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DSC-Damen mühen sich zum Sieg

DSC-Damen mühen sich zum Sieg

Den Arbeitstag am ersten Advent werden die Volleyballerinnen vom DSC ganz schnell abhaken. Gegen den VCO Berlin sicherten sich die Schützlinge von Trainer Alexander Waibl den vierten Saisonsieg im sechsten Spiel, taten sich gegen die Nachwuchs-Auswahl aber richtig schwer.

Dresden .

So mussten die Frauen um Kapitänin Stefanie Karg beim 3:1 (25:15, 25:15, 25:27, 25:15)-Sieg mit einem Satzverlust leben. "Es ist schwierig, gegen so einen Gegner Spannung aufzubauen, wenn man weiß, was für junge Mädchen da drüben stehen. Ich denke dennoch, dass wir das heute ganz ordentlich hinbekommen haben", stellte sich Waibl schützend vor die enttäuschende Leistung seiner Mannschaft.

Bereits vor Spielbeginn wurde klar, dass bei der Verletztenmisere des Clubs keine Besserung in Sicht ist. So mussten Anna Cmaylo (Patellarsehnenreizung) und Tesha Harry (Rücken) neben den Langzeitverletzten Stephanie Kestner und Nicole Schröber im Publikum Platz nehmen. Zuspielerin Mareen Apitz wurde noch geschont. Damit hatte Waibl auf der Diagonalposition keine Wechselmöglichkeit, was das Team schwächte. Judith Pietersen erwischte keinen guten Tag und war über die 21 Prozent Angriffsquote wohl selbst am unglücklichsten. "Sie hat in den letzten drei Wochen zwei Mal trainiert, unter normalen Umständen hätte ich sie heute nicht spielen lassen", erklärte Waibl. Pietersen plagt sich seit Wochen mit muskulären Problemen im Rücken.

Der Trainer startete mit Stefanie Karg, Robin de Kruijf im Mittelblock, Magdalena Gyrka im Zuspiel, Anne Matthes und Friderike Thieme auf der Außenposition, Grit Müller als Libero und Pietersen in die Partie. Im ersten und zweiten Satz hatten die Gastgeberinnen das Geschehen weitestgehend im Griff, kämpften aber mit einer wackelnden Annahme und zu wenig Durchschlagskraft im Angriff. Auch an der Abstimmung haperte es ein wenig, was im dritten Durchgang zum Satzverlust führte. Den nahm Waibl anschließend auf seine Kappe. "Ich habe ein bisschen zu viel gewechselt, dadurch konnte die Mannschaft nicht wirklich einen Rhythmus aufbauen", erklärte der Coach. So dauerte das Heimdebüt für Neu-Zuspielerin Femke Stoltenborg nicht lang. Sie kam beim 22:15 im zweiten Satz, musste im dritten beim 4:8 aber wieder aus dem Spiel.

Im vierten Durchgang hatten die DSC-Damen dann leichteres Spiel, auch weil der VCO noch mehr Fehler produzierte als in den Sätzen zuvor. In der gesamten Partie kam das Team aus Berlin in Aufschlag, Annahme und Angriff auf 41 Eigenfehler, bei 100 Gesamtpunkten für den DSC bedeutete dies schon fast die halbe Miete für den Vizemeister. "Über die Diagonale haben wir keine Punkte gemacht und keine Annahme nach vorn geschoben", legte Waibl am Ende dann doch den Finger in die Wunde. Bereits am Mittwoch müssen seine Schützlinge zur ersten Champions-League Partie bei Fenerbahce Istanbul auflaufen.

Die Zweitliga-Volleyballer des VC Dresden ließen sich auch bei TuS Durmersheim nicht aus der Erfolgsspur drängen. Das Team um Spielertrainer Sven Dörendahl gewann das Spitzenspiel beim bislang in eigener Halle unbezwungenen Tabellendritten mit 3:1 (25:19, 23:25, 25:18, 25:21). Mit dem neunten Sieg im neunten Spiel bleiben die Dresdner weiter ungeschlagener Spitzenreiter. Im ersten Satz begannen die Gäste konzentriert und erarbeiteten sich eine 17:13-Führung, die sie bis zum Schluss hielten. Im zweiten Abschnitt bekam die VC-Annahme einige Probleme mit den Aufgaben der Badener, die den Durchgang knapp für sich entschieden. Als die Sachsen ihre Annahme stabilisierten, konnte Regisseur Sven Dörendahl wieder sein schnelles und variables Spiel aufziehen. So strebten die VC-Männer einem sicheren Sieg entgegen, auch wenn sie in einer kleinen Schwächephase im vierten Satz Durmersheim nach klarer Führung noch einmal herankommen ließen. Doch nach 93 Minuten band Eric Grosche "den Sack" endgültig zu.

Die Mädchen des VC Olympia mussten sich nach fünf Siegen in Folge bei Aufsteiger Straubing mit 1:3 (21:25, 25:22, 20:25, 23:25) geschlagen geben. Dabei musste Trainer Jens Tietböhl auf Stammzuspielerin Magdalena Gryka verzichten, die zur gleichen Zeit beim DSC im Erstligakader stand. Für sie kam die erst 16-jährige Michaela Wessely zu ihrem zweiten Einsatz. Alle vier Sätze waren heiß umkämpft, am Ende fehlte den Dresdnerinnen die notwendige Durchschlagskraft im Angriff. Nach 100 Minuten war die dritte Saisonniederlage besiegelt. "Ich bin trotzdem nicht unzufrieden. Es war kein schlechtes Spiel", erklärte Tietböhl.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.11.2011

Tina Hofmann/Astrid Hofmann

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