und Michelle Bartsch, der Holländerin Laura Dijkema sowie der deutschen Nationalspielerin Louisa Lippmann, die vom USC Münster wechselte, heuerten fünf Neuzugänge an. Außerdem gehört DSC-Eigengewächs Steffi Kuhn, die schon Ende vergangener Saison Erstliga-Luft schnupperte, jetzt fest zum Aufgebot (mit Doppelspielrecht für den VCO). Waibl verhehlt nicht, dass er gern noch mehr Spielerinnen aus der eigenen Talenteschmiede aufgenommen hätte. "Doch leider haben wir dort gerade ein richtiges Loch. Es fehlt an Talenten, die in der oberen Tabellenhälfte der ersten Liga bestehen können", beklagt er. Aber auch so startet er mit einem sehr jungen Team (Altersdurchschnitt 21,85 Jahre) in die insgesamt 18. Bundesliga-Saison des DSC. Und mit einem Kader, in dem "ein Riesenpotenzial steckt, und in dem alle Positionen doppelt und gleichwertig abgesichert sind", wie es Waibl formuliert.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.10.2014

Astrid Hofmann

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