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DSC-Volleyballdamen gewinnen gegen Aachen und verlieren Lisa Izquierdo

DSC-Volleyballdamen gewinnen gegen Aachen und verlieren Lisa Izquierdo

Glück und Leid, grenzenloser Jubel und bittere Tränen erlebten die 2756 Zuschauer gestern Abend in der Margon-Arena. Nach dramatischen zwei Stunden konnten die Volleyballerinnen des Dresdner SC zum vierten Mal in Folge den Einzug ins Meisterschaftsfinale feiern.

Dresden.

Zugleich haben sie damit auch die Qualifikation für die Champions League in der Tasche, da der deutsche Verband in der kommenden Saison zwei reguläre Startplätze für die Königsklasse hat. Nach einem Krimi und einem Auf und Ab der Gefühle bezwangen die Waibl-Schützlinge im dritten und entscheidenden Playoff-Halbfinalspiel die Ladies in Black Aachen mit 3:2 (25:21, 23:25, 25:14, 21:25, 15:9).

Doch der Sieg schmeckte nicht nur süß, sondern hatte einen bitteren Beigeschmack. Denn im Finale gegen die Roten Raben Vilsbiburg, die sich ebenfalls in fünf Sätzen gegen Wiesbaden durchsetzten, müssen die Dresdnerinnen auf ihr Energiebündel Lisa Izquierdo verzichten. Die 19-Jährige sprang im vierten Satz beim 14:14 am Netz unglücklich ihrer Mannschaftsgefährtin Jara Pencova auf den Fuß und knickte selbst mit dem linken Fuß um und zog sich nach ersten Erkenntnissen eine schwere Sprunggelenksverletzung zu. Für die Nationalspielerin dürfte damit die Saison beendet sein. Nach dem Kreuzbandriss von Rebecca Perry, die ebenfalls nicht mehr zum Einsatz kommen kann, muss der DSC ein weiteres schweres Handicap wegstecken.

"Wir müssen mit mehr Energie und Aggressivität spielen", hatte Trainer Alexander Waibl vor dem Entscheidungsspiel gefordert. Seine Schützlinge zeigten die erhoffte Reaktion, standen von Beginn an mit völlig anderer Körpersprache als noch am Ostersonnabend in Aachen auf dem Feld. Nur im zweiten Satz leisteten sich die Gastgeberinnen nach der 16:13-Führung eine kurze Schwächephase. "Da hätten wir schon mit 2:0 in Führung gehen müssen", meinte Regisseurin Mareen Apitz, die trotz Rückenproblemen im Vorfeld eine blendende Leistung bot. Doch umso deutlicher dominierten die DSC-Damen im dritten Abschnitt. Es war deutlich zu sehen, dass sie sich gegenüber dem letzten Spiel im Angriff und vor allem auch der Blockabwehr steigern konnten.

Als sich Lisa Izquierdo, die ihre Mitspielerinnen mit ihrer ansteckenden Freude und Emotionalität immer wieder mitriss, verletzte, musste sich das Team erst einmal neu sortieren. Nationalspielerin Corina Ssuschke-Voigt kam für Jaroslava Pencova und Shanice Marcelle ersetzte Izquierdo. So nutzte die Ladies in Black Aachen die Gunst der Stunde und erzwangen den Tiebreak. Alexander Waibl nahm seine Schützlinge vor Beginn des entscheidenden Durchgangs noch einmal zusammen und sagte, sie sollen noch einmal alles geben, vor allem auch für ihre beiden verletzten Spielerinnen. Das setzte die Mannschaft mit heißen Herzen und angepeitscht von der "siebten Frau" auf den Rängen grandios in die Tat um.

"Die Halle hat uns getragen. Unser Wille im fünften Satz war riesengroß und wir hatten auch immer Blickkontakt zu Lisa Izquierdo", so Mareen Apitz und Corina Ssuschke-Voigt fand: "Ausschlaggebend war eine absolut geschlossene Mannschaftsleistung." Begeistert von seinem Team war auch Alexander Waibl: "Wie die Mädels sich nach dem vierten Satz zurückgemeldet haben, so etwas erlebt man selten. Das war einfach sensationell."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.04.2014

Astrid Hofmann

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