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DSC-Speerwerfer Lars Hamann vertritt Dresden als einziger Sportler bei der Leichtathletik-WM

DSC-Speerwerfer Lars Hamann vertritt Dresden als einziger Sportler bei der Leichtathletik-WM

Mit einer besonderen Portion an Glückshormonen hat sich DSC-Speerwerfer Lars Hamann am vergangenen Wochenende auf den Weg zur Leichtathletik-Weltmeisterschaft nach Peking gemacht.

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Speerwerfer Lars Hamann träumt vom Finale in Peking. Der DSC-Athlet bereitet sich derzeit noch in Südkorea auf die am Wochenende beginnende WM vor.

Quelle: imago sportfotodienst

Nur wenige Tage vor der Abreise wurde der 26-Jährige zum ersten Mal Vater. Zum Glück hatte es der Sohnemann eiliger als erwartet. "Als Geburtstermin war eigentlich der 22. August errechnet, da wäre ich schon weg gewesen", so der Dresdner. Lachend fügt er hinzu: "Doch er kam etwas früher, so konnte ich bei der Geburt dabei sein. Das war perfektes Timing."

Trotzdem ließ er das Abschlusstraining im Heinz-Steyer-Stadion nicht aus, auch wenn die Konzentration nach einem so großen Erlebnis schwer fiel. Die kurze Nachtruhe störten dann auch noch die Dopingkontrolleure, die frühmorgens um 6.30 Uhr bei ihm vor der Tür standen. "Ich hatte nur wenig Zeit zum Packen", gab Hamann zu. Doch diesen Stress nahm der frischgebackene Papa gern in Kauf, denn er ist sicher: "Die Geburt unseres Sohnes gibt mir für die WM noch einen zusätzlichen Motivationsschub."

Noch einschließlich heute bereitet er sich mit dem deutschen Team auf der südkoreanischen Insel Jeju auf den Saisonhöhepunkt vor, dabei geht es vor allem auch um die Anpassung an die klimatischen Bedingungen. Allerdings wollte der Elbestädter nichts dem Zufall überlassen und hat sich auch schon in den Wochen zuvor auf die zu erwartende Hitze eingestellt. "Ich war oft in der Sauna und habe versucht, mich mit Wechselbädern und auch dem gelegentlichen Eintauchen in die Eistonne hitzeverträglicher zu machen", sagt er. Denn diesmal möchte der Modellathlet auf jeden Fall ins Finale einziehen. Vor zwei Jahren bei seinem WM-Debüt in Russlands Metropole Moskau hat er das nicht geschafft.

Die Vorzeichen standen in diesem Jahr nicht gerade günstig. Als der Schützling von Steffen Krüger und Katharina Wünsche im Mai in München mit 82,89 m gleich die WM-Norm knackte, brach er sich bei diesem Wettkampf leider auch eine Rippe und musste bis zur Deutschen Meisterschaft Ende Juli in Nürnberg alle Wettkämpfe absagen. Drei Wochen vor den Titelkämpfen konnte er wieder voll trainieren, auch wenn ihn immer wieder Achillessehnenprobleme behinderten. Mit 81,03 m holte er sich dennoch die Bronzemedaille und bestätigte damit seine WM-Fahrkarte. Dass diesmal sogar drei weitere Speerwerfer die deutschen Farben in Peking vertreten, sieht Hamann gelassen: "Wir verstehen uns gut. Und ich hoffe, dass bei der Qualifikation noch mindestens einer der anderen in meiner Gruppe ausgelost wird, dann kann man sich gegenseitig unterstützen", glaubt der einzige Dresdner WM-Starter, der eine Bestleistung von 84,20 m aus dem Jahr 2013 zu Buche stehen hat. Er hofft, dass ihm die Ortskenntnis in China zugutekommt. Bereits im Mai schnupperte er bei einem internationalen Wettkampf die Atmosphäre im Pekinger Stadion. "Ich finde die Anlage genial, weiß ungefähr, worauf man achten muss. Dazu wird es garantiert richtig voll werden und die Stimmung treibt einen dann zusätzlich an", weiß er.

Am Montag gilt es für ihn. Dann steht die Qualifikation auf dem Plan. Zwei Tage später, wenn Trainer Steffen Krüger in Dresden seinen Geburtstag feiert, folgt das Finale. "Wenn ich dort dabei bin, hätte ich mein wichtigstes Ziel erreicht und würde meinem Trainer ein kleines Geschenk damit machen können", hofft Lars Hamann.

Astrid Hofmann

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