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DSC-Leichtathlet Georg Fleischhauer greift bei der EM nach einer Medaille

DSC-Leichtathlet Georg Fleischhauer greift bei der EM nach einer Medaille

Georg Fleischhauers erster Blick im Ziel ging zur Zeittafel. Kein Wunder, wenn einem Athleten die noch fehlende Olympianorm quasi Tag und Nacht beschäftigt wie den Dresdner Hürdenläufer.

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Georg Fleischhauer zog mit der zweitschnellsten Zeit ins Finale ein.

Helsinki . Helsinki (DNN). Georg Fleischhauers erster Blick im Ziel ging zur Zeittafel. Kein Wunder, wenn einem Athleten die noch fehlende Olympianorm quasi Tag und Nacht beschäftigt wie den Dresdner Hürdenläufer. "Ich habe mich aber nicht allzu sehr geärgert, sondern vielmehr über meinen guten Platz gefreut", sagte der 23-Jährige, der die Faust ballte, als sein zweiter Rang im ersten Halbfinale der EM in Helsinki und der damit verbundene direkte Endlauf-Einzug nach Fotofinish feststand. Fleischhauer meinte: "Ich habe auf der Ziellinie mittlerweile im Gefühl, an welcher Stelle ich eingekommen bin."

In 49,52 s lief der Elbestädter seine beste Saisonzeit, auch insgesamt zog er als Zweitschnellster ins Finale ein, das heute um 21.05 Uhr (MESZ) stattfindet. Damit dürfte er bei der Auslosung um den Nachteil einer der inneren Bahnen herumkommen. Fleischhauer tastete sich in den vergangenen Wochen Schritt für Schritt an die Olympianorm heran. Seit gestern Mittag fehlen ihm noch 22 Hundertstel. Eine Hintertür über eine B-Norm gebe es nicht. "Es muss mal wieder auf den letzten Drücker passen - das ist vielleicht ein gutes Omen", sagte der deutsche Meister. Sowohl für die WM 2011 in Daegu als auch jetzt für Helsinki nutzte er jeweils die letzte Chance, um die Norm zu knacken. "Bei ähnlichen Turnieren liegt manchmal ein kompletter Tag dazwischen. Diesmal habe ich eineinhalb Tage Zeit zum Regenerieren, das muss reichen", meinte der angehende Wirtschaftsingenieur, der auch schon einen Plan hat: "In der zweiten Kurve sehe ich noch Reserven. Und hinten muss ich kämpfen, was das Zeug hält."

Sein am Mittwoch bei der Erwärmung lädiertes und gestern blau getaptes Knie soll ihn auf dem Weg nach London auf keinen Fall stoppen. Freundin Maria, die aus Rostock stammt und in Dresden studiert, drückt auf der Tribüne die Daumen. "Es ist super, dass sie da ist", meint der Schwarzschopf. Vielleicht haben beide heute Abend doppelten Grund zum Feiern. Denn die erste EM-Medaille und das Olympia-Ticket liegen in der Luft.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.06.2012

Frank Schober

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