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DSC schenkt Kerstin Tzscherlich 400. Ligaspiel - Zukunft der Libera ist weiter unklar

DSC schenkt Kerstin Tzscherlich 400. Ligaspiel - Zukunft der Libera ist weiter unklar

Für den nächsten Bundesliga-Spieltag am Sonnabend sollten alle Volleyball-Fans des Dresdner SC vorsorglich Taschentücher mitbringen. Kerstin Tzscherlich, "Mutter der Kompanie", DSC-Urgestein und Identifikationsfigur schlechthin, kehrt gegen den VC Olympia Berlin für ein Jubiläum zurück aufs Feld.

Die 34-jährige Libera wird im Rahmen dieser Partie ihren 400. Bundesliga-Einsatz bestreiten. "Aber nur für ein paar kurze Ballwechsel", schränkt die 373-fache Nationalspielerin ein und lässt alle Hoffnungen auf ein echtes Comeback zerplatzen.

Im Juni hatte sich die Annahme- und Abwehrspezialistin einer Knie-Operation unterziehen müssen. Seitdem quälte sich "Tzscherli" in der Reha, doch bislang ging es nur langsam vorwärts. "Der Heilungsverlauf ist nicht so, wie wir es alle erhofft hatten. Und wir wissen nicht, wie sich das weiter entwickelt", betont auch Vorstandschef Jörg Dittrich und erläutert, warum es dennoch am Sonnabend zum Auftritt der gebürtigen Freitalerin kommt: "Wir wollten ihr auf jeden Fall dieses Jubiläum gönnen. Das ist uns extrem wichtig." Trainer Alexander Waibl fügt an: "Es steht fest, dass Kerstin in dieser Saison nicht mehr aufläuft und inwiefern es ein 401. Spiel mit ihr geben wird, hängt vom Heilungsverlauf ab. Damit sie noch in dieser Spielzeit zu ihrem 400. Einsatz kommt, haben wir uns für die Partie gegen den VCO entschieden und damit einen Konkurrenten, gegen den wir klarer Favorit sind. Wir werden mit zwei Liberas spielen, neben Kerstin wird Nicole Davis auflaufen."

Kerstin Tzscherlich freut sich, dass ihr der DSC diese Möglichkeit einräumt. "Das ist echt klasse, das würde sicher nicht jeder Verein machen. Deshalb bin ich sehr dankbar. Klar bedeutet mir dieses Jubiläum sehr viel und ich bin auch jetzt schon aufgeregt", gesteht die DSC-Ikone, die über die schleppende Genesung berichtet: "Das MRT-Bild sieht zwar gut aus und es gibt auch Fortschritte, aber ich kann noch nicht joggen, auch beim Treppensteigen merke ich das Knie. Mein erstes Ziel ist es deshalb, für den Alltag wieder schmerzfrei zu werden. Alles andere wird sich finden", so Tzscherlich, die im Oktober 1997 mit dem DSC ihre Erstliga-Premiere - damals übrigens noch als Mittelblockerin - feierte und seither ihrem Heimatverein die Treue hielt. Dass sich ihre Karriere aber nun dem Ende nähert, weiß die Sympathieträgerin selbst natürlich am besten: "Das entscheide ich im Sommer." Auch Waibl ergänzt: "Jetzt geht es wirklich nur um dieses 400. Spiel. Wenn es um den Abschied ginge, dann hätten wir einen würdigen Rahmen gefunden."

Trotz allem wird es für Kerstin Tzscherlich am Sonnabend ein emotionaler Auftritt. "Ich habe seit der Olympia-Qualifikation am 6. Mai keinen Ball mehr angefasst", bekennt sie, aber vor allem werden ihr die zu erwartenden Ovationen der Fans zu Herzen gehen - und deshalb sollte sie sich wohl auch selbst mit einer Ladung Taschentücher ausrüsten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.01.2013

ah

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