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DFB verhandelt am 10. Dezember über die Vorfälle beim Spiel Hannover gegen Dynamo Dresden

DFB verhandelt am 10. Dezember über die Vorfälle beim Spiel Hannover gegen Dynamo Dresden

Die Fans von Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden werden am 10. Dezember angespannt nach Frankfurt blicken. An diesem Tag verhandelt der DFB-Kontrollausschuss ab 11 Uhr über eine mögliche Strafe für Dynamo wegen verschiedener Vorfälle beim DFB-Pokalspiel im Oktober bei Hannover 96. Zudem will das Gericht weitere Vorfälle der Fans beider Clubs aus Ligaspielen verhandeln.

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18 Dynamo-Fans wurden beim Spiel bei Hannover 96 festgenommen.

Quelle: dpa

Geleitet wird das Verfahren von Hans E. Lorenz, dem Vorsitzenden des DFB-Sportgerichts.

Im Fokus der Verhandlung stehen mehrere verschiedene Sachverhalte: Zum einen hatten Fanlager beider Seiten unabhängig voneinander Einlasskontrollen überlaufen. Zumindest bei den Dynamo-Fans gibt es dazu aber widersprüchliche Angaben: Eine Vermutung lautet, dies sei geplant geschehen, um Pyrotechnik an den Ordnern vorbei ins Stadion zu transportieren, eine andere Erklärung ist, dass Fans nur deswegen die Kontrollen überliefen, weil der Druck nachströmender Fans zu groß wurde.

Der Einsatz von Polizei und Ordnern war von den Dynamo-Fans massiv kritisiert worden. So hatte der Sicherheitsdienst in Hannover nur wenige Tore geöffnet, weswegen sich schnell ein Stau vor dem Stadioneingang bildete. Die Polizei soll zudem weitere Fans von hinten in diesen Trichter geleitet haben.

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Dynamo-Fans in Hannover

Quelle: dpa

„Zudem fielen Teile der Zuschauer während der Begegnung durch massiven Einsatz von Pyrotechnik und Becherwürfe auf. Darüber hinaus liefen in der 28. Minute etwa 30 Dresdner Zuschauer in den Innenraum. Nach Schlusspfiff verschafften sich bis zu 200 Anhänger der Gäste gewaltfrei Zugang zum Spielfeld und wurden anschließend von der Polizei wieder zurückgedrängt“, lauten die weiteren Vorwürfe des DFB, teilte Dynamo mit.

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Dynamo Dresden unterliegt Hannover 96 im Elfmeterschießen um den Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals. Am Rande des Spiels kam es zu Tumulten.

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Größtes Problem für Dynamo ist, dass der Verein bereits ein Jahr zuvor wegen Fanausschreitungen bei einem DFB-Pokalspiel auffällig wurde. Damals hatte Dynamo in der Berufungsverhandlung einen Pokalausschluss gerade so abwenden können. Ein Geisterspiel, ein Auswärtsspiel ohne eigene Fans und eine hohe Geldstrafe waren die Folge. Auch in dieser Saison musste der Stehplatz-Bereich für ein Spiel leer bleiben. Damals hatte der DFB von einem letzten Warnschuss gesprochen. Dynamo muss demnach eine harte Strafe fürchten. Ein Ausschluss aus dem Pokal würde neben den Negativschlagzeilen auch hohe finanzielle Einbußen bedeuten.

Dynamo kündigte an, sich bis zum Prozess nicht mehr öffentlich zu dem Thema zu äußern.

sl

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