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DSC-Leichtathleten starten bei der U18-WM in Kolumbien

DSC-Leichtathleten starten bei der U18-WM in Kolumbien

Auf Weitspringer Simon Zienert und Hürdensprinter Jonathan Petzke wartet in dieser Woche die größte Herausforderung ihrer noch jungen Karrieren.

Dresden.

Die beiden 17-jährigen DSC-Leichtathleten starten im kolumbianischen Cali bei der U18-Weltmeisterschaft. Sie beenden damit eine jahrelange Flaute, denn als letzter DSC-Athlet nahm Hochspringer Raúl Spank im Jahr 2005 an einer U18-WM teil. Er belegte damals in Marrakesch (Marokko) den siebenten Platz.

Vor allem für Simon Zienert geht ein Traum in Erfüllung, an dessen Verwirklichung er noch vor wenigen Monaten überhaupt nicht mehr gedacht hätte. Nachdem der Hürdensprinter in den vergangenen beiden Jahren stagnierte, wollte er im November 2014 seine Spikes schon an den Nagel hängen. Doch sein damaliger Trainer Rico Martick überzeugte ihn, es doch einmal mit dem Weitsprung zu versuchen. So wechselte der Schüler in die Trainingsgruppe von Sebastian Stumpe und schlug sofort ein.

"Simon bringt gute Voraussetzungen mit, ist schnell- und sprungkräftig, hat Verständnis für den technischen Ablauf und ist sehr bewegungsintelligent", lobt auch Trainer Jörg Elbe, der Sebastian Stumpe in einigen Trainingseinheiten unterstützt. Und Elbe berichtet: "An die WM hat er anfangs bestimmt nie gedacht. Erst nach dem Wettkampf in Chemnitz." Beim Sachsenmeeting Anfang Juni sprang Zienert 7,38 m und damit knackte er auf Anhieb die Norm (7,30 m) für Kolumbien. Bei der Junioren-Gala in Schweinfurt setzte er noch einen drauf und erreichte mit 7,43 m die nächste persönliche Bestleistung. DSC-Cheftrainer Stefan Poser, der beide Athleten in die Millionenmetropole Cali begleitet, findet: "Seitdem ist Simon richtig aufgeblüht, hat wirklich einen enormen Leistungssprung gemacht." Morgen steht für den Weitspringer die Qualifikation an. Das Erreichen des Finales ist das erklärte Ziel des WM-Debütanten.

Genauso wie für Jonathan Petzke, der am Donnerstag seinen Vorlauf zu bestreiten hat. Für ihn lief die WM-Qualifikation besonders dramatisch ab, denn beim Sachsenmeeting in Chemnitz stürzte der Hürdensprinter und brach sich den Arm. Doch er ließ sich nicht entmutigen, startete mit Gips-Arm bei der Junioren-Gala und lief die 110 m Hürden in 13,66 s. Damit sprang der Sportschüler trotz seines Handicaps in letzter Minute noch auf den WM-Zug.

Kurz vor der Abreise am 6. Juli in das Vorbereitungscamp nach Florida kam der Gips endlich ab. Angst, dass die Verletzung ihn bei der WM behindern könnte, hat Jonathan Petzke nicht. "Ich bin bester Dinge, lasse mich davon nicht irritieren." Stefan Poser traut seinem Schützling einiges zu: "Bei seinem Finallauf in Schweinfurt war zu erkennen, dass da noch Luft nach oben ist", sagt Poser. Der Youngster selbst sagt: "Ich will das Finale erreichen und eine neue Bestzeit zwischen 13,5 und 13,6 s laufen."

Astrid Hofmann

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