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DSC-Volleyballerinnen gewinnen im Pokal mit 3:1 in Potsdam - Hoffen auf ein Heimspiel

DSC-Volleyballerinnen gewinnen im Pokal mit 3:1 in Potsdam - Hoffen auf ein Heimspiel

Als Stefanie Karg nach 96 Minuten in der MBS-Arena am Luftschiffhafen mit einem Aufschlag-Netzroller den Matchball verwandelte, sprangen die DSC-Spielerinnen jubelnd auf ihren Kapitän zu.

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DSC-Geburtstagskind Juliane Langgemach (r.) versucht mit einem Schmetterschlag, den Block der Potsdamerinnen zu überwinden.

Quelle: Gerhard Pohl

Damit war der 3:1-Sieg (17:25, 25:20, 25:15, 25:22) gegen den SC-Potsdam perfekt. Nach der 1:3-Schlappe fünf Tage zuvor im Punktspiel an gleicher Stelle konnte sich der deutsche Meisterschaftszweite im Achtelfinale des DVV-Pokals eindrucksvoll revanchieren und den Einzug ins Viertelfinale feiern.

Vor allem Geburtstagskind Juliane Langgemach. die gestern 19 Jahre jung wurde und für die verletzte Jaroslava Pencova (Bänderriss) einspringen musste, strahlte übers ganze Gesicht. "Natürlich war ich aufgeregt. Aber ich denke, ich habe besser als am Sonnabend gespielt", meinte sie. Neben den Süßigkeiten auf der Hinfahrt hatte sie für die Mannschaft natürlich auch etwas zum Anstoßen im Bus kaltgestellt.

Vor 825 Zuschauern waren die DSC-Damen stark gestartet und führten schnell mit 6:3. Doch eine Aufschlagserie von Jessica Rivero brachte die Elbestädterinnen völlig aus dem Rhythmus. Ihnen gelang nicht mehr viel, die Annahme wackelte, der Block packte nicht zu und auch sonst unterliefen den Waibl-Schützlingen zu viele Fehler. "Wir wollten uns den Frust von der Seele spielen und waren wie die Feuerwehr gestartet, wurden dann aber unsicher. Da steckte uns schon die Niederlage vom Sonnabend noch in den Knochen", gab Stefanie Karg später zu.

Auch Zuspielerin Mareen Apitz gestand: "Wir waren schon sehr angespannt nach der Niederlage vom Sonnabend. Dazu ist der Druck im Pokal enorm hoch, schnell auszuscheiden. Doch nach dem ersten Satz wussten wir, so kann es nicht weitergehen."

Trainer Alexander Waibl reagierte, stellte seinen Annahmeriegel um, wechselte seinen "Edel-Joker" Katharina Schwabe für Shanice Marcelle ein. Das zeigte ab dem zweiten Satz Wirkung. Die Gäste stabilisierten sich in der Annahme und auch in allen anderen Bereichen. Nun diktierten sie das Geschehen auf dem Feld, hatten die Potsdamer Angreiferinnen in der Block- und Feldabwehr gut im Griff und punkteten selbst vor allem über Lisa Izquierdo und Rebecca Perry.

Mit einer 8:5-Führung im vierten Satz schienen die Dresdnerinnen endgültig die Weichen auf Sieg zu stellen. Doch plötzlich verloren sie noch einmal den Faden und brachten damit die Potsdamerinnen wieder zurück ins Spiel. Dennoch blieben sie trotz eines 14:17-Rückstandes ruhig. Eine Aufschlagserie von Lisa Stock brachte die Gäste wieder heran und in der Schlussphase ließen sich die DSC-Damen nun den Sieg nicht mehr nehmen.

"Wir waren im Kopf diesmal etwas frischer als am Sonnabend, haben vor allem in der Block-Feldabwehr besser agiert. Die Umstellung des Annahmeriegels brachte den erwünschten Effekt", schätzte Alexander Waibl ein und bestätigte: "Wir haben im vierten Satz noch einmal Luft rangelassen. Ein fünfter Satz wäre sicher gefährlich geworden. Doch die Mädels haben absolut die Nerven behalten." Rebecca Perry, die zur wertvollsten Spielerin gekürt wurde, meinte jedoch: "Wir sind gewohnt, solche Rückstände aufzuholen. Aber natürlich war der Druck ziemlich hoch. Ich habe schon gehört, wie toll es in Halle/Westfalen sein soll. Deshalb möchte ich natürlich sehr gern dorthin." Alexander Waibl hofft bei der heutigen Auslosung des Viertelfinales vor allem erst einmal auf eines: "Ein Heimspiel. Das wäre nach fünf Jahren ja fast eine Sensation."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.11.2013

Astrid Hofmann

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