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DSC-Volleyballerinnen feiern Sieg gegen Dinamo Moskau

DSC-Volleyballerinnen feiern Sieg gegen Dinamo Moskau

Alexander Waibl hatte eine lange Nacht. "Nach so einem Abend kann ich nicht gleich schlafen, da will ich auch gar nicht so schnell den Puls runterfahren. Ich habe mir das Video vom Spiel noch einmal in Ruhe angesehen, bin erst gegen fünf Uhr morgens ins Bett", erzählt der Trainer der DSC-Volleyballerinnen, der am Mittwoch mit seinem Team einen der bislang größten Erfolge auf internationalem Parkett feierte.

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Zu Beginn war es ruhig in der Margon-Arena, als die DSC-Damen nach fünf langen Sätzen den Sieg feierten, tobte die Halle; unter den applaudierenden Zuschauern war auch Dynamo-Trainer Stefan Böger (kleines Foto). Fotos: Frank Dehlis

Quelle: Dehli-News / Frank Dehlis

"Ich setze diesen Sieg gegen ein Star-Ensemble wie Dinamo Moskau emotional auf eine Stufe mit einen Pokalsieg oder mit dem Gewinn des Challenge Cups", meint der 46-Jährige, der auch seinen Spielerinnen einräumte, diesen Sieg zu genießen. "Eigentlich wollten wir schon wieder die Video-Vorbereitung für die Partie gegen Wiesbaden machen, aber das haben wir um einen Tag verschoben. Es ist sicher nicht ganz so leicht, jetzt wieder zur Tagesordnung überzugehen", weiß er.

Obwohl er schon seit Beginn der Saison vom Potenzial seines Kaders überzeugt ist, hat ihn sein Team gegen Moskau überrascht. "Dass wir ab dem dritten Satz mit solcher Konstanz auf hohem Niveau spielen, das hätte ich jetzt noch nicht erwartet. Gerade weil Molly Kreklow und Michelle aus einer längeren Pause kamen. Beide haben ein Riesenspiel gemacht", lobt Waibl die Regisseurin und die Außenangreiferin, die mit 21 Zählern erfolgreichste Scorerin war. "Unsere Idee war, dass wir die Russinnen mit unserer Geschwindigkeit schlagen, nicht nur über die Mitte, sondern auch über die Außen. Das ist perfekt aufgegangen", freut sich der DSC-Trainer, der aber vor allem auch die Einstellung, den Willen seiner Schützlinge hervorhebt: "Nach dem ersten Satz haben die Mädels schon gemerkt, dass ich genervt war, weil wir uns zu viele Fehler geleistet haben und nicht das gespielt haben, was wir können. Aber dann haben sie ihre Nervosität abgelegt und sich vor allem nach dem ersten Satzgewinn nicht zufrieden gegeben. Es war beeindruckend, wie hungrig sie weitergemacht haben, wie die Zuschauer hinter dem Team standen, wie es abging in der Halle und wir dadurch auch unseren Heimvorteil nutzen konnten." Kapitän und Libero Myrthe Schoot bestätigt das: "Anfangs waren wir noch zu leise. Ich habe im dritten Satz zu Lisa Izquierdo gesagt, jetzt machen wir hier richtig Party und dann ist auch der Funke übergesprungen. Und mehr und mehr kam bei uns das Vertrauen in die eigene Stärke", so die Niederländerin, die mit einer positiven Annahmequote von 89 Prozent maßgeblichen Anteil daran hatte, dass Regisseurin Molly Kreklow ein schnelles Spiel aufziehen und ihre Angreiferinnen perfekt in Szene setzen konnte.

Mit Michelle Bartsch (21), Jaroslava Pencova (19), die ebenfalls eine überragende Leistung bot, Kristina Mikhailenko, Lisa Izquierdo (je 17) und Cursty Jackson (13) punkteten immerhin fünf DSC-Spielerinnen zweistellig. Damit waren die Dresdnerinnen sehr variabel und für den Kontrahenten schwer ausrechenbar. Doch Alexander Waibl weiß auch: "Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Dieser Sieg wird dazu führen, dass je- der andere Gruppen-Gegner jetzt noch mehr auf uns fokussiert ist." Weiter hart arbeiten bleibt deshalb seine Devise. Myrthe Schoot sagt: "Am Sonnabend gegen Wiesbaden wird ein ganz anderes Spiel. Wir haben zwar Selbstvertrauen getankt, aber auch in der Liga wird uns deshalb kein Punkt geschenkt."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.11.2014

Astrid Hofmann

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