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DSC braucht Sieg in Beziers und Schützenhilfe, um international dabei zu bleiben

DSC braucht Sieg in Beziers und Schützenhilfe, um international dabei zu bleiben

Viel Zeit, ihre Tränen zu trocknen und die bittere Pleite im Pokal-Halbfinale zu verarbeiten, hatten die DSC-Volleyballerinnen nicht. Bereits gestern Morgen starteten die Dresdnerinnen ihre Reise zum letzten Gruppenspiel in der Champions League von Berlin aus via Paris nach Montpellier.

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Auf sie lässt ihr Trainer nichts kommen: DSC-Zuspielerin Mareen Apitz.

Quelle: Dehli-News / Matthias Rietschel

Von dort ging es noch eine knappe Stunde mit dem Bus nach Beziers, wo der deutsche Vizemeister heute Abend gegen den französischen Meisterschaftszweiten seine Chance wahren will, weiter im internationalen Geschäft zu bleiben. Dafür brauchen die Waibl-Schützlinge einen Sieg. Allerdings sind sie auch dann noch abhängig von den Ergebnissen in den anderen Gruppen. Das Erreichen des Achtelfinales in der Königsklasse ist nicht mehr möglich, doch wenn der DSC nicht schlechtester Gruppen-Dritter wird, reicht es, um im CEV-Cup weiter mitzumischen.

Das Hinspiel hatten die Elbestädterinnen in der Margon-Arena mit 3:1 gewonnen. "Die Gastgeberinnen werden heiß darauf sein, ihren ersten Sieg in der Champions League einzufahren. Beziers verfügt über eine erfahrene Mannschaft. Und im Gegensatz zu uns hatten sie am Wochenende frei. Wir haben ein, zwei Tage gebraucht, um das Pokal-Aus zu verdauen", gibt Trainer Alexander Waibl zu. Dennoch wolle man versuchen, mit der schwierigen Lage zurechtzukommen. Deshalb betont er: "Wir wollen alles an Aggressivität und Kampfkraft in die Waagschale werfen, um zu gewinnen." Mit etwas Abstand zur 0:3-Niederlage gegen Vilsbiburg gesteht der Coach: "Ich hatte bereits beim Frühtraining gemerkt, dass die Mannschaft blockiert war. Für uns war es Gift, dass Vilsbiburg nach der klaren Niederlage einige Wochen zuvor in der Bundesliga als Außenseiter zu uns kam und wir in eine Favoritenrolle geraten sind. Mit dieser Situation sind wir überhaupt nicht zurecht gekommen."

Zum anschließenden Eklat - Waibl hatte Fans, die Zuspielerin Mareen Apitz auspfiffen, den Stinkefinger gezeigt - meinte der Coach gestern: "Vielleicht wäre es klüger gewesen, das Ganze zu ignorieren. Aber trotzdem finde ich es nach wie vor unanständig, wie man sich einer so gestandenen Spielerin gegenüber verhalten hat. Da hatte sich bei mir einiges angestaut und ich bin automatisch in eine Verteidigungshaltung gegangen", gab er zu. Die gestrige Reise verlief ohne Zwischenfälle. Auf dem Flughafen in Paris lief den DSC-Damen der zweimalige Rodel-Olympiasieger Armin Zöggeler über den Weg. Bei strahlendem Sonnenschein überflogen die Dresdnerinnen dann den Eiffelturm und kamen am Nachmittag wohlbehalten in Montpellier an. Mit einem komfortablen Bus der erfolgreichen Rugby-Mannschaft von Beziers wurde der DSC die letzten 70 Kilometer bis zum Ziel chauffiert. Nach kurzer Verschnaufpause ging es bereits 17.30 Uhr zum Training in die kleine, nur rund 1000 Zuschauer fassende Halle. Heute Vormittag findet an gleicher Stelle das Abschlusstraining statt, anschließend wird Alexander Waibl sein Team mit Videostudien auf die Partie am Abend einstimmen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.12.2013

Astrid Hofmann

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