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DSC-Damen trotzen Verletzungspech - Ärger über Pokal-Auslosung

DSC-Damen trotzen Verletzungspech - Ärger über Pokal-Auslosung

In der Bundesliga marschieren die DSC-Volleyballerinnen mit Meister Schwerin im Gleichschritt an der Spitze und nun treffen die beiden Top-Teams schon im Pokal-Viertelfinale aufeinander.

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Martina Utla (DSC/r.) überwindet Ashley Benson (l.) und Sarah Petrausch aus Münster. Robin de Kruijf schaut zu.

Quelle: Rietschel

Dresden . Von Astrid hofmann

Dresden (DNN). In der Bundesliga marschieren die DSC-Volleyballerinnen mit Meister Schwerin im Gleichschritt an der Spitze und nun treffen die beiden Top-Teams schon im Pokal-Viertelfinale aufeinander. Nachdem die Dresdnerinnen am Sonnabend vor rund 2200 Zuschauern trotz aller Verletzungssorgen den USC Münster mit 3:1 (25:16, 20:25, 25:23, 25:17) nach Hause geschickt hatte, warteten Spielerinnen und einige Fans auf die Auslosung in Wiesbaden.

Als die Nachricht kam, dass der DSC am 28. November beim Titelverteidiger Schweriner SC antreten muss, zuckte Trainer Alexander Waibl nur mit den Schultern und sagte wenig später: "Seitdem ich in Dresden bin, hatte ich mit meinen Mädels noch kein einziges Heimspiel im Pokal. Das ist vor allem für den Verein bitter. Ansonsten aber erinnere ich mich an 2010. Da haben wir im Halbfinale in Schwerin gewonnen und dann auch den Pott geholt. Vielleicht ist das ein gutes Omen." Zuspielerin Mareen Apitz meinte sarkastisch: "Eigentlich hätte man ja gar nicht losen müssen." Kapitän Stefanie Karg fand: "Das ist ein vorweggenommenes Halbfinale oder Finale. Aber wenn man Pokalsieger werden will, muss man an Schwerin vorbei."

Dass sich die DSC-Damen den ganz harten Brocken etwas später im Pokalgeschehen gewünscht hätten, liegt nicht zuletzt an der derzeitigen Personalsituation. Fünf verletzte Spielerinnen fehlten am Sonnabend gegen Münster. Doch wie die Mannschaft diese Ausfälle kompensiert, wie die Protagonistinnen auf und neben dem Feld noch enger zusammenrücken, lässt auf jeden Fall für die Zukunft hoffen. Auch die Tränen von Libero-Talent Lisa Stock dürften deshalb schnell trocknen. Die 18-Jährige, die nach den Ausfällen der erfahrenen Kerstin Tzscherlich und Myrthe Schoot als einzige Spezialistin auf dieser Position übrig ist, stand gegen Münster trotz einer Woche Trainingsausfall wegen Angina von Beginn an auf dem Feld. Im ersten Satz löste sie ihre Aufgabe mit Bravour. Dank einer stabilen Annahme konnte Mareen Apitz ihre Angreiferinnen variabel einsetzen und den Gegner daran hindern, überhaupt einen Spielfaden zu finden. Im zweiten und zu Beginn des dritten Satzes musste Lisa Stock dann den schwindenden Kräften Tribut zollen. Die Annahme geriet ins Wanken und Münster erhöhte vor allem dank der beiden überragenden Angreiferinnen Hana Cutura und Lonneke Sloetjes den Druck. Deshalb entschloss sich Alexander Waibl beim 13:16-Rückstand im dritten Satz zu einem Wechsel. Er nahm Lisa Stock aus dem Gefecht, dafür streifte sich kurzerhand Angreiferin Friederike Thieme das Libero-Trikot über. "Das war schon vor dem Spiel besprochen", berichtete Thieme. Während Lisa Stock erst einmal enttäuscht und mit Tränen in den Augen in der Kabine verschwand, stabilisierte sich beim DSC die Annahme. Es ging ein Ruck durch die Mannschaft und aus einem 18:21-Rückstand wurde eine 23:22-Führung. Ein Block gegen Cutura und ein Angriff von Judith Pietersen besiegelte die 2:1-Satzführung. "Das war der Knackpunkt im Spiel", sagte Waibl später. Im vierten Satz ließen seine Damen nichts mehr anbrennen. Als MVP wurde Judith Pietersen geehrt, erfolgreichste Punktesammlerin war Martina Utla mit 16 Zählern.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.11.2012

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