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DSC-Damen wollen in Stuttgart den zweiten Sieg in der Finalserie einfahren

Volleyball DSC-Damen wollen in Stuttgart den zweiten Sieg in der Finalserie einfahren

Das erste Spiel gegen die Spielerinnen aus Schwaben war eine klare Angelegenheit, das zweite dürfte schwieriger werden. Trotzdem geben sich die Schützlinge von DSC-Trainer Alexander Waibl gelassen. Sie haben viel Selbstvertrauen getankt.

Jubeln die DSC-Asse auch nach dem zweiten Finalspiel in Stuttgart?

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Alexander Waibl hat sich am Freitag mit seinen Schützlingen auf den Weg in seine alte Heimat gemacht. Denn am Sonnabend steigt in der SCHARRena das zweite Play-off-Finalspiel zwischen Gastgeber Allianz MTV Stuttgart und den DSC-Volleyballerinnen. Nachdem die Elbestädterinnen am vergangenen Wochenende die Serie „best of five“ mit einem überzeugenden 3:0-Heimsieg eröffnet hatten, will sich der Titelverteidiger jetzt den ersten Matchball erarbeiten. So könnte am kommenden Mittwoch in der heimischen Margon-Arena mit dem dritten Sieg bereits der „Sack zugebunden“ werden.

Darüber will sich Alexander Waibl aber jetzt noch keine Gedanken machen. „Die Mädels haben in dieser Woche gut trainiert und sind voll fokussiert auf die Partie in Stuttgart. Sorgen, dass seine Mädels nach dem klaren Heimerfolg den Gegner auf die leichte Schulter nehmen könnten, plagen der 48-Jährigen dabei nicht: „Alle haben angemessenen Respekt, zumal wir in dieser Saison schon sehr enge Spiele gegen MTV erlebt und dort auch schon verloren haben. Wir wissen alle, dass es deutlich schwieriger wird als zu Hause, doch wir verfügen auch über genügend Selbstvertrauen und wissen, dass wir gewinnen können“, meint Alexander Waibl. Deftige Kampfansagen kommen wie schon zuletzt aus dem Lager des Gegners. „Wir bringen Dresden wieder das Fürchten vor uns bei“, kündigt Stuttgarts Kapitän Kim Renkema vollmundig an.

Und die Niederländerin Deborah van Daelen ist sich sicher: „Die denken jetzt, es wird leicht gegen uns. Sollen sie doch.“ Und auch Trainer Guillermo Hernandez blickt der seit Tagen ausverkauften Partie in der heimischen Arena optimistisch entgegen: „Dresden mag zwar der Favorit sein und mehr Möglichkeiten haben, was Spielerinnenwechsel anbelangt, aber wir sind eine Wundertüte. Gegen Dresden könnte das der Schlüssel zum Erfolg sein.“ Dabei führt man bei den Schwaben an, dass die Mannschaft bisher in den Play-offs zu Hause noch ungeschlagen sei und dass man auch im Halbfinale gegen Schwerin nach einer Auftakt-Niederlage den Spieß noch umgedreht habe. Auf jeden Fall würden sich die Stuttgarterinnen gern ein weiteres Heimspiel erkämpfen, das sie dann in der deutlich größeren Porsche-Arena austragen wollen.

Alexander Waibl bleibt entspannt und meint: „Natürlich wollen wir gewinnen, doch eine Niederlage wäre längst kein Beinbruch. Wir sind bereit, auch über vier oder fünf Spiele zu gehen. Wir liegen in der Serie mit 1:0 in Führung, haben den Vorteil, am Mittwoch erneut daheim spielen zu können. Dagegen steht der Gegner schon eher unter Druck.“ Dabei weiß der gewiefte Coach natürlich genau, dass die Stuttgarterinnen daheim deutlich zulegen werden. „Sie werden versuchen, sehr aggressiv und emotional aufzutreten und uns von Beginn an unter Druck zu setzen. Sicher werden sie deutlich stabiler annehmen als vor einer Woche und dadurch verändert sich der gesamte Charakter ihres Spiels. Deshalb brauchen wir Plan B oder C, wenn bestimmte Dinge dann nicht wie erwartet funktionieren“, betont Waibl, der seinen kompletten Kader zur Verfügung hat.

Sollten übrigens die Spiele vier und fünf notwendig sein, dann würden die kurz hintereinander am 30. April (in Stuttgart) und am 2. Mai (in Dresden) ausgetragen. Grund dafür ist die erforderliche Abstellung der holländischen Nationalspielerinnen – Laura Dijkema und Myrthe Schoot beim DSC, Femke Stoltenborg vom MTV – für ihre Auswahl. Die beginnt bereits am kommenden Mittwoch unter Leitung von Bondscoach Giovanni Guidetti mit der Vorbereitung auf das Olympia-Qualifikationsturnier Mitte Mai in Japan. DSC-Kapitän Myrthe Schoot will daran aber jetzt noch nicht denken: „Jetzt konzentriere ich mich auf die Meisterschaft. Und da können wir noch einiges besser machen als im ersten Spiel“, ist sie überzeugt.

Bei den deutschen Volleyballerinnen wurden am Freitag übrigens die Weichen für den kommenden Sommer gestellt. Der DVV verkündete, dass Felix Koslowski (Trainer Schwerin) und Andreas Vollmer (Coach in Münster) auch 2016 die Auswahl betreuen werden.

Von Astrid Hofmann

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