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DSC-Volleyballdamen bezwingen Rote Raben mit 3:0

DSC-Volleyballdamen bezwingen Rote Raben mit 3:0

Die DSC-Volleyballerinnen hatten vor dem Spitzenspiel gegen die Roten Raben ihrem "Pechvogel" Katharina Schwabe ein Versprechen abgegeben.

Dresden.

"Schwabi, wir spielen und gewinnen für dich, haben die Mädels vorher zu mir gesagt", erzählte die 21-Jährige später mit einem Lächeln. Der glatte 3:0-Sieg (25:15, 25:23, 25:21) ihrer Mannschaft gegen den Pokalsieger und Vizemeister aus Bayern trocknete die Tränen der Angreiferin, die sie nach ihrem Kreuzbandriss in dieser Woche reichlich vergossen hatte. "Die Mannschaft hat ein geiles Spiel abgeliefert, jetzt kann ich mit beruhigtem Gefühl nach Hause gehen", meinte Schwabe, die vor der Partie mit Knieorthese aufs Spielfeld gehumpelt war und von den Fans mit selbstgemalten Schildern ("Alles Gute Schwabi! Komm bald wieder") Trost bekam.

Auch wenn es Katharina Schwabe in den folgenden 76 Minuten kaum auf ihrem Stuhl hielt: Sorgen musste sie sich um ihre Kolleginnen nicht machen. Sie und die restlichen 2714 Zuschauer erlebten einen starken Auftritt des Gastgebers, der die Raben im ersten Satz mit druckvollen Aufgaben gar nicht erst ins Spiel kommen ließ und fast fehlerlos agierte. Maßgeblichen Anteil daran hatte Lisa Izquierdo, für die diese Partie eine ganz besondere war. Die 20-Jährige absolvierte nach einem Infekt nicht nur ihr erstes Saisonspiel, sondern sie gab ihr Comeback nach schwerer Verletzung in der Vorsaison. Am 23. April hatte sie sich im Playoff-Halbfinale gegen Aachen an gleicher Stelle einen Syndesmosebandriss im Fuß zugezogen, fehlte deshalb auch im Meisterschaftsfinale gegen Vilsbiburg. "Ich war tierisch aufgeregt und musste auch immer wieder an die Situation von damals denken", gab die Angreiferin später zu. Anmerken ließ sie sich das kaum, sie avancierte mit 15 Punkten hinter Kristina Mikhailenko (16) zur zweitbesten Scorerin, kratzte zudem immer wieder viele Bälle in der Abwehr vom Boden, weshalb Trainer Alexander Waibl bemerkte: "Sie ist eben eine Katze. Lisa hat ein Riesenspiel gemacht." Dagegen zeigte sich Izquierdo eher selbstkritisch: "Ich bin noch nicht zufrieden, in der Annahme muss ich besser werden."

Im zweiten und dritten Satz leisteten die Roten Raben mehr Gegenwehr, zumal sich bei den Gastgeberinnen kleine Ungenauigkeiten einschlichen. Doch in den entscheidenden Phasen bewiesen die DSC-Damen Nervenstärke. Kristina Mikhailenko band mit dem zweiten Matchball den "Sack zu". Zur Wertvollsten Spielerin wurde Mittelblockerin Cursty Jackson gewählt, die nicht nur neun Punkte zum Erfolg beisteuerte, sondern auch sonst mit ihrer Athletik und Präsenz überzeugte. "Ausschlaggebend war, dass wir das Aufschlag-Annahme-Duell gegen Vilsbiburg für uns entschieden haben, im Angriff ausgeglichener und auch im Block besser waren", so die Analyse von Alexander Waibl, der nach dem ersten 3:0-Sieg der Saison meinte: "Unter den gegebenen Umständen mit unseren Verletzungssorgen hätte der Saisonstart nicht besser ausfallen können."

Wie das am Sonnabend erstmals verkaufte Saisonheft verrät, hat der Meister noch einen anderen Grund zur Freude. Obwohl noch nicht offiziell verkündet, steht dort zu lesen, dass die Deutsche Telekom als neuer Premiumsponsor beim DSC einsteigt. Das Unternehmen, das unter anderen auch den FC Bayern München unterstützt, wird drittgrößter Partner und die Dresdnerinnen auf ihren Auswärtsreisen sichtbar begleiten. Das Waibl-Team rollt demnächst mit einem Bus in Magenta-Farbe über die Straßen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.11.2014

Astrid Hofmann

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