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DFB fordert Strafe für Dynamo Dresden: Nur 13.000 Zuschauer beim ersten Saison-Heimspiel beantragt

DFB fordert Strafe für Dynamo Dresden: Nur 13.000 Zuschauer beim ersten Saison-Heimspiel beantragt

Der Kontrollausschluss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat eine empfindliche Straße für Zweitligist Dynamo Dresden gefordert. Wegen verschiedener Vorfälle bei den Spielen gegen 1860 München und den FSV Frankfurt soll Dynamo beim ersten Heimspiel der kommenden Saison nur 13.000 Karten verkaufen dürfen, davon 3000 ausschließlich an Gästefans.

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Zum Saisonauftakt soll der K-Block bei Dynamo Dresden wieder leer bleiben müssen.

Quelle: Stephan Lohse

Die Stehplätze sollen komplett geschlossen bleiben.

Gegen Karlsruhe sollen Fans Plastikbecher nach den Schiedsrichter-Assistenten geworfen haben. Für das letzte Saisonspiel in Frankfurt werden den Dynamos ein Sturm der Einlasskontrolle, das eindringen von Fans in den Stadion-Innenraum sowie Beschädigungen der Banden und Abbrennen von Pyrotechnik vorgeworfen. Der Verein wollte sich am Abend noch nicht festlegen, ob er das Urteil akzeptiert.

Bereits in der Vorsaison war Dynamo vom DFB wegen Fan-Vorfällen hart bestraft worden. Neben hohen Geldbußen musste Dynamo nach den Fanrandalen in Dortmund gegen Ingolstadt unter Ausschluss der Öffentlichkeit spielen, durfte zu Eintracht Frankfurt keine Fans mitnehmen und erhielt eine 100.000 Euro-Strafe. Dank einer Geisterticket-Kampagne konnte damals zumindest der finanzielle Schaden gemildert werden.

Zugleich forderte der DFB-Kontrollausschuss auch Strafen gegen acht weitere Vereine. Fortuna Düsseldorf und der Karlsruher SC sollen ihr erstes Heimspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen. Hertha BSC, der 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt dürften gemäß Antrag maximal 20.000 Tickets für das erste Heimspiel verkaufen. Zudem sollen Borussia Dortmund, Bayern München und Jahn Regensburg Geldstrafen zahlen.

Am härtesten bestraft werden soll Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf. Wegen „Vorkommnissen in drei Rückrundenspielen der 2. Bundesliga und in beiden Relegationsspielen gegen Hertha BSC Berlin fordert der Kontrollausschuss, dass die Fortuna ihr erstes Heimspiel der neuen Spielrunde unter Ausschluss der Öffentlichkeit austrägt und darüber hinaus 100.000 Euro Geldstrafe zahlt“, hieß es in einer Mitteilung des DFB. Das Relegations-Rückspiel gegen Hertha BSC hatte wegen Einsatzes von Pyrotechnik und eines Platzsturms insgesamt dreimal unterbrochen werden müssen.

„Wir halten diesen Antrag des Kontrollausschusses für vollkommen unangemessen und nicht hinnehmbar“, teilte Hertha-Manager Michael Preetz mit und kündigte an, Rechtsmittel einzulegen. Fortuna Düsseldorf will nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Peter Frymuth zunächst intern beraten, wie man reagieren werde.

Einen kompletten Zuschauerausschluss für das erste Heimspiel der Saison beantragte der Kontrollausschuss auch für den Karlsruher SC zuzüglich einer Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro. Damit ahndete der DFB „Vorfälle aus vier Rückrunden-Spielen und den beiden Relegationsspielen gegen Jahn Regensburg“. Hertha, Köln und Frankfurt sollen bei ihren Heimpremieren der neuen Runde jeweils nur 15.000 Karten an ihre Anhänger zuzüglich 5000 Karten an die Gästefans verkaufen dürfen. Zudem sollen die Clubs jeweils 50.000 Euro Strafe bezahlen.

Der deutsche Meister Borussia Dortmund soll 75.000 Euro Geldstrafe zahlen - für das Abbrennen von Pyrotechnik durch Dortmunder Zuschauer bei insgesamt fünf Bundesliga-Rückrundenspielen und beim DFB-Pokalendspiel. Bayern München wurden wegen ähnlicher Vergehen 40.000 Euro, Jahn Regensburg 10.000 Euro Geldstrafe aufgebrummt.

Mehr zur Reaktion der SG Dynamo Dresden auf den Strafantrag lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der DNN vom 13. Juni.

dpa / sl

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