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DFB-Pokal-Krimi in Hannover: Dynamo Dresden scheitert im Elfmeter-Schießen

DFB-Pokal-Krimi in Hannover: Dynamo Dresden scheitert im Elfmeter-Schießen

Dynamo Dresden hat sich mit einer bärenstarken Leistung im DFB-Pokal frisches Selbstvertrauen für das Heimspiel am Sonntag gegen Union Berlin geholt. Vor 30.000 Zuschauern in der AWD-Arena boten die Schwarz-Gelben dem Europa-League-Teilnehmer Hannover 96 einen großen Kampf.

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Quelle: dpa

In einer spannenden Partie gab es beim Stand von 1:1 (1:1) auch nach 120 Minuten keinen Sieger, erst im Elfmeterschießen hatte der Favorit das bessere Ende für sich und gewann mit 5:4. Mickael Poté verschoss den entscheidenden Elfmeter, Ron-Robert Zieler hielt.

 

"Wir wollen von vorne weg explodieren, sofort angreifen", hatte Hannovers Trainer Mirko Slomka vor der Partie angekündigt. Und die Niedersachsen hielten Wort, gaben von Beginn an Gas, um die Obersachsen an deren Strafraum zurückzudrängen. Dynamo-Trainer Ralf Loose setzte auf eine verstärkte Defensive, hatte die Viererkette mit Florian Jungwirth zur Fünferkette ausgebaut. "Sie werden uns nicht unterschätzen", hatte der 49-Jährige mit Blick auf die Gastgeber vorausgesagt - und Recht behalten, denn der Pokalsieger von 1992 war mit der besten Elf angetreten. Personell nahm der Dortmunder vier Änderungen gegenüber dem Spiel in Hamburg vor: Wie angekündigt rückte der Ex-Hannoveraner Florian Fromlowitz ins Tor, Abwehrchef Romain Brégerie und Kapitän Robert Koch (beide zuletzt gesperrt) nahmen ihre gewohnten Plätze wieder ein. Überraschend war nur, dass der in dieser Saison bislang erst einmal in der Startelf aufgebotene David Solga für Anthony Losilla ins Mittelfeld rückte.

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Dynamo Dresden unterliegt Hannover 96 im Elfmeterschießen um den Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals. Am Rande des Spiels kam es zu Tumulten.

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Dynamo war zwar zuerst auf Sicherung des eigenen Tores bedacht, suchte aber durchaus auch den Pass nach vorn. Cristian Fiel kam sogar einmal zum Abschluss, schoss aber von der Strafraumgrenze links vorbei (10.). Das Spiel machte aber ansonsten der Tabellenzehnte der Bundesliga - und er hatte bald auch Erfolg: Eine Flanke von rechts köpfte Didier Ya Konan vor die Füße von Mame Diouf, der schneller als Vujadin Savic schaltete und flach zum 1:0 traf (17.).

 

Nach der schnellen Führung atmete Hannover kurz durch, das sollte sich rächen. Ein Solo vonn Idir Ouali konnten die Hausherren nur unfair bremsen, Schiedsrichter Wolfgang Stark gab Freistoß. Mit einem Gewaltschuss donnerte Brégerie die Kugel ins Netz - das überaschende 1:1! Die rund 10.000 Fans der Dresdner waren aus dem Häuschen und feierten, nachdem sie zu Spielbgeinn noch mit "Stasi raus!"-Rufen und Pyrotechnik begrüßt worden waren. Leider zündeten daraufhin auch einige Dresdner Fans Bengalos, doch der Rauch auf beiden Seiten verzog sich schnell wieder, gegenseitige Schmähgesänge blieben. Dynamo agierte nun mutiger, die 96er griffen zur Sense, um die Konter jäh zu unterbinden. Jan Schlaudraff und Ya Konan sahen dafür Gelb. Trotzdem hatte Koch die Riesenchance zur Führung, als er nach einer Schuppan-Eingabe aus drei Metern an Ron-Robert Zieler scheiterte (43.). Auf der Gegenseite verfehlte Ya Konan das Tor nur knapp, so ging es mit 1:1 in die Pause.

 

Unverändert kamen beide Mannschaften aus der Kabine, Hannover übernahm wieder die Initiative. Innenverteidiger Karim Haggui köpfte an den linken Pfosten, da hatte Dynamo gewaltig Dusel (54.). Fromlowitz musste ansonsten mehrmals bei Standards eingreifen, bot bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte eine sehr gute Partie. In der hatte auch Dynamo noch mitzureden, denn Zieler musste nach einem Konter einen gefährlichen Schuss von Mickael Poté klären (57.). Dann war wieder Zielers Vorgänger bei Hannover an der Reihe - Fromlowitz parierte einen Fernschuss Ya Konans (65.). Nach und nach wuchs der Druck des Favoriten, aber Dynamo hielt stand - auch als Brégerie angeschlagen raus musste. Dennoch setzte Dynamo Nadelstiche: Solga schoss nach Vorarbeit der eingewechselten Kitambala und Losilla knapp vorbei (83.). Da lag die Sensation in der Luft! So ging es in die Verlängerung - und Fromlowitz konnte sich weiter auszeichnen. Als Lynel Kitambala verzog (118.), musste das Elfmeterschießen entscheiden. Dort fehlte Dynamo aber das nötige Glück.

Jochen Leimert

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