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DSC-Volleyballerinnen gewinnen gegen Vizemeister Stuttgart mit 3:1

Gina Mancuso taut langsam auf DSC-Volleyballerinnen gewinnen gegen Vizemeister Stuttgart mit 3:1

Gina Mancuso hatte großen Anteil daran, dass die DSC-Volleyballerinnen das Spitzenspiel gegen Vizemeister Allianz MTV Stuttgart am vierten Spieltag mit 3:1 (25:20, 25:22, 24:26, 28:26) für sich entschieden. Und so erhielt die Außenangreiferin auch die MVP-Goldmedaille als wertvollste Spielerin.

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DSC-Außenangreiferin Gina Mancuso überspielt den Stuttgarter Block von Kaja Grobelna und Caroline Jarmoc (v. r.).

Quelle: soccerfoto

Dresden. Als der Hallensprecher am Sonnabend Gina Mancuso zur Ehrung als wertvollste Spielerin nach vorn rief, riss die US-Amerikanerin die Arme hoch. Strahlend nahm die 24-Jährige die MVP-Goldmedaille in Empfang. Und das völlig zu Recht. Denn die Außenangreiferin hatte großen Anteil daran, dass die DSC-Volleyballerinnen das Spitzenspiel gegen Vizemeister Allianz MTV Stuttgart am vierten Spieltag mit 3:1 (25:20, 25:22, 24:26, 28:26) für sich entschieden. Mit 19 Zählern war sie neben ihrer punktgleichen Landsfrau Michelle Bartsch erfolgreichste Scorerin des Meisters und begeisterte die 2680 Zuschauer immer wieder mit explosiven Angriffsschlägen.

Offensichtlich ist der Knoten jetzt beim DSC-Neuzugang geplatzt. Denn in den ersten Spielen der Saison lief es bei der mit vielen Vorschusslorbeeren nach Dresden gewechselten Schwester von Ex-Publikumsliebling Dani Mancuso (jetzt Helu, spielte 2009-2011 beim DSC) überhaupt nicht nach Wunsch. Sowohl gegen Münster (5 Punkte) als auch gegen Köpenick (0) wurde die Außenangreiferin, die schon in Baku (Aserbaidschan) und Gornicza (Polen) Erfahrungen sammelte, schnell ausgewechselt. Frust und Enttäuschung standen ihr beide Male ins Gesicht geschrieben. "In den ersten Partien hat bei mir nichts funktioniert. Es ist mir schnell klar geworden, dass es eine Kopfsache ist. Nach diesen beiden Spielen habe ich versucht, daran zu arbeiten. Ich wollte mich nur noch auf den nächsten Punkt konzentrieren und nicht über meine Fehler nachdenken", erläutert Mancuso.

Die Art und Weise, wie die aus Nebraska stammende Athletin dem Problem zu Leibe rückte, dürfte dabei nicht ganz alltäglich sein. "Dieses Umdenken begann damit, dass ich laute Selbstgespräche mit mir geführt habe. Man hat so viele verschiedene Gedanken in seinem Kopf, aber man muss lernen, sich auf das Positive zu konzentrieren. Das habe ich mir bewusst gemacht", sagt Mancuso, die auch viel gelesen hat, unter anderem in der Bibel. In Schwerin musste sie als Wechselspielerin mit Kurzeinsätzen zufrieden sein, denn Lisa Izquierdo leistete sich kaum Schwächen. Doch nachdem sich das Dresdner Eigengewächs eine Wadenzerrung zuzog und ausfiel, stand Mancuso gegen Istanbul wieder in der Stammformation. Und sie ergriff die Chance, die sich ihr durch die Verletzung ihrer Teamgefährtin plötzlich wieder auftat, ließ einen Aufwärtstrend erkennen. Sie avancierte gegen Fenerbahce mit zwölf Zählern zur zweitbesten Punktesammlerin.

Gegen Stuttgart spielte sie sich nun endgültig aus dem Tief. Das sieht auch Trainer Alexander Waibl so: "Sie hat sich zuletzt stets in allen Elementen entwickelt, auch in Annahme und Abwehr. Nicht zuletzt überzeugte sie gegen den Vizemeister auch mit ihrer Emotionalität, ihrer Begeisterungsfähigkeit. Dabei nähert sie sich der Leistung an, die in ihr steckt." Der Coach, der von ihrem Potenzial überzeugt ist, weiß: "Sie hatte zwei nicht so erfolgreiche Jahre und da muss man erst einmal wieder Selbstvertrauen tanken. Außerdem braucht es eine gewisse Zeit, bis sich die Zuspielerinnen und Gina aufeinander einstellen. Ich denke, so langsam taut sie auf." Dabei traut er seinem Schützling noch viel mehr zu und glaubt, dass sich Mancuso noch weiter verbessern wird. Nach der harten Woche mit Niederlagen gegen Schwerin und Istanbul ist der DSC jedenfalls zurück in der Spur.

Astrid Hofmann

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