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DSC-Volleyballerinnen im Tief: Jetzt bleibt "nur" noch die Meisterschaft

DSC-Volleyballerinnen im Tief: Jetzt bleibt "nur" noch die Meisterschaft

Die DSC-Volleyballerinnen sind binnen sieben Tagen in zwei Wettbewerben ausgeschieden. Vor einer Woche scheiterten die Schützlinge von Trainer Alexander Waibl mit einer 0:3-Niederlage gegen Schwerin im DVV-Pokal-Viertelfinale.

Dresden.

Von Astrid Hofmann

Dresden. Die DSC-Volleyballerinnen sind binnen sieben Tagen in zwei Wettbewerben ausgeschieden. Vor einer Woche scheiterten die Schützlinge von Trainer Alexander Waibl mit einer 0:3-Niederlage gegen Schwerin im DVV-Pokal-Viertelfinale. Am Dienstag verloren die Elbestädterinnen das vorletzte Gruppenspiel in der Champions League beim polnischen Team Tauron MTS Dabrowa Gornicza ebenfalls mit 0:3 und sind damit schon vor der letzten Partie kommende Woche gegen Baku als Gruppenletzter aus dem Wettbewerb raus.

Zumindest im Pokal, wo sich die Dresdnerinnen das Erreichen des Finales in Halle/Westfalen auf die Fahnen geschrieben hatten, wurde ein Saisonziel schon verfehlt. Bereits in den letzten beiden Jahren fand das Endspiel ohne den DSC statt. Deshalb gibt auch Waibl zu: "Das Pokal-Aus tut schon mehr weh. Allerdings hatten wir mit Titelverteidiger Schwerin auch den härtesten Brocken." In der Champions League seien die Erwartungen ohnehin nicht hoch gewesen.

"Beim Modus in diesem Jahr war die Chance auf das Weiterkommen von vornherein sehr gering. Deshalb betrachte ich jedes Spiel in der Königsklasse für sich und da haben wir mit dem 2:3 in Istanbul und dem 3:2-Sieg daheim gegen Gornicza gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Unserer jungen Truppe fehlt es einfach noch an Stabilität", erklärt der Coach, der noch einmal betont: "Das Wichtigste ist, dass sich die Mannschaft weiterentwickelt."

Ähnlich sieht es auch Vorstandschef Jörg Dittrich: "Wir haben vor dem Saisonstart gesagt, dass wir unsere Ziele aufgrund des neuformierten Teams und auch der langwierigen Verletzungsausfälle von Kerstin Tzscherlich und Anne Matthes nicht so hoch ansetzen. Ich gebe allerdings auch zu, dass meine persönlichen Erwartungen schon etwas größer waren. Bisher hat die Mannschaft zwei Gesichter gezeigt. Irgendwie fehlt das Siegergen. Wir haben uns in den letzten Jahren an eine Schwelle herangearbeitet, können sie aber nicht so richtig überschreiten. Wenn ich wüsste, woran es liegt, würden wir das ändern. Natürlich bin ich erst einmal enttäuscht und traurig, aber wir werden intern darüber sprechen", sagt Dittrich.

Fakt ist, dass der DSC den Ausfall von Tzscherlich und Matthes bislang nicht kompensieren konnte. Denn die Schwächen in der Annahme sind schon seit Saisonbeginn unübersehbar, auch an den jeweiligen Quoten deutlich abzulesen. Die Neuformierung des Annahmeriegels ohne die beiden deutschen Nationalspielerinnen funktioniert noch nicht wie gewünscht, zumal mit Martina Utla eine Spielerin kam, die zwar im Angriff punktet, aber in Annahme und Abwehr deutliche Schwächen hat. Aufgrund der Annahmeprobleme können dann natürlich die Zuspielerinnen die Bälle nicht so variabel verteilen wie erwünscht. Auffällig zuletzt auch die etwas mageren Angriffsquoten von der Diagonalposition, die mehrfach unter 40 Prozent lagen. Mit Tzscherlich und Matthes fehlen zudem Führungspersönlichkeiten, die die anderen mitreißen.

Deshalb ist Waibl froh, dass er demnächst mit seinen Spielerinnen wieder mehr Zeit zum Training hat. Zudem arbeiten die Verletzten in der Reha fleißig an ihrem Comeback. "Natürlich wollen wir uns in der Meisterschaft steigern", hebt Waibl hervor. Und Dittrich weiß auch: "Natürlich wächst jetzt der Druck in der Bundesliga für uns. Da müssen wir uns auf jeden Fall einer gewissen Erwartungshaltung stellen, die Backen zusammenkneifen und beißen." Schon am Sonnabend ist dafür Gelegenheit, wenn Spitzenreiter Wiesbaden in der Margon-Arena gastiert. Kommenden Dienstag verabschiedet sich der DSC dann mit dem Heimspiel gegen Azzerail Baku aus der Champions League. "Trotz allem freue ich mich auf dieses Spiel, denn es ist ein weiteres Match, das uns voranbringt", ist Alexander Waibl überzeugt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.12.2012

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