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DFB-Pokal: Dynamo Dresden gelingt gegen Bayer Leverkusen die Sensation

DFB-Pokal: Dynamo Dresden gelingt gegen Bayer Leverkusen die Sensation

Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden hat die Pokalsensation gegen Bayer 04 Leverkusen geschafft. In der ersten Hauptrunde siegten die Dresdner am Samstagnachmittag im heimischen Glücksgas-Stadion mit 4:3 nach Verlängerung gegen den deutschen Vizemeister.

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Dresdens Romain Bregerie (r.) kann Leverkusens Renato Augusto nicht aufhalten.

Quelle: dpa

Alexander Schnetzler traf mit einem Konter in der 117. Minute zum umjubelten Sieg. Vor 25.959 Zuschauern im nicht ganz ausverkauften Glücksgas-Stadion trafen in der regulären Spielzeit Derdiyok, Sam und Schürrle für Bayer, Schuppan und zwei Mal Koch für Dynamo.

Bereits nach zwölf Minuten war der Traum von der Sensation eigentlich ausgeträumt. Leverkusen spielte vom ersten Ballkontakt an hochkonzentriert. Bereits in den ersten drei Minuten hatte die Bayer-Elf zwei Chancen. In der sechsten Minute war es dann soweit. Bei einer Flanke von Lars Bender stieg Eren Derdiyok in der Mitte am höchsten und köpfte den Ball direkt unter die Latte. Dennis Eilhoff im Dynamo-Tor war machtlos.

Danach hatte Dynamo durch Koch die Riesenchance zum Ausgleich. Sein Schuss von der linken Strafraumkante strich jedoch am Gästetor vorbei. Quasi im Gegenzug machte Bayer das 2:0. In Weltklasse-Manier nahm Sidney Sam einen hohen Ball von Simon Rolfes an und spitzelte die Kugel über Eilhoff hinweg ins Tor.

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Dynamo siegt nach dramatischem Spiel gegen Bayer Leverkusen.

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Danach bestimmte Leverkusen die Partie, ließ größtenteils Ball und Gegner laufen. Einzig rund um die 20. Minute versuchte Dynamo noch mal zu drücken. Ansonsten war Leverkusen deutlich stärker und schnürte den Zweitligisten in der eigenen Hälfte ein. Dynamo spielte zu langsam, umständlich und ohne Mut, konnte die überlegenen Gäste auch bei Kontern nicht in Verlegenheit bringen.

Nach der Pause war Dynamo bemüht, für mehr Gefahr im gegnerischen Strafraum zu sorgen, wurde aber erneut kalt erwischt. Leverkusens Neuzugang Andre Schürrle konnte nach 49 Minuten unbedrängt in den Strafraum laufen, distanzierte mit zwei Übersteigern seinen Gegenspieler Jungwirth und schlenzte den Ball dann ins Tor.

Danach erlahmte die Gegenwehr der Dynamos vorerst. Im kalten Nieselregen ließen die Schwarz-Gelben die Köpfe hängen. Leverkusen kontrollierte das Spiel. Ein Freistoß brachte Dynamo noch einmal zurück in die Partie. In der 68. Minute wurde Filip Trojan gefoult, den Freistoß von Cristian Fiel köpfte Sebastian Schuppan ins Tor.

Jetzt spielte Dynamo wie entfesselt. Nur drei Minuten später traf Robert Koch, erneut per Kopf, nach einer Flanke von Trojan, noch einmal zwei Minuten später hätte Martin Stoll fast zum Ausgleich eingeköpft. Dieses Mal aber konnte Leverkusens Stefan Kießling auf der Linie retten.

Danach fing sich Leverkusen wieder, Dynamo blieb aber - angefeuert vom lautstarken Publikum - gefährlich. Als schon alles nach einem Leverkusener Sieg aussah, waren die Dresdner aber noch einmal hellwach. Pavel Fort verpasste in der 87. Minute eine Fiel-Ablage, doch wieder war Robert Koch da und staubte aus kurzer Distanz ab.

Jetzt reagierte Leverkusen geschockt. Bei einem Ballack-Freisoß in der 89. Minute hielt das Publikum noch einmal den Atem an. Aber der eingewechselte Ex-Kapitän der Nationalmannschaft schoss weit über das Tor.

In der Verlängerung boten sich beide Mannschaften dann den erhofften Pokalfight. Leverkusen musste jetzt offensiv wieder mehr zeigen, Dynamo spielte aber mit und mutig nach vorn. Beide Mannschaften waren jetzt ebenbürtig, wenn auch Leverkusen ein wenig mehr vom Spiel hatte. Im zweiten Abschnitt der „Extraschicht" schwanden allerdings langsam die Kräfte der Dynamos. Bis zur 117. Minute. Plötzlich ging der erst kurz zuvor eingewechselte Alexander Schnetzler auf und davon und traf zum 4:3. Leverkusen warf noch einmal alles nach vorn, Dennis Eilhoff und seine Verteidiger brachten die Sensation aber unter Dach und Fach.

sl

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