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DSC-Chef Dittrich träumt vom Double

Volleyball DSC-Chef Dittrich träumt vom Double

Die Glückwünsche, die bei Jörg Dittrich seit Sonntagabend eingingen, kann der Vorstandschef der DSC-Volleyballerinnen schon nicht mehr zählen. „Da fängt man eigentlich erst so richtig an zu realisieren und zu genießen, was die Mannschaft geschafft hat“, sagt Dittrich einen Tag nach dem grandiosen Pokal-Triumph.

Quelle: dpa

Dresden.  Die Glückwünsche, die bei Jörg Dittrich seit Sonntagabend eingingen, kann der Vorstandschef der DSC-Volleyballerinnen schon nicht mehr zählen. „Da fängt man eigentlich erst so richtig an zu realisieren und zu genießen, was die Mannschaft geschafft hat“, sagt Dittrich einen Tag nach dem grandiosen Pokal-Triumph des deutschen Meisters in der Mannheimer SAP-Arena. Er freut sich über die große Resonanz, für die dieser erneute Erfolg weit über die Grenzen Dresdens und Sachsens hinaus gesorgt hat. „Diesen Rückenwind müssen wir natürlich nutzen, um neue Sponsoren für uns zu gewinnen“, weiß der Unternehmer, dass der sportliche Erfolg immer wieder materiell untermauert werden muss.

Zumal sich der Pokalsieg trotz großartiger Kulisse von 12 000 Zuschauern finanziell für den Verein kaum auszahlt. „Außer einer kleinen Antrittsprämie, die jeder der vier Finalteilnehmer erhält und die keinesfalls die Kosten, die wir für dieses Event aufwenden, deckt, profitieren wir nicht davon“, stellt Dittrich klar. Und er kann auch deshalb – anders als beispielsweise beim Fußball – keine Extra-Prämien für die Spielerinnen in Aussicht stellen.

Vielmehr gibt er zu: „Wenn wir unser Team halten wollen, müssen wir beim Etat erneut etwas draufpacken.“ Bisher hat noch keine der Spielerinnen einen neuen Vertrag für die kommende Saison unterschrieben. „Es gab schon einige Gespräche, aber Vollzug können wir noch nicht vermelden“, so der Volleyball-Chef, der aber keine Bange hat, dass Trainer Alexander Waibl auch für die neue Spielzeit wieder eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammenstellen kann. Schließlich hat sich der DSC längst als Top-Adresse im Volleyball einen Namen gemacht. Das wissen auch ehemalige Dresdnerinnen zu schätzen. Nach Informationen dieser Zeitung würde zum Beispiel Mareen Apitz gern wieder für ihren Heimatverein aufschlagen. Die Nationalmannschaftszuspielerin, die 2014 nach Cannes (Frankreich) wechselte, ist derzeit bei Azeryol Baku in Aserbaidschan beschäftigt.

So, wie sich die 28-Jährige aber jetzt erst einmal auf ihre Aufgaben in Baku konzentriert, geht es auch für die frischgebackenen Pokalsiegerinnen in dieser Woche nahtlos weiter. Mit den Spielen morgen gegen die VolleyStars Thüringen und am Sonnabend in Aachen beenden die DSC-Schmetterlinge die Bundesliga-Vorrunde. Dabei soll Platz eins gesichert werden, um die beste Ausgangsposition für die Playoffs zu erkämpfen.

„Nachdem wir den Pokalsieg in der Tasche haben, kann man natürlich mit viel mehr Gelassenheit in die entscheidende Meisterschaftsphase gehen“, findet Dittrich. Er fügt aber hinzu: „Natürlich ist das eine Welle, auf der die Mannschaft vielleicht weiter surfen kann. Schließlich wäre es auch als Titelverteidiger Unsinn zu sagen, wir wollen jetzt Zweiter werden.“ Immerhin liegt das erste und bislang einzige Double der Vereinsgeschichte schon 17 Jahre zurück. „Da würde ich mich zumindest nicht weigern, wenn das klappt“, meint Dittrich grinsend. Ein Muss sei es aber nicht.

Alexander Waibl, der seinen Schützlingen gestern einen freien Tag gönnte, wollte unmittelbar nach dem Pokaltriumph nicht über den nächsten Titel orakeln. Zumal er genau weiß, welcher Kraftakt da auf seine Mannschaft wartet: „Seit Saisonbeginn haben wir fast ausschließlich englische Wochen gespielt. Da war die Belastung für unsere Spielerinnen, die mittlerweile 35 Partien in den Knochen haben, unglaublich hoch“, betont der Coach.

Die Titelverteidigung könnte diesmal auch besonders knifflig werden. Sollte der DSC zum sechsten Mal in Folge ins Finale um die Meisterschaft einziehen und würde die Serie „best of five“ über die volle Distanz gehen, könnte es sein, dass die beiden niederländischen Nationalspielerinnen Myrthe Schoot und Laura Dijkema nicht mehr mitspielen können, da sie mit ihrer Auswahl in Japan beim Olympia-Qualifikationsturnier antreten. „Da gibt es derzeit seitens der Liga verschiedene Überlegungen, aber noch keine Entscheidungen“, so Jörg Dittrich.

Von Astrid Hofmann

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