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DSC-Zuspielerin Mareike Hindriksen ist gegen ihren Ex-Klub MTV Allianz Stuttgart bestens motiviert

DSC-Zuspielerin Mareike Hindriksen ist gegen ihren Ex-Klub MTV Allianz Stuttgart bestens motiviert

"Gegen einen Ex-Verein zu spielen, ist immer etwas Besonderes", sagt Mareike Hindriksen vor dem morgigen Bundesliga-Hit zwischen den DSC-Volleyballerinnen und Allianz MTV Stuttgart. Die 27-Jährige muss es wissen, denn diese Erfahrung machte sie häufiger als manch andere Spielerin.

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Die Ex-Stuttgarterin Mareike Hindriksen fühlt sich in ihrer neuen Heimat Dresden offensichtlich sehr wohl. Beim DSC spielt sie bisher eine gute Rolle.

Quelle: imago

Dresden. Nachdem die Regisseurin 2007 ihren Heimatverein Emlichheim verließ, sammelte sie Erfahrungen in Aachen, Suhl, Hamburg, noch einmal Suhl und in der vorigen Saison eben bei Stuttgart. Seit diesem Sommer gehört sie zum Kader des deutschen Meisters Dresden.

"Es ist nicht so, dass ich ständig die Vereine wechseln wollte. Es gab immer einen Grund dafür", betont die aufgeschlossene Blondine. In Suhl sei es einmal die Insolvenz gewesen, letzte Saison in Stuttgart plante der Verein nach dem Gewinn der Vizemeisterschaft nicht mehr mit ihr. Aber sie hege keinen Groll, habe sich überall wohlgefühlt und sei immer toll aufgenommen worden.

Für DSC-Trainer Alexander Waibl, der den Weg der Norddeutschen schon immer im Auge hatte, liegt das vor allem am Charakter der Zuspielerin: "Dass sie mit Herzblut bei der Sache ist und sich mit jedem Verein, für den sie spielt, voll identifiziert, erkennen auch die Fans und deshalb gehörte sie überall zu den Publikumslieblingen." Und der Coach, der nach dem Weggang von Molly Kreklow bei Hindriksen anrief und sie fragte, ob sie nicht Lust habe, beim Meister zu spielen, unterstreicht sein Lob nach den ersten Monaten gemeinsamer Arbeit: "Mareike ist für unsere Mannschaft ein echter Gewinn. Sie ist einfach ein toller Typ, ein sehr empathischer und emotionaler Mensch."

Nicht zuletzt ist sie trotz ihrer langjährigen Erfahrungen noch hungrig, sich weiterzuentwickeln, sich zu verbessern: "Deshalb bin ich zum DSC gekommen. Diese Herausforderung wollte ich annehmen, mich dem Konkurrenzkampf stellen." Auch wenn Alexander Waibl nie über die Rollenverteilung bei seinen beiden Zuspielerinnen sprechen wollte, gegenüber Mareike Hindriksen spielte der Coach aber schon mit offenen Karten. "Ich wusste, dass Laura Dijkema erst einmal gesetzt ist. Das war fair besprochen. Aber das stachelt umso mehr an, jeden Tag im Training sein Bestes zu geben und zu zeigen, was man drauf hat", meint die ehrgeizige Athletin.

Sie gibt aber auch zu "Natürlich möchte ich so oft es geht auf dem Feld stehen. Aber bis jetzt komme ich mit meiner Rolle gut klar, denn wir haben insgesamt eine starke Mannschaft." Und sie hat mit Alexander Waibl einen Trainer, der bei ihr Potenzial sieht, dass er gern herauskitzeln möchte. Deshalb muss die Spielmacherin ihre Technik umstellen. Keine leichte Aufgabe für gestandene Sportler.

Doch Hindriksen hat sich darauf eingelassen, in der Vorbereitung die eine oder andere Sonderschicht geschoben. "Dabei muss man dem Trainer total vertrauen und das tue ich. absolut", stellt Hindriksen klar, die den Grund für die Umstellung auch verinnerlicht hat: "Wir wollen mehr Druck aufbauen und schneller spielen", weiß sie. Inzwischen habe sie schon viel dazugelernt, auch wenn sich das Neue erst automatisieren muss und sie ab und zu selbst zu ungeduldig sei. "Natürlich verfällt der Athlet in Stress-Situationen in alte Muster, das ist normal. Aber Mareike bekommt das schon sehr gut hin", findet der DSC-Coach.

Auf die morgige Partie gegen ihren Ex-Verein freut sich Hindriksen, die sich in Dresden mittlerweile schon richtig verliebt hat und total glücklich sei, nun wieder ganz besonders: "Ich stehe noch in Kontakt zu einigen Spielerinnen, besonders zu Kim Renkema. Nicht zuletzt habe ich dort eine sehr schöne Saison erlebt, habe bei meiner dritten Finalteilnahme endlich den Pokal gewonnen und am Ende die Vizemeisterschaft. Jetzt hoffe ich auf ein sportlich spannendes Spiel, dass wir hoffentlich gewinnen werden." Damit das auch klappt, darf bei ihr eines nicht fehlen: "Vor jedem Spiel telefoniere ich mit meinen Eltern daheim. Das ist mein Ritual", verrät sie den Fans.

Astrid Hofmann

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