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DSC-Vorstandschef Dittrich will einen Anbau für die Margon-Arena

DSC-Vorstandschef Dittrich will einen Anbau für die Margon-Arena

Jörg Dittrich leitet seit 2010 als Vorstandschef die Geschicke der DSC-Volleyballerinnen. Mit dem Gewinn der Meisterschale ging auch für ihn ein großer Wunsch in Erfüllung.

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Seit 2010 bei den DSC-Volleyballdamen am Ruder: Jörg Dittrich.

Quelle: soccerfoto

Im DNN-Interview spricht der 45 Jahre alte Dachdeckermeister über neue Ziele, alte Probleme und eine bedenkliche Verzahnung.

Als Meister ist der DSC jetzt der Gejagte. Mit welchen Erwartungen sehen Sie der neuen Saison entgegen?

Ich sehe es als eine Ehre an, dass die Konkurrenten jetzt alle kommen, um den Meister zu besiegen. Der Titelgewinn hat einen gewissen Druck von uns genommen und ich hoffe, er verleiht uns noch mehr Gelassenheit. Dabei bin ich keinesfalls so vermessen zu glauben, dass wir jetzt zum Seriensieger avancieren. Ich bin überzeugt, dass es einfach eine coole Saison wird und ich freue mich, wenn es endlich wieder losgeht.

Die Euphorie nach dem Gewinn der Meisterschaft war groß. Hat sie sich auch wirtschaftlich ausgewirkt und die Türen zu neuen Sponsoren geöffnet?

Das lässt sich so nicht messen, doch es ist zu spüren, dass wir uns viel Sympathie erarbeitet haben. Auf jeden Fall gibt es keine Müdigkeit bei unseren Sponsoren. Sie haben signalisiert, dass sie unseren Weg des weiteren Wachstums mitgehen wollen, denn alle wissen, dass Stillstand am Ende Rückschritt bedeutet. Ich freue mich sehr, dass wir in den letzten Wochen und Monaten neue Unterstützer und Förderer begrüßen können, darunter sind drei große Sponsoren.

Die DSC-Damen haben in der letzten Saison den Zuschauerschnitt weiter gesteigert. Mit insgesamt 40631 Besuchern liegt der Verein klar an der Spitze. Wird die Margon-Arena bald zu klein?

Ich würde mir wünschen, dass die Arena bei jedem Spiel aus allen Nähten platzt. Es ist eine sehr schöne Halle, wenn auch nicht mehr die Jüngste. Wenn wir uns weiterentwickeln und mit der Konkurrenz Schritt halten wollen, brauchen wir Verbesserungen. So wird zum Beispiel dringend ein Anbau benötigt, in dem nicht nur unsere ViP-Gäste gute Bedingungen vorfinden, sondern auch die anderer Hallennutzer. Gemeinsam mit dem Kreissportbund haben wir uns deshalb an die Stadt gewandt. Der zweite Punkt sind die Hallennutzungszeiten. Wir werden da vom Kreissportbund großzügig behandelt, aber wir brauchen eher mehr statt weniger Trainingszeiten, damit zum Beispiel auch unser Nachwuchs besser mit der ersten Mannschaft verzahnt werden kann. Nicht zuletzt warten wir seit langem auf die Installierung einer neuen Tonanlage. Seit Bewilligung der Mittel ist bereits mehr als ein Jahr vergangen.

Apropos Nachwuchs. Mit acht Ausländerinnen stehen in dieser Saison so viele wie noch nie zuvor im Kader. Geht der DSC von seiner Philosophie, die eigenen Talente zu fördern und zu entwickeln, ab?

Nein, wir weichen nicht von unserem Weg ab, investieren auch künftig sehr viel in den Nachwuchs. Aber leider kommen derzeit nicht genügend Spielerinnen aus der Talenteschmiede, die das Niveau für unsere Erstliga-Vertretung mitbringen. Daran müssen wir verstärkt arbeiten. Da fallen uns jetzt auch alte Probleme auf die Füße, Fehler, die in der Vergangenheit bei der Sichtung gemacht wurden. Auch der abrupte Wechsel auf der Position des Bundesstützpunkttrainers von Jens Tietböhl zu Janek Matthes hat zu großen Irritationen geführt.

Mit Louisa Lippmann konnte ein deutsches Talent vom USC Münster nach Dresden gelotst werden. Wäre in dieser Hinsicht nicht mehr möglich gewesen?

Das ist ein wunder Punkt, über den wir auch mit dem neuen DVV-Sportdirektor schon gesprochen haben. Es ist kein Geheimnis, dass wir die offenkundige Verknüpfung zwischen der Nationalmannschaft und dem Klub in Schwerin kritisch sehen. Das führt zu einer Wettbewerbsverzerrung. Denn es ist klar, dass sich junge Spielerinnen lieber für einen Verein entscheiden, in dem ihnen der Weg in die Auswahl besonders gut geebnet wird.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.10.2014

A. Hofmann

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