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Claudia Barsig feiert „Dreier“ beim Jubiläums-Renntag in Dresden

Vier einheimische Siege zum 125-jährigen Bestehen Claudia Barsig feiert „Dreier“ beim Jubiläums-Renntag in Dresden

Claudia Barsig strahlte mit der Sonne um die Wette und vollführte einen Freudensprung. „Ein perfekter Tag“, jubelte die Seidnitzer Galopp-Trainerin nach dem dritten Sieg. Sie avancierte bei diesem zweiten Renntag auf der heimischen Bahn vor reichlich 8200 Zuschauern zur „Überfliegerin des Tages“.

Dresdner Rennverein

Quelle: Logo

Dresden.

Der vierjährige Wallach unter Michael Cadeddu ließ in diesem Ausgleich II über 2000 m der Konkurrenz keine Chance, galoppierte mit einer dreiviertel Länge vor Silicon Valley ins Ziel. Dabei war Barsig schon vorher sehr zuversichtlich: „Tim Rocco hatte viermal in Folge gewonnen, warum sollte es nicht auch ein fünftes Mal klappen. Es ist schon stark, denn die Aufgaben wurden ja von Mal zu Mal schwieriger“, meinte die Trainerin, die kein besonderes Erfolgsgeheimnis hat, sondern nur erklärt: „Das Pferd fühlt sich einfach rundum wohl.“ Dass es sich außerdem in Familienbesitz – gehört Tochter Christin – befindet, sieht Claudia Barsig als nichts Besonderes: „Natürlich ist das schön, aber ich freue mich vor allem auch immer, wenn die Vollblüter unserer anderen Besitzer Siege feiern. Für den Rennstall der Seidnitzerin stehen damit jetzt in diesem Jahr vier Treffer in Deutschland und zwei in Frankreich zu Buche.

Jubeln durfte auch Trainerkollege Lutz Pyritz, der im sechsten Rennen mit A Miracle seinen ersten Sieger 2016 sattelte. Der 58-Jährige war Anfang des Jahres beim Training mit einem seiner Schützlinge gestürzt und hatte sich eine Schulterverletzung zugezogen. Deshalb musste er einige Wochen pausieren und konnte erst im März mit seinen Pferden richtig loslegen. Der siebenjährige Wallach, als 109:10-Außenseiter gestartet, löste seine Aufgabe unter dem erst 22-jährigen Italiener Francesco Ladu souverän. Mit insgesamt vier Siegen für die Seidnitzer Farben hätte der Jubiläums-Renntag nicht besser laufen können. Auch Besitzertrainer Guido Scholze durfte sich im letzten Rennen freuen, denn der zum Dresdner „Galopper des Jahres“ gekürte Rosentor lief als Dritter ins Geld. Bei den Jockeys gab es durch Michael Cadeddu und Maxim Pecheur zwei Doppelsieger. Champion Alexander Pietsch konnte diesmal keinen Treffer landen. Der gebürtige Dresdner musste sich mit einem zweiten und dritten Platz zufrieden geben.

Ein positives Fazit zog Rennvereins-Präsident Michael Becker nach diesem Jubiläums-Renntag: „Es hat alles gepasst. Das Wetter, die große Anzahl der Besucher und dazu vier einheimische Siege. Was will man mehr?!“ Einen kleinen Wermutstropfen konnte er dabei verschmerzen. Mit 121 585,23 Euro fiel der Gesamtumsatz nicht so gut aus wie vielleicht erhofft. „Das lag aber ausschließlich an den Außenwetten, es hatte wohl einige technische Probleme gegeben. Aber mit dem Umsatz, den uns die Zuschauer auf der Bahn beschert haben und der immerhin 55,6 Prozent ausmachte, können wir sehr zufrieden sein“, so Becker.

Im Rahmenprogramm drehte sich alles um den 125. Geburtstag der Bahn. Dabei waren die Wiederaufführung des Rennvereinsmarsches und auch die Vorstellung ehemaliger Dresdner Rennställe zwei Höhepunkte.

Von Astrid Hofmann

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