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DSC Volleyball: Alexander Waibl sieht seine Damen auf dem richtigen Weg

DSC Volleyball: Alexander Waibl sieht seine Damen auf dem richtigen Weg

Alles beim Alten in der Volleyball-Bundesliga der Damen - so könnte man nach dem hochkarätig besetzten 7. Dippold-Turnier in Dippoldiswalde meinen.

Dresden .

Abgerechnet wird allerdings erst am Ende der Saison. Im gestrigen Endspiel standen sich mit dem Schweriner SC und dem Dresdner SC Meister und Vizemeister der letzten Saison gegenüber. Der Titelverteidiger aus Mecklenburg behielt mit 3:1 (25:22, 25:21, 14:25, 25:20) die Oberhand, sicherte sich den Turniersieg und signalisierte an die Konkurrenz, dass der Gewinn der Meisterschale einmal mehr nur über die Buijs-Schützlinge geht. Dabei blieb der Double-Gewinner als einzige der sieben Mannschaften in Dippoldiswalde unbesiegt, gab nur im Halbfinale gegen Hamburg (3:1) und im Finale einen Satz ab. Dennoch liegt auch vor den Mecklenburgerinnen noch ein langer Weg, die Konkurrenz schläft nicht.

Zu den stärksten Herausforderern dürfte - das ist die erfreuliche Erkenntnis nach diesem letzten Härtetest vor Saisonbeginn - erneut das Team vom DSC gehören. Obwohl noch vier verletzte Spielerinnen zum Zuschauen verurteilt waren, machten die herzerfrischenden Auftritte Lust auf mehr. Auch wenn die Schützlinge von Trainer Alexander Waibl in der Vorrunde eine Partie gegen Hamburg abgaben und auch im Finale den Kürzeren zogen, so zeigten sie jedoch, welches Potenzial in den neuformierten Reihen steckt.

Ein glückliches Händchen hatte der Coach auf jeden Fall mit der Verpflichtung der belgischen Nationalspielerin Laura Heyrmann. Die 19-jährige Mittelblockerin begeisterte gleich bei ihren ersten Auftritten im DSC-Dress, sie wird den Konkurrenzkampf auf dieser Position kräftig anheizen. Auch die beiden anderen Neuzugänge Myrthe Schoot und Martina Utla steigerten sich. Und die Talente aus der eigenen Kaderschmiede - allen voran Lisa Izquierdo und Magdalena Gryka - spielten sich in die Herzen der Fans. So bewies zum Beispiel Lisa Izquierdo, dass sie sowohl auf der Diagonalen als auch im Außenangriff einsetzbar ist. Wie sie im gestrigen Finale gleich zu Beginn des dritten Satzes den Gegner mit einer Aufschlagserie aus dem Konzept brachte und sich mehrfach auch gegen den Doppelblock der Schwerinerinnen durchsetzte, brachte ihr den Beifall der rund 500 Zuschauer ein.

Alexander Waibl zeigte sich trotz der Finalniederlage zufrieden: "Das Turnier hat uns wunderbar aufgezeigt, woran wir in den nächsten Wochen noch arbeiten müssen. Das ist zum einen die Block-Feldabwehr, aber auch an der Annahmeabstimmung. Viele unserer Spielerinnen haben zuletzt in den jeweiligen Nationalmannschaften auf anderen Positionen agiert, da brauchen sie eine gewisse Zeit der Anpassung. Aber wir haben gesehen, dass wir viele gute Spielerinnen mit enormen Potenzial haben." Bis zum Saisonstart am 20. Oktober wird der DSC keine offiziellen Testspiele mehr bestreiten.

Das Spiel um Platz drei gewannen in Dippoldiswalde die Damen aus Hamburg, die sich gegen Suhl (der VfB hatte sein Halbfinale gegen den DSC mit 1:3 verloren) mit 3:1 durchsetzten. Auf den Plätzen fünf bis sieben folgten der USC Münster, Alemannia Aachen und der VC Olympia Berlin.

Olympia-Talente zahlen Lehrgeld

Die Talente des VC Olympia Dresden konnte auch an diesem Wochenende noch keine Punkte mit nach Hause bringen. Die Mädchen verloren am Sonnabend bei der zweiten Vertretung von Allianz MTV Stuttgart ebenso glatt mit 0:3 (23:25, 12:25, 21:25) wie gestern beim VC Offenburg (23:25, 21:25, 23:25). Damit warten die Dresdnerinnen nach drei Spieltagen noch immer auf den ersten Satzgewinn. Bundesstützpunkttrainer Janek Matthes zeigte sich trotzdem nicht ganz unzufrieden, meinte: "Mindestens einen Satzgewinn hätten die Mädels verdient gehabt. Die Mannschaft hat sich auf jeden Fall von Spiel zu Spiel gesteigert, auch kämpferisch präsentierte sie sich sehr gut. Aber es fehlt einfach noch die Konstanz, in den Sätzen gibt es noch zu viele Wellentäler. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich die Spielerinnen ihr erstes Erfolgserlebnis holen."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.10.2012

Astrid Hofmann

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