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DSC-Mittelblockerin Jennifer Cross soll es in Mannheim richten

Volleyball-Pokalfinale DSC-Mittelblockerin Jennifer Cross soll es in Mannheim richten

Für die DSC-Volleyballerinnen läuft der Countdown zum Pokalfinale. Weil die zuletzt im Stamm spielende rumänische Mittelblockerin Nneka Onyejekwe, die im Januar erst verpflichtet wurde, nicht spielberechtigt ist, kommt es in Mannheim vor allem auch auf die Leistung von Jennifer Cross an.

Jennifer Cross will auch am Sonntag gemeinsam mit Lisa Izquierdo (l.) die Siegerfaust ballen.
 

Quelle: imago

Dresden.  Für die DSC-Volleyballerinnen läuft der Countdown. Am Donnerstag Mittag kehrte der deutsche Meister vom Champions-League-Spiel aus Moskau zurück. Danach bekamen die Spielerinnen zumindest noch einmal ein wenig Zeit zur Regeneration, bevor es am Freitagabend per Flieger nach Frankfurt und von dort mit dem Bus in Richtung Mannheim geht. Am Sonntag um 14 Uhr ist es dann soweit – in der SAP-Arena wollen die DSC-Damen im Pokalfinale gegen Titelverteidiger Stuttgart zum bereits vierten Mal in der Vereinsgeschichte den Pott nach Dresden holen.

Die Anspannung bei den Spielerinnen steigt fast stündlich. Und so klingt auch Jennifer Cross ganz euphorisch, wenn sie über das bevorstehende Highlight spricht: „Schon seit Wochenbeginn hat man im Training ganz deutlich gemerkt, dass der Moment, von dem wir seit Dezember sprechen, zum Greifen nah ist“, meint die Kanadierin, auf deren Schultern am Sonntag eine ganz besondere Verantwortung lastet. Weil die zuletzt im Stamm spielende rumänische Mittelblockerin Nneka Onyejekwe, die im Januar erst verpflichtet wurde, nicht spielberechtigt ist, kommt es vor allem auch auf die Leistung von Jennifer Cross an.

Keinesfalls eine leichte Aufgabe, denn während sie bis Weihnachten lediglich die Pokalpartie in Offenburg verpasste, stand sie anschließend in aller Regelmäßigkeit draußen. „Nachdem ich von der Olympia-Qualifikation im Januar zurückgekehrt bin, haben wir mit Trainer Alexander Waibl einen Sonderplan beschlossen. Wir haben viel geredet und ausgemacht, dass ich einen athletischen Aufbau bis zum Pokalfinale absolviere, an meiner Schnellkraft arbeite und eben nicht so viel spielen werde“, klärt die 23-jährige auf.

Seitdem stemmte sie im Kraftraum unter Anleitung von Athletik-Coach Mirco Theurer das eine oder andere Extragewicht, um am Sonntag topfit zu sein. „Ich fühle mich sehr gut und absolut vorbereitet“, meint die Kanadierin. Die 1,93 Meter große Spielerin nahm zudem im Training den neuen Konkurrenzkampf hervorragend an und zeigte sich in den vergangenen Wochen als ein unheimlich wertvoller „Teamplayer“. „Es ist einfach super, dass Nneka da ist. Sie ist ein toller Mensch und eine großartige Spielerin, die bisher ihren Job bei uns so wahnsinnig gut erledigt“, schwärmt Cross sogar von ihrer Mannschaftsgefährtin.

Einen besonderen Druck spürt Jennifer für das Pokalfinale trotz allem nicht. „Zum einen wird es nicht nur auf mich, sondern auch auf die gesamte Mannschaft ankommen. Da mache ich mich nicht verrückt. Zum anderen bin ich ein Typ, der emotional relativ stabil bleibt, egal in welcher Situation“, so ihre Selbsteinschätzung. Die Kulisse von wahrscheinlich über 11000 Zuschauern wird sie auf keinen Fall nervös machen, denn mit der University of Michigan spielte sie bereits in Louisville/Kentucky vor 18000 Zuschauern.

Große Emotionen hat Jennifer in ihren Partien für den DSC bereits aufblitzen lassen und dass sie eine „coole Socke“ ist, zeigt bereits die Tatsache, dass sie vor ihrer Volleyballkarriere ernsthaft und leistungsmäßig Eishockey gespielt hat – mit Jungs natürlich. Erst als sie 16 Jahre alt war, fiel dann die Entscheidung für das runde Leder und gegen den Puck.

Von Astrid Hofmann

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