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DSC-Trainer Alexander Waibl zufrieden Bilanz: "Die Fallhöhe ist größer geworden"

DSC-Trainer Alexander Waibl zufrieden Bilanz: "Die Fallhöhe ist größer geworden"

Auch wenn im letzten Spiel gegen Schwerin die Serie gerissen ist, haben die DSC-Volleyballerinnen mit 21 Siegen in 22 Spielen eine grandiose Bundesliga-Vorrunde hingelegt.

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Die Vorrunde lief wie am Schnürchen - jetzt will Alexander Waibl mit seinen DSC-Damen den Meistertitel erfolgreich verteidigen.

Quelle: Dehli-News / Frank Dehlis

Dazu gewann der Deutsche Meister in der Champions League vier seiner acht Partien. Im DNN-Gespräch zieht Alexander Waibl Bilanz und wagt zugleich einen Ausblick auf die in zweieinhalb Wochen beginnenden Playoffs.

Frage: Mit der 2:3-Niederlage gegen Schwerin ist eine bislang einzigartige Serie gerissen. Wie sehr wurmt Sie das?

Alexander Waibl: Gar nicht. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass die Serie einmal reißt. Und mit ein paar Tagen Abstand kann ich sagen, es war ein cooles Spiel. Wir hätten es auch problemlos mit 0:3 verlieren können. Wie aber die Mannschaft den Kampf angenommen hat und sich zurückgefightet hat, war schon sehr gut.

Wie fällt Ihre Bilanz aus?

Wir erleben bislang eine außergewöhnliche Saison. Wir haben in der Liga fast alle Spiele gewonnen und frühzeitig Platz eins abgesichert, uns damit für die Playoffs sowohl sportlich als auch wirtschaftlich eine gute Ausgangsbasis geschaffen. In der Champions League konnten wir Top-Teams wie Moskau oder Fenerbahce Istanbul, die mit deutlich anderen Budget ausgestattet sind als wir, schlagen. Das zeigt, dass unser Weg in der Königsklasse peu à peu nach oben führt. Während wir anfangs nur Außenseiter waren, können wir jetzt schon ein Wörtchen mitreden.

Welche Gründe sehen Sie für diese bislang außergewöhnliche Saison?

Zum einen macht sich bezahlt, dass wir in diesem Jahr einen breiter aufgestellten Kader haben. Zum Beispiel verfügen wir über zwei Zuspielerinnen, mit denen wir gegen Top-Gegnerinnen gewinnen können. Dazu sind wir auf den Außenpositionen sehr ausgeglichen besetzt, jetzt auch auf der Diagonalen. In der Champions League haben wir mit verschärftem Tempo gespielt und uns damit die Möglichkeit eröffnet, Gegner wie Moskau zu überraschen. Außerdem wussten die Spielerinnen, die schon länger hier spielen, was sie in der Champions League erwartet. Sie brachten Erfahrung mit. Gerade aus dem Sieg gegen Moskau haben wir dann viel Selbstvertrauen gezogen. Und wenn es einmal läuft, dann gewinnt man auch Spiele, die man sonst vielleicht verliert. Insgesamt war nicht zu erwarten, dass wir den Weggang von Spielerinnen wie Mareen Apitz und Stefanie Karg volleyballerisch so schnell kompensieren können. Wir sind als Team kompakter geworden.

Am kommenden Wochenende steigt das Pokal-Finale in Halle/Westfalen ohne den DSC. Das Ausscheiden im Viertelfinale ist sicher ein Wermutstropfen?

Natürlich. Aber dieses Pokal-Aus ist nicht nur Zufall. In diesem Wettbewerb hat die Mannschaft in der Saison das erste Mal richtig Druck. Im neu zusammengestellten Team fehlt es zu diesem Zeitpunkt an der notwendigen Erfahrung. Für den Verein ist es traurig, dass wir es nicht geschafft haben.

Der Verein hat jetzt den Vertrag mit Chloe Ferrari aufgelöst. War ihre Verpflichtung ein Fehlgriff?

Sicher war es kein Volltreffer, wenn eine Spielerin kein einziges Spiel bestreitet. Wir wussten, dass sie vor gewisser Zeit eine Kreuzbandverletzung hatte, aber wir haben finanziell nicht die Möglichkeit, Spielerinnen nur für einen Medizincheck einfliegen zu lassen und sie möglicherweise wieder wegzuschicken. Doch aufgrund unseres Versicherungswesens hält sich das Risiko in Grenzen. Ich finde es schade, dass wir sie nicht auf dem Spielfeld erleben konnten, denn sie ist ein sehr erfrischender Typ. Zudem ist es für sie bitter, bereits jetzt vor der Frage zu stehen, ob sie überhaupt weiter Volleyball spielen kann.

Wie sieht es mit Vertragsverlängerungen aus?

Es gibt noch keine Abschlüsse. Nur wenige Spielerinnen wollen sich zu einem so frühen Zeitpunkt schon entscheiden. Für uns müssen die nächsten Schritte sein, Top-Spielerinnen hier zu halten. Dafür müssen wir die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erweitern.

Wie steht es mit der Verlängerung Ihres Vertrages?

Ich denke, dass das vor Beginn der Playoffs erledigt sein wird. Für mich ist immer wichtig, dass ich langfristig planen kann.

Am 14. März startet der DSC mit einem Heimspiel ins Playoff-Viertelfinale. Der Gegner wird in den Pre-Playoffs ermittelt. Haben Sie einen Tipp, wer es sein wird?

Auch wenn es natürlich immer Überraschungen geben kann, gehe ich davon aus, dass die Roten Raben Vilsbiburg unser Gegner sein werden. Und das ist schon eine harte Aufgabe.

Ist nach einer so überlegen gespielten Vorrunde der Druck, nun auch Meister zu werden, größer geworden?

Nein, höchstens die Fallhöhe. Ich spiele lieber mit einer Mannschaft die Playoffs, die zuvor eine starke Saison gespielt hat. Wir gehen auch nicht das erste Mal als Spitzenreiter in die K.o-Phase. Man hat gesehen, dass das keine Gewähr für den Titelgewinn ist. Das Ergebnis hängt von eigener harter Arbeit, aber auch von Umständen ab, die wir nicht beeinflussen können, wie etwa Krankheiten oder Verletzungen. Ich erwarte sehr spannende Playoffs und natürlich haben wir uns die Titelverteidigung zum Ziel gesetzt. Wir wissen aber auch, dass wir den Weg dorthin in kleinen Schritten gehen müssen. Wir werden uns ab Sonntag gut vorbereiten.

Wer sind die Hauptkonkurrenten des DSC?

Ich denke Stuttgart und Schwerin. Aber man sollte auch Wiesbaden, Vilsbiburg oder Potsdam nicht unterschätzen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.02.2015

Astrid Hofmann

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