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DNN-Barometer: Dynamo Dresden genießt keinen guten Ruf

DNN-Barometer: Dynamo Dresden genießt keinen guten Ruf

Die SG Dynamo Dresden - Stolz des Ostens mit schlechtem Image und Stiefkind des DFB und der Medien. So lässt sich kurz zusammenfassen, was die Dresdner aktuell über "ihren" Fußball-Zweitligisten denken.

Dresden . Von Thomas Scholze

In Deutschland insgesamt genießt der Klub mit dem großen D im Wappen keinen guten Ruf. Dieser Ansicht sind 61 Prozent der Dresdner im aktuellen DNN-Barometer, für das das Institut für Kommunikationswissenschaft der Technischen Universität Dresden 524 repräsentativ ausgewählte Bürger der Stadt befragte. Dass Dynamo überall zwischen Rhein und Oder einen guten Ruf genießt, glauben nur 28 Prozent der Befragten, elf Prozent konnten sich keine Meinung bilden.

Schuld am schlechten Ruf haben zu einem großen Teil die Chaoten, die Schwarz-Gelb immer wieder durch Randale im Misskredit bringen. So zuletzt geschehen beim Pokalspiel Ende Oktober in Dortmund. Für das von Dresdner Anhängern im Stadion veranstaltete "Feuerwerk" und angerichtete Zerstörungen wurde der Klub hart bestraft, darf in der kommenden Saison nicht am DFB-Pokal teilnehmen. Gegen das Urteil hat Dynamo Rechtsmittel eingelegt. Im DNN-Barometer wurden die Dresdner gefragt, ob sie die Strafe für angemessen halten. Eine klare Mehrheit von 75 Prozent sagt: Nein. Der DFB bestraft Dynamo zu hart. Ein Grund dafür ist nach Ansicht der Dresdner die unausgewogene TV-Berichterstattung. Mehr als die Hälfte der Befragten meint, dass die Fernsehsender bei Ausschreitungen von Fußballfans mit zweierlei Maß messen und solche Vorkommnisse aufbauschen, wenn Ostvereine beteiligt sind.

Unstrittig ist dennoch: Gewaltbereiten Anhänger machen Dynamo große Sorgen. Dass die Vereinsführung es schafft, dieses Problem in den Griff zu bekommen, glaubt nur ein Drittel der Dresdner, 54 Prozent sind bei dieser Frage pessimistisch. 63 Prozent halten es für eine gute Idee, die Vereine generell an den Kosten für die Polizeieinsätze bei Fußballspielen zu beteiligen. Die selbe Frage stellten wir schon einmal im Jahr 2006. Damals waren es (nur) 57 Prozent.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.12.2011

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