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DSC startet in ein großes Abenteuer

DSC startet in ein großes Abenteuer

Nach den Pflichtsiegen gegen Grimma (Pokal) und VCO Berlin (Bundesliga) starten die DSC-Volleyballerinnen morgen bei Fenerbahce Istanbul in das Abenteuer Champions League.

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Dresden . Von Astrid Hofmann

Dabei wartet auf den deutschen Vizemeister nicht nur eine gewaltige sportliche, sondern auch eine große wirtschaftliche und logistische Herausforderung. Denn während Fußballern jeder internationale Auftritt kräftig Geld in die Kassen spült, ist die Teilnahme an der Königsklasse für Volleyball-Klubs eine teure Angelegenheit.

"Die Champions League kostet uns rund 150 000 Euro. Wir müssen allein 10 000 Euro für Lizenz- und Startgeld hinblättern, dazu bezahlen wir die Produktionskosten für die vorgeschriebene Fernsehübertragung, die bei jedem Heimspiel zwischen 10 000 und 15 000 Euro betragen. Nicht zu vergessen sind Reise- und Hallenkosten. Für den speziellen Boden, der in der Champions League vorgeschrieben ist, fallen pro Heimauftritt noch rund 2000 Euro an. Dabei kommen wir noch gut weg, denn wir teilen uns den Belag mit dem Männer-Erstligisten Unterhaching, kutschen also den Boden immer hin und her", rechnet DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann vor.

Die Prämien, die der europäische Verband (CEV) in diesem höchsten Wettbewerb auslobt, nehmen sich dagegen bescheiden aus. "Für den Sieger des Wettbewerbs gibt es 20 000 Euro. Wenn wir den Sprung ins Achtelfinale schaffen, bringt uns das maximal 4000 Euro ein. Das ist also ein Tropfen auf den heißen Stein", so Zimmermann. Sie betont aber: "Trotzdem freuen wir uns darauf, schließlich ist es für jede Mannschaft eine Ehre, in der Champions League spielen zu dürfen." Trainer Alexander Waibl glaubt: "Das ist ein Lernprozess für den ganzen Verein." Während der Klub im Jahr 2000 allerdings schon einmal in der Königsklasse schmetterte, erlebt der gebürtige Stuttgarter seine Premiere. Auch wenn auf die Dresdnerinnen in Pool B mit Istanbul und Rabita Baku (Aserbaidschan) zwei Weltklasse-Teams warten und auch die französische Vertretung von Mulhouse nicht gerade ein Underdog ist, sagt Waibl: "In den Heimspielen möchten wir die beiden Großen zumindest ärgern und gegen Mulhouse werden wir alles daransetzen, unsere Chance auf das Erreichen des Achtelfinales beim Schopf zu packen."

Die erste Partie in Istanbul komme allerdings für seine Mannschaft noch zu früh, gibt der Coach zu. Das Training sei auf die wichtige Saisonphase vom 12. bis 30. Dezember ausgerichtet, deshalb nehme man es in Kauf, dass die Mannschaft jetzt mit etwas schweren Beinen in die Türkei reist und noch nicht optimal eingespielt ist. Dazu musste der Trainer aus Verletzungsgründen noch umdisponieren. So bleibt neben den beiden Langzeitverletzten Stephanie Kestner und Nicole Schröber auch Tesha Harry wegen Rückenproblemen daheim. Dafür muss Kerstin Tzscherlich, die eigentlich noch pausieren sollte, nun doch mit in die Türkei reisen. "Wir müssen mit zwölf Spielerinnen antreten, sonst bezahlen wir für jede fehlende Akteurin 2400 Euro Strafe", erklärt Sandra Zimmermann die Regularien der CEV. So wird auch Anna Cmaylo heute mit in den Flieger steigen, obwohl auch sie wegen einer Knieverletzung nicht spielen kann.

Vorrunde:

30.11. Fenerbahce Istanbul (A)18.30 Uhr

07.12. Rabita Baku (H)19 Uhr

14.12. ASPTT Mulhouse (H)19 Uhr

20.12. ASPTT Mulhouse (A)20 Uhr

10.01. Rabita Baku (A)14 Uhr

17.01. Fenerbahce Istanbul (H)19 Uhr

alle Zeiten: MEZ

Modus: Für einen 3:0- oder 3:1-Sieg gibt es drei Punkte, für einen 3:2-Sieg zwei Punkte, für eine 2:3-Niederlage einen Zähler. Die ersten Drei der Gruppe qualifizieren sich für das Achtelfinale, dazu der punktbeste Vierte aller Gruppen. Alle anderen Gruppen-Vierten sind für das Viertelfinale des CEV-Cups qualifiziert. Das Achtelfinale der Champions League wird ausgelost und nach Playoff-Modus mit Hin- und Rückspiel ausgetragen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.11.2011

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