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DFB-Sportgericht: Dynamo Dresden kämpft gegen drohende Pokalsperre

DFB-Sportgericht: Dynamo Dresden kämpft gegen drohende Pokalsperre

Dynamo Dresden hat sich zum Auftakt der DFB-Sportgerichtsverhandlung um seine Randalierer vehement gegen einen Ausschluss aus der Pokalrunde 2012/2013 gewehrt.

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Der Geschäftsführer des Zweitligisten Dynamo Dresden, Volker Oppitz (v-l), der Anwalt Christoph Schickardt und dessen Referendar Christoph Bolt sehen sich am Donnerstag (24.11.2011) in Frankfurt am Main im DFB-Sportgericht vor Beginn der Verhandlung

Quelle: dpa

„Ich möchte vorausschicken, dass wir die Fans nicht verteidigen, die Krawallmacher. Wir haben ein evidentes Interesse, dass sie hinter Schloss und Riegel kommen", sagte Christoph Schickhardt, der Anwalt des Zweitligisten, am Donnerstag in Frankfurt/Main.

Die vom Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) beantragte Strafe sei aber so drastisch, wie es sie noch nie gegeben habe. Die Pokal-Einnahmen seien eine grundlegende Voraussetzungen für die wirtschaftliche Sanierung und für die Jugendarbeit des Clubs, so Schickhardt.

Bei der Verhandlung unter dem Vorsitz von Hans E. Lorenz geht es seit etwa 14 Uhr um die Ausschreitungen bei der Partie vom 25. Oktober bei Borussia Dortmund (0:2). Am Rande des Zweitrundenspiels im DFB-Pokal kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Fans und Polizei sowie Ordnern. Bereits auf einem zentralen Fanmarsch zum Dortmunder Signal-Iduna-Park soll es Scharmützel zwischen Fans und Ordnungshütern gegeben haben.

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Der Verein wehrt sich gegen den Pokalausschluss juristisch.

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Hans E. Lorenz (DFB-Sportrichter): „Tote gab es noch nie in unseren Stadien. Wenn es so weitergeht, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es Tote gibt.“

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Im Stadion lieferte sich dann ein Teil der mehr als 10.000 Dresdner Anhänger dann heftige Auseinandersetzungen mit Polizei und Ordnern. Zudem zündeten die Dynamos zahlreiche Pyrotechnik-Artikel wie bengalische Feuer, Böller oder Leuchtspurgeschosse. Eine der bengalischen Fackeln landete gar direkt neben dem Dortmunder Torhüter. Zwei Mal musste der Schiedsrichter die Partie wegen der Zündeleien unterbrechen, Störungsversuche mit Laserpointern gegenüber Dortmunder Spielern sorgten für eine weitere Unterbrechung der Partie.

Zudem richteten die Dresdner umfangreiche Schäden im Dortmunder Stadion an. Rund 200 Sitzschalen wurden aus der Verankerung gerissen, eine Werbebande und mehrere Toiletten zerstört, zudem demolierten die „Fans" mehrere Kioske im Stadionbereich. Auch nach dem Spiel soll es Ausschreitungen der Dresdner gegeben haben.

Dresden hatte gegen das angedrohte Strafmaß Einspruch eingelegt. Die Strafe sei unverhältnismäßig. Viele Fans kritisierten zudem, dass an den Schwarz-Gelben ein Exempel statuiert werde. Bei fast allen Partien der Pokalrunde hatte es in auf den Rängen Pyrotechnik "zu sehen" gegeben. DFB-Chefankläger Anton Nachreiner schilderte dezidiert das Fehlverhalten der Dynamo-Anhänger. Die Vorfälle bei dem Pokalspiel hatten eine erneute Sicherheitsdebatte im deutschen Fußball entfacht.

dpa/sl

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