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DFB verhandelt am 24. November über Pokal-Sperre für Dynamo Dresden

DFB verhandelt am 24. November über Pokal-Sperre für Dynamo Dresden

Der Ludwigsburger Fachanwalt für Sportrecht, Christoph Schickhardt, hat im Sportmagazin „kicker" noch einmal seine Ansicht bekräftigt, dass der geforderte Ausschluss des von ihm vertretenen Zweitligisten Dynamo Dresden unverhältnismäßig sei.

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Transparent von Dynamo-Fans beim Spiel im Leipziger Alfred-Kunze-Sportpark. (Archivfoto)

Quelle: Christian Nitsche

„Die geforderte Strafe ist unbestimmt in ihrer Auswirkung und sprengt in dieser Hinsicht finanziell jedes Maß", sagte der angesehene Jurist dem Magazin.

Der Kontrollausschuss des deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte den Ausschluss der Schwarz-Gelben vom DFB-Pokal-Wettbewerb 2012/2013 beantragt, nachdem bei Krawallen im Zusammenhang mit dem Pokal-Spiel in Dortmund am 25. Oktober mehrere Personen verletzt worden waren und ein Sachschaden von 150.000 Euro entstanden war.

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Der Verein wehrt sich gegen den Pokalausschluss juristisch.

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Für den BVB wurde eine Geldstrafe von 10.000 Euro wegen mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen beantragt. Beide Klubs haben gegen das Urteil Einspruch eingelegt, das DFB-Sportgericht verhandelt diesen Vorfall nun am 24. November. „Diese Strafe läuft auf eine Millionenstrafe hinaus. Dresden braucht die Pokaleinnahmen, um die gewaltigen Aufgaben auch im Jugend- und Nachwuchsbereich schultern zu können", sagte Schickhardt.

Generell spricht sich der Jurist für eine härtere Gangart im Kampf gegen die Krawallmacher aus. „Die gewaltbereiten Teile der Fans müssen konsequent ausgeschlossen werden. Man muss ihnen sagen, dass der Fußball auch ohne sie stattfindet", sagte Schickhardt, der auch ein Vermummungsverbot forderte: „Wer sich vermummt, hat etwas zu verbergen. Gleich, ob das beim Fußball oder bei einer Demonstration ist."

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Hans E. Lorenz (DFB-Sportrichter): „Tote gab es noch nie in unseren Stadien. Wenn es so weitergeht, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es Tote gibt.“

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Unterdessen hat DFB-Präsident Theo Zwanziger Dynamo-Präsident Andreas Ritter über seinen Pressesprecher Wolfgang Niersbach ausrichten lassen, dass er ein Treffen mit Ritter vor der Fällung eines Urteils ablehnt. Ritter hatte den DFB-Chef nach Bekanntwerden des Strafantrages des Kontrollausschusses per Brief um ein persönliches Gespräch gebeten, um Dynamos Position im Streit um die Ahndung der Vorfälle vom 25. Oktober zu erläutern.

Um Konsequenzen aus den Krawallen einiger hundert Chaoten unter den weit über 12.000 mitgereisten Dynamo-Anhängern in Dortmund geht es auch heute bei einem Gespräch zwischen der SGD-Vereinsführung und Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU).

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.11.2011.

JOL/DNN

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