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Cloud&Heat-Volleyballer: Plötzliche "Krankheitswelle" verursacht Spielabsage

Cloud&Heat-Volleyballer: Plötzliche "Krankheitswelle" verursacht Spielabsage

Bei den Dresdner Erstliga-Volleyballern brennt es weiter lichterloh. Nachdem die Spielbetriebs-GmbH am Donnerstag unerwartet einen Insolvenzantrag gestellt hatte, wollten die Spieler bis auf Kapitän Santino Rost am Sonnabend dennoch beim Punktspiel in Düren antreten.

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Quelle: PR

Aber - welch Zufall - setzte eine "Krankheitswelle" vor der Abfahrt gleich vier Spieler außer Gefecht. So stieg Trainer Zoran Nikolic mit sieben Spielern in den Bus. Noch in Dresden fühlte sich plötzlich auch Alan Wasilewski nicht mehr wohl und blieb ebenfalls zu Hause. Da waren´s nur noch Sechs. Kurz vor der Partie in Düren plagten dann Florian Hecht schlimme Kopfschmerzen. So blieben mit Adrian Szlubowski, Miroslaw Vrban, Christian Heymann, Aleksandar Veselinovic und Ole Schwerin noch fünf Unerschütterliche übrig - zu wenig, um ein Spiel zu bestreiten. Die Partie wurde mit 3:0 für den Gastgeber gewertet. "So etwas habe ich in elf Jahren Bundesliga noch nicht erlebt", meinte Dürens Kapitän Jaromir Zachrich. Trainer Zoran Nikolic sagte: "Es war mir so peinlich gegenüber dem gegnerischen Verein und den Zuschauern. Traurig, dass wir dafür 670 Kilometer nach Düren gefahren sind und die gleiche Strecke noch einmal zurückreisen müssen."

Die Verantwortlichen für dieses Dilemma riskieren den sofortigen Lizenzentzug durch die VBL. Marc Wittmann sagte noch am Sonnabend dazu: "Grundsätzlich hat es nichts an der Situation geändert. Es liegt im Ermessensspielraum der Liga." Zu Wochenbeginn soll darüber beraten werden. Bei der Entscheidungsfindung dürfte ein Offener Brief von Barbara Lässig, Aufsichtsratsvorsitzende der Cloud&Heat Volley Dresden, an die Volleyball-Bundesliga kaum hilfreich sein. Darin droht sie VBL-Chef Klaus Peter Jung sowie Marc Wittmann - wie schon zuvor dem VC Dresden und seinen sieben Vorstandsmitgliedern - mit einer Klage. Sie schreibt: "Da ich auch ein Mitwirken Ihrerseits in Bezug auf das geschäftsschädigende Verhalten (und damit an der systematischen Zerstörung der Dresdner GmbH) vermute, erlaube ich mir heute schon, auch im Namen der Gesellschafter und einiger Sponsoren darauf hinzuweisen, dass auch Ihre Rolle einer zivil- und strafrechtlichen Würdigung unterzogen werden könnte."

Die Verantwortlichen des VC Dresden müssen auf jeden Fall heute bei der VBL ein finanzielles Konzept präsentieren, wie sie unter den gegebenen Umständen den Spielbetrieb weiter absichern wollen. Keine leichte Aufgabe, doch der Vorsitzende Jens Drummer erklärte gestern: "Wir werden der VBL ein Konzept vorlegen. Es war schade, dass wir am Sonnabend auf den kurzfristigen Ausfall so vieler Spieler nicht mehr reagieren konnten." So wäre es wohl möglich gewesen, den Kader mit Spielern aus der zweiten Mannschaft aufzufüllen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.12.2014

Astrid Hofmann

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