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Crimmitschau erzwingt drittes Pre-Playoff-Spiel gegen die Dresdner Eislöwen

Alles noch mal auf Null Crimmitschau erzwingt drittes Pre-Playoff-Spiel gegen die Dresdner Eislöwen

Nachdem das Team von Trainer Bill Stewart am Freitag die Eispiraten Crimmitschau vor 3732 Zuschauern hauchdünn mit 2:1 in der Verlängerung bezwungen hatten, mussten sie sich am Sonntag im Sahnpark den Westsachsen klar mit 1:4 (0:0, 1:2, 0:2) geschlagen geben.

 

Eispirat Eric Lampe erzielt das 1:0 gegen den geschlagen am Boden liegenden Eislöwen-Torwart Brett Jaeger. Dresdens Kai Wissmann (r.) kommt zu spät.

Quelle: DFM/Grimm

Dresden.  Auf so viel Spannung hätten die Dresdner Eislöwen und ihre Fans sicher gern verzichtet. Doch die Entscheidung, ob die Elbestädter ins Playoff-Viertelfinale einziehen, ist auf den Dienstag vertagt. Nachdem das Team von Trainer Bill Stewart am Freitag in einem nächtlichen Krimi die Eispiraten Crimmitschau vor 3732 Zuschauern hauchdünn mit 2:1 (1:1, 0:0, 0:0, 0:0, 1:0) in der Verlängerung bezwungen hatten, mussten sie sich am Sonntag im Sahnpark den Westsachsen klar mit 1:4 (0:0, 1:2, 0:2) geschlagen geben. Damit steht es in der Serie „best of three“ 1:1 und die Uhren werden am Dienstag ab 19.30 Uhr erneut auf Null gestellt.

Zeigen wird sich, ob es dann erneut ein Kampf auf Biegen und Brechen wird wie beim ersten Match am Freitag. Unter den Augen von Ex-Trainer Thomas Popiesch, der es sich nicht nehmen ließ, die beiden möglichen Gegner seiner Fischtown Pinguins Bremerhaven zu beobachten, hatten sich die Eislöwen und Eispiraten eine heiße Schlacht geliefert, die erst in der 81. Minute durch eine Überzahlsituation beendet wurde. Jeffrey Szwez hatte den Puck nach einem Gewaltschuss von Petr Macholda unhaltbar für Ryan Nie in die Maschen gelenkt.

Zuvor gaben beide Mannschaften keinen Zentimeter Eis preis. Dabei hatte Dominik Grafenthin schon in der 5. Minute für die Dresdner Führung gesorgt. Aber die Gäste aus Crimmitschau kamen nach einem schnellen Konter mit ein wenig Glück in der 19. Minute zum Ausgleich. Danach bissen sich die Hausherren an Nie immer wieder die Zähne aus, so dass Bill Stewart sich später zu dem Spruch hinreißen ließ: „Er hat seine Eier im Lkw hergebracht.“ Allerdings bot auch Brett Jaeger im Eislöwen-Gehäuse eine starke Leistung und ließ sich nicht noch einmal überwinden. So war nach vier kompletten Dritteln noch keine Entscheidung gefallen. Erst als Eispiraten-Goldhelm Eric Lampe in der 80. Minute eine Strafe zog, fiel dann zu Beginn des fünften Abschnitts das Tor für die Hausherren.

Während am Freitag bei den Eislöwen David Rodman als überzähliger Ausländer pausieren musste, saß gestern ausgerechnet der Ex-Crimmitschauer Max Campbell auf der Tribüne. Allerdings konnten die Dresdner aus dem breiter aufgestellten Kader – Stewart hat vier Reihen zur Verfügung, Eispiraten-Coach Chris Lee nur drei – keinen Vorteil ziehen. Zwar erarbeiteten sich die Elbestädter vor einer begeisterten Kulisse von 4497 Zuschauern im ersten Drittel einige gute Chancen, konnten daraus aber kein Kapital schlagen. Besser machten es die Hausherren, die im zweiten Durchgang binnen fünf Minuten zweimal eiskalt einnetzten. So vollendete der glänzend aufgelegte Eric Lampe in der 29. Minute ein Solo zum 1:0. Und der Ex-Eislöwe Patrick Pohl erhöhte in der 34. Minute nach Vorarbeit von Lampe zum 2:0. Zwei Minuten vor der Pause aber konnte einmal mehr Jeffrey Szwez in Überzahl für den Anschluss sorgen. Damit blieb es weiter spannend.

Gleich zu Beginn des dritten Durchgangs versäumten es die Dresdner, bei einem erneuten Powerplay den Ausgleich zu erzielen. Ein Schuss von Steven Rupprich ging an die Querlatte und Kai Wissmann scheiterte an Nie. Mit einem erneuten Konter stellten die Eispiraten in der 43. Minute endgültig die Weichen auf Sieg. Wieder war es Eric Lampe, der in der 43. Minute mit einem Schuss durch die Beine Brett Jaeger überwinden konnte. Zwar versuchten die Dresdner noch einmal, das Blatt zu wenden. Als jedoch Patrick Pohl in der 59. Minute den Puck ins leere Eislöwen-Gehäuse schob, war die Niederlage endgültig besiegelt.

„Die Stimmung im Stadion war sensationell, unser Spiel war es definitiv nicht. Crimmitschau war diesmal die bessere Mannschaft, hat mehr Leidenschaft gezeigt. Am Dienstag werden wir sehen, wohin die Reise geht. Jetzt braucht man nichts mehr sagen. Die Antwort muss auf dem Eis geliefert werden“, erklärte Bill Stewart. Auch in der zweiten Pre-Playoff-Serie fällt die Entscheidung zwischen Rosenheim und Riessersee erst morgen.

Von Astrid Hofmann

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