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DSC-Volleyballerinnen wollen am Sonntag in Mannheim Pokalsieger werden

Das große Kribbeln hat begonnen DSC-Volleyballerinnen wollen am Sonntag in Mannheim Pokalsieger werden

Am Sonntag möchten die Spielerinnen von Trainer Alexander Waibl zum vierten Mal den DVV-Pokal gewinnen. Beim erstmals in Mannheim ausgetragenen Finale gegen das Team aus Stuttgart werden rund 900 Dresdner Fans dem DSC den Rücken stärken.

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Lisa Izquierdo ist nach Verletzungspause im Finale wieder einsatzfähig.

Quelle: Dehli-News

Dresden. Langsam steigt die Spannung. Als die DSC-Volleyballerinnen am Freitagabend in Klotzsche aus dem Bus und später in den Flieger nach Frankfurt steigen, ist das Kribbeln bereits zu spüren. Nur noch zweimal schlafen, dann geht es am Sonntag um 14.05 Uhr in der Mannheimer SAP-Arena um den ersten Titel der Saison. „Ja, jetzt kommt langsam ein wenig Aufregung“, meint Louisa Lippmann, die trotzdem ein entspanntes Lächeln auf den Lippen hat. „Bisher war durch unsere Reise nach Moskau und zurück kaum Zeit und Gelegenheit, über das Pokalfinale nachzudenken“, gibt die Diagonalangreiferin zu. Auch Katharina Schwabe, die wie ihre Teamgefährtin zum ersten Mal in einem Pokalendspiel steht, meint kurz vorm Besteigen des Fliegers lachend: „Ich freue mich tierisch auf dieses Finale und die ganze Atmosphäre.“

Wie die anderen Spielerinnen auch, hatte die Angreiferin von der Rückkehr aus Russland am Donnerstagmittag bis zur gestrigen Abreise ein gut durchorganisiertes Programm. „Wir haben eine kurze Regeneration absolviert, danach wollten die meisten Spielerinnen nur noch schlafen“, erzählt Trainer Alexander Waibl. Am Freitag konnten seine Damen dann zumindest einmal ausschlafen, bevor die letzte Trainingseinheit in der heimischen Arena auf dem Plan stand. „Wir wollten möglichst wenig von unseren gewohnten Abläufen verändern. Sonst richtet man noch mehr den Fokus auf das Ereignis und steigert die Nervosität“, weiß der Coach aus Erfahrung.

Der Weg ins Finale

Achtelfinale: Offenburg – DSC 0:3

Stuttgart – Vilsbiburg 3:0

Viertelfinale: Wiesbaden – DSC 1:3

Stuttgart – Schwerin 3:2

Halbfinale: DSC - Aachen 3:1

Stuttgart – Münster 3:0

Am Sonnabend Mittag wird er seine Schützlinge zum ersten Training in die SAP-Arena bitten, anschließend gibt es noch ein paar Videostudien und am Sonntagvormittag das Abschlusstraining. „Durch das Champions-League-Spiel in dieser Woche blieb nicht viel Zeit, um uns auf den Pokalgegner Stuttgart vorzubereiten. Wir werden uns vor allem auf unser Spiel konzentrieren. Natürlich wissen wir, dass es ein ganz harter Brocken wird, denn der Titelverteidiger verfügt über einen starken Kader mit großer Qualität“, zollt der gebürtige Stuttgarter dem Gegner Respekt. So hat der spanische Trainer Guillermo Naranjo Hernandez mit der Ex-Dresdnerin Femke Stoltenborg und der US-Amerikanerin Valerie Nichol zwei gleichwertige Zuspielerinnen und auch auf der Diagonalen kann er mit der Belgierin Kaja Grobelna und der Niederländerin Deborah van Daelen zwei ebenbürtige Spielerinnen aufbieten. Auch im Außenangriff gehört Kapitän Kim Renkema zu den auffälligsten Spielerinnen in der Liga. Zuletzt hatte sich der Vizemeister noch mit der deutschen Annahme- und Abwehrspezialistin Lisa Thomsen verstärkt.

Zum Glück für den DSC kam noch Entwarnung von Kathleen Slay. Die Mittelblockerin hatte in Moskau einen Ball aufs Auge bekommen und plagte sich danach mit einigen Problemen. „Das war aber alles schon wieder am Abklingen“, kann Waibl vor dem „Spiel des Jahres“ aufatmen, dass er nun am Sonntag seinen kompletten Kader zur Verfügung hat. Dabei wird wichtig sein, welches Team zuerst die Nervosität ablegen kann und schnell seinen Spielrhythmus findet. Allerdings kann Mareike Hindriksen, die im vergangenen Jahr noch mit Stuttgart den Pott holte, ihre Mitspielerinnen beruhigen. Denn vor einem Jahr hatte sie mit MTV gegen Aachen schon mit 0:2 zurückgelegen und dann noch die Wende geschafft.

Fakten zum Finale

Live im TV – SPORT1 wird ab 14 Uhr fünf Stunden vom DVV-Pokalfinale berichten und damit die längste Live-Strecke im Volleyball in der Sendergeschichte zeigen. Außerdem berichten das ZDF, die ARD, MDR, SWR, RBB, regionale Sendeanstalten sowie www.sportdeutschland.tv. Insgesamt werden 115 Journalisten vor Ort sein.

Im neuen Trikot laufen die DSC-Damen beim Finale auf. Das Modell in Rot bzw. Schwarz (Libero) ist mit einem Emblem versehen, das das DSC-Logo mit dem des Pokalfinals vereint. Zudem ist das Datum der Partie aufgedruckt.

Norisha Campbell: Vor zwei Jahren stand sie selbst beim Pokalfinale im Kader von Vilsbiburg. Das „Golden Girl“, das durch „the Voice of Germany“ über den Volleyballsport hinaus bekannt wurde, präsentiert vor Spielbeginn die neuen Pokale. Vor den Siegerehrungen singt sie die Nationalhymne.

Zuschauer: 11 100 Zuschauer erlebten am 19. März 2006 in Halle/Westfalen das Pokalfinale. Es ist bis heute der Zuschauerrekord für ein Volleyballspiel auf deutschem Boden. Der wackelt, für Sonntag sind schon 11 000 Tickets verkauft.

Von Astrid Hofmann

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