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DSC-Damen biegen 0:2-Rückstand um

Psycho-Trickkiste DSC-Damen biegen 0:2-Rückstand um

Alexander Waibl musste beim letzten Heimspiel noch einmal tief in die psychologische Trickkiste greifen. "Nach dem zweiten Satz habe ich der Mannschaft gesagt: Wenn wir das Spiel verlieren, gibt es am Sonntagvormittag ein Training", verriet der Coach mit einem Schmunzeln im Gesicht.

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Quelle: M. Rietschel

Dresden. Die Drohung verfehlte ihre Wirkung offenbar nicht. Angetrieben von 2900 begeisterten Zuschauern in der "Margon-Hölle" wendeten die DSC-Volleyballerinnen gegen den USC Münster nach einem 0:2-Satzrückstand und zwei abgewehrten Matchbällen das Blatt noch, gewannen die Partie am Ende mit 3:2 (21:25, 16:25, 29:27, 25:18, 15:12). Damit war der neunte Saisonsieg im Kasten und die anschließende Weihnachtsfeier mit Sponsoren, Vorstand und Freunden gerettet.

Dabei hatte der deutsche Meister schon am Abgrund zu einer 0:3-Schlappe gestanden. In den ersten beiden Sätzen wirkten die Gastgeberinnen gehemmt, agierten fast lethargisch, während Münster bissig und aggressiv aufspielte. So wackelte beim DSC die Annahme, die Angreiferinnen konnten sich nicht wie gewohnt in Szene setzen und auch der Block erwies sich als zu löchrig. "In den ersten beiden Sätzen haben wir einfach schlecht gespielt", gab Alexander Waibl später zu. Auch einige Wechsel hatten daran nichts geändert. Selbst zu Beginn des dritten Abschnittes konnten die Elbestädterinnen noch nicht sofort den Schalter umlegen. Sie gerieten erneut mit 16:19 in Rückstand. Aber die Mannschaft bewies Moral, kämpfte sich zurück, wehrte in der dramatischen Schlussphase zwei gegnerische Matchbälle ab. Und Michelle Bartsch verwandelte zum Jubel der Fans dann den dritten Satzball mit einem Aufschlagpunkt.

"Erst als wir mit dem Rücken zur Wand standen, haben wir richtig Gas gegeben", befand der DSC-Coach. USC-Trainer Andreas Vollmer haderte nach dem Spiel allerdings mit einer Entscheidung des Schiedsrichters, der seiner Meinung nach beim ersten Matchball einen Touch nicht gesehen habe. "Das war für uns ein Stich ins Herz", meinte er. Die Frustration habe dann seinem Team etwas die Konzentration und Energie geraubt. Auch er musste allerdings zugeben, dass der DSC noch einmal deutlich zulegen konnte. Im vierten Satz drehten die Waibl-Schützlinge richtig auf. Jennifer Cross gab mit einer Aufschlagserie den Startschuss, Lisa Izquierdo lief zu Hochform auf und auch alle anderen steigerten sich. Auch die für Valérie Courtois eingewechselte Lisa Stock machte ihre Sache auf der Libero-Position gut.

So erzwang der DSC den Tiebreak, in den die Gastgeberinnen allerdings mit einem 2:4-Rückstand starteten. Doch schon beim letzten Seitenwechsel lagen die Dresdnerinnen mit 8:6 in Front. Zwar gab sich Münster nie auf, doch nach 123 Minuten verwandelte Jennifer Cross mit einer Blockabwehr den dritten Matchball zum Sieg. Die Zuschauer, die die Mannschaft die ganze Zeit über nach vorn gepeitscht hatten, feierten das Team mit stehenden Ovationen. Zuspielerin Laura Dijkema wurde als "Wertvollste Spielerin" geehrt, erfolgreichste Scorerinnen waren Michelle Bartsch mit 21, Kathleen Slay mit 17 und Lisa Izquierdo mit 16 Punkten.

"Der Gewinn des dritten Satzes war für uns mental der Knackpunkt. Er hat uns noch einmal viel Energie gegeben", erklärte Laura Dijkema, die beim letzten Spiel des Jahres morgen beim VCO Berlin nicht dabei sein wird. Sie und ihre niederländische Nationalmannschaftsgefährtin Myrthe Schoot traten bereits gestern die Heimreise an, denn sie werden von Auswahl-Trainer Giovanni Guidetti bereits am Mittwoch zum Lehrgang erwartet.

Astrid Hofmann

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