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DSC-Volleyballerinnen ziehen nach Europapokal-Krimi ins Halbfinale ein

DSC-Volleyballerinnen ziehen nach Europapokal-Krimi ins Halbfinale ein

Als Katharina Schwabe den Ball zum 18:16 ins gegnerische Feld hämmerte, gab es für die DSC-Spielerinnen kein Halten mehr. Sie stürzten jubelnd im Knäuel übereinander und die 2238 Zuschauer feierten ihre Lieblinge mit stehenden Ovationen.

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Ein hartes Stück Arbeit, am Ende Jubel - hier bei Myrthe Schoot (li.) und Jaroslava Pencova.

Quelle: M. Rietschel

Über zwei Stunden hatten sie mit der Mannschaft des deutschen Vizemeister gebangt, gelitten und am Ende den bislang größten internationalen Erfolg gefeiert. Erstmals steht der deutsche Vizemeister im Halbfinale des europäischen CEV-Cups, wo er nun auf die russische Vertretung aus Jekaterinenburg trifft.

Nachdem die Elbestädterinnen das Hinspiel der Challenge Round bei Chimik Juschne in der Ukraine mit 3:1 gewonnen hatten, verloren sie gestern das Rückspiel in der Margon-Arena mit 1:3 (21:25, 25:21, 18:25, 23:25). Damit musste die Entscheidung im Golden Set fallen. Und der war an Dramatik kaum zu überbieten. Denn die Waibl-Schützlinge lagen beim letzten Seitenwechsel mit 5:8 zurück und schienen beim 10:13 bereits geschlagen. Doch mit einer unglaublichen Energieleistung kämpften sich die DSC-Damen auf 13:13 heran, Rebecca Perry wehrte dann sogar den ersten Satzball der Gäste ab und im dritten Anlauf konnte Katharina Schwabe das "Märchen" für ihr Team doch noch wahr machen.

"Wir haben das ganze Spiel mit angezogener Handbremse gespielt, uns aber dann im Tiebreak gesteigert und die Nerven behalten. Auch unsere Wechselspielerinnen haben daran einen wichtigen Anteil. Jetzt soll das Halbfinale für uns nicht die Endstation sein", sagte Zuspielerin Mareen Apitz nach dem Krimi. Alexander Waibl meinte: "Der Gegner hatte sich sehr gut auf uns eingestellt, vor allem auf unsere Top-Scorerin Rebecca Perry."

Der Coach hatte wie erwartet seine Stammformation aufgeboten. Doch nach einem 3:1-Start im ersten Satz gerieten die Elbestädterinnen schnell unter die Räder. Mit einer wackligen, unpräzisen Annahme und vielen leichten Fehlern machte sich der DSC das Leben selbst schwer. Die im Hinspiel mit 26 Zählern erfolgreichste Punktesammlerin Rebecca Perry biss sich immer wieder am gegnerischen Block die Zähne aus. So gerieten die DSC-Damen schnell mit 4:11 in Rückstand. Alexander Waibl wechselte Kristina Mikhailenko auf der Diagonalen für die um ihre Form ringende Lisa Izquierdo ein. Nun ging ein Ruck durch die Reihen der Dresdnerinnen und sie kämpften sich auf 14:15 heran. Doch wie gewonnen, so zerronnen, der Satz ging an die Gäste. Im zweiten Durchgang stabilisierten die Waibl-Schützlinge ihre Annahme, konnten sich aber vor allem über eine starke Blockabwehr den Ausgleich sichern. Der dritte Durchgang ähnelte dann wieder dem ersten. Im vierten Satz führte der DSC schon 19:16, doch Juschne drehten den Spieß noch um, verwandelte nach 110 Minuten den zweiten Matchball. Dann begann das Drama erst.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.02.2014

A. Hofmann

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