Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 8 ° Regen

Navigation:
Google+
DSC-Dreispringerin Jenny Elbe verpasst das Finale ganz knapp

Olympische Spiele in Rio DSC-Dreispringerin Jenny Elbe verpasst das Finale ganz knapp

Es hat nicht sollen sein: Dresdens Leichtathletik-Hoffnung Jenny Elbe ist in der Qualifikation als 13. knapp am Finale vorbeigesprungen. Im allerletzten Versuch der Konkurrenz wurde die Blondine aus Sachsen noch abgefangen. Danach kullerten Tränen.

Jenny Elbe kann es nicht fassen: Das Finale im Dreisprung findet ohne sie statt.

Quelle: dpa

Rio de Janeiro. Rührende Szene in den Katakomben des Olympiastadions. Seit Jahren pushen sich zwei sächsische Dreispringerinnen zu Höchstleistungen, abwechselnd hat mal die eine, mal die andere die Nase vorn. Der Gemütszustand der beiden besten Deutschen in dieser Disziplin hätte am Sonnabend unterschiedlich nicht sein können. Die 25 Jahre alte Chemnitzerin Kristin Gierisch strahlte übers ganze Gesicht, nachdem sie im letzten Versuch den Finaleinzug perfekt gemacht hatte. Dann kam die ein Jahr ältere Dresdnerin Jenny Elbe dazu. Tränen kullerten aus ihren Augen, sie wurde von Kristin Gierisch lange umarmt und getröstet.

Im allerletzten Sprung der Qualifikation war Jenny Elbe noch vom 12. auf den 13. Platz verdrängt worden und musste in der vergangenen Nacht im Finale zuschauen. „Ich habe schon nach meinem dritten Sprung gewusst, dass es nicht reichen wird“, sagte Jenny Elbe, die sich zwar auf 14,02 Meter steigerte, aber eben nur um zwei Zentimeter. Auch ihr Vater Jörg und Bundestrainer Tamas Kiss konnten mit vielen Gesten und Hinweisen von der Tribüne aus das Ruder nicht herum reißen. So kam es, wie es kommen musste. Eine Portugiesin zog noch vorbei. Sechs Zentimeter entschieden bei der Elbestädterin zwischen großem Jubel und unendlichem Frust.

Jenny Elbe startete mit genau 14 Metern, hatte einen schwachen zweiten Versuch (13,85) und kämpfte danach verbissen um die Finalchance. Doch der erlösende weite Satz blieb aus, zumal sie in allen drei Versuchen am Brett zwischen 13 und 15 Zentimetern verschenkte. Doch daran lag es nicht. „Ich habe mich körperlich fit gefühlt. Die Sprünge fühlten sich dann aber nicht so gut an, denn ich hatte Rücklage, statt den Oberkörper nach vorn zu nehmen.“ Der selbst gemachte Druck sei enorm gewesen. „Dennoch habe ich viele tolle Eindrücke gesammelt, die Stimmung war genial. Aber im Moment überwiegt die Enttäuschung.“

Kristin Gierisch dagegen hatte trotz einer erst vor wenigen Tagen auskurierten Verletzung am Hüftbeuger ihr Leistungsvermögen am frühen Morgen mit 14,26 Metern und Platz vier ausgereizt. Die eigentliche Qualifikationsweite von 14,30 Metern hatten nur drei Springerinnen erreicht.

Von Frank Schober

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr