Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 11 ° Sprühregen

Navigation:
Google+
CFC-Trainer Schädlich hofft gegen Dynamo Dresden auf Überraschung

CFC-Trainer Schädlich hofft gegen Dynamo Dresden auf Überraschung

Beinahe wäre dem Chemnitzer FC in der abgelaufenen Saison der Durschmarsch in die 2. Bundesliga geglückt. Wenige Spieltage vor Saisonende in der 3. Liga lag der DDR-Meister von 1967 auf dem Relegationsrang, bevor ihm doch noch die Luft ausging.

DrefffffChemnitz/Dresden .

Ein Wiedersehen mit Dynamo Dresden gibt es dennoch: am Montag in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals. Vor dem Sachsen-Derby, das um 18.30 Uhr auf der Chemnitzer "Fischerwiese" angepfiffen wird, sprachen die DNN mit CFC-Trainer Gerd Schädlich über die Rivalität beider Teams, Dresden-Importe und ein mögliches Elfmeterschießen.

Frage: Haben Sie sich über das Los Dynamo gefreut?

Gerd Schädlich: Ja, wir haben uns schon darüber gefreut. Es ist ein Sachsen-Derby, verspricht eine gute Kulisse und: Gegen Dresden waren es in der Vergangenheit immer sehr interessante Spiele.

Im Sachsenpokal haben die Himmelblauen den Schwarz-Gelben in den letzten Jahren schon wiederholt ein Bein gestellt. Was macht den besonderen Reiz aus, den alten Rivalen aus der DDR-Oberliga zu ärgern?

Ich war nur beim letzten Mal dabei und gebe wenig auf Spiele aus der Vergangenheit. Wichtig ist, was sich aktuell abspielt. Beide Mannschaften sind im letzten Jahr aufgestiegen, haben als Neuling eine gute Rolle gespielt und beide sind Neunter geworden. Aber natürlich sind beide auch Traditionsvereine, nur knapp 80 Kilometer voneinander beheimatet. Da ist es klar, dass sich daraus Rivalität ergibt. Ich hoffe nur, dass am Montag auch alles rund ums Spiel friedlich abläuft.

Der Saisonstart Ihrer Mannschaft war durchwachsen. Hat der Punkt beim 0:0 in Rostock noch mal frisches Selbstvertrauen gebracht?

Ja, das kann man so sehen. Das war unser Nahziel, wobei für uns mehr möglich war, wenn man die 90 Minuten sieht. Wir haben es leider nicht verstanden, die Schwächen der Rostocker zu nutzen. Wir hätten unsere Angriffe besser ausspielen müssen.

Die von Ihnen verpflichteten Ex-Dynamos Maik Kegel und Sascha Pfeffer haben bislang alle fünf Punktspiele bestritten. Haben sie auch Ihre Erwartungen erfüllt?

Das ist zu zeitig, da eine Einschätzung vorzunehmen. Bisher haben sie ihre Sache ordentlich gemacht, aber man muss trotzdem bis Weihnachten warten, um ein Urteil zu fällen. Es sind bei jedem Steigerungen möglich - genauso wie bei der gesamten Mannschaft.

Können sie im Duett den nach Düsseldorf abgewanderten Torvorbereiter vom Dienst, Ronny Garbuschewski, ersetzen?

Wir wussten schon, dass wir ihn nicht eins zu eins ersetzen können, deshalb haben wir verschiedene personelle Veränderungen getroffen. Ronny hat schon eine Quote gehabt, die enorm war, was Tore und Vorlagen anbelangt. Ich denke, das wird nicht einfach werden für beide Spieler, diese Quote zu erreichen. Aber das war auch nicht so angedacht, wir haben gesagt, dass wir die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen wollen. Wir haben letztes Jahr viel von der rechten Seite gelebt, die linke war voriges Jahr schwach. Jetzt versuchen wir, über beide Seiten Wirkung zu erzielen.

In Dresden galt Kegel im Training und im Spiel als relativ stiller, zurückhaltender Typ und vielen Beobachtern als ewiges Talent. Tritt er mit dem Wissen, jetzt endlich Stammspieler zu sein, selbstbewusster auf?

Er ist ein ruhiger, stiller Junge und wird sicherlich nicht durch den Vereinswechsel zum Sprecher werden. Das war auch nicht so angedacht, dass er hier sofort eine Führungsrolle übernimmt. Da haben wir mit Sträßer, Wachsmuth und Pentke schon ein paar Führungsspieler. Maik soll einfach unser Mittelfeldspiel beleben.

Pavel Dobry war schon bei Dynamo lange in der dritthöchsten Spielklasse erfolgreich, dann auch in Chemnitz. Jetzt haben auch Sie ihn ausgemustert - weil er inzwischen zu langsam für die Liga ist?

Dynamo Dresden hat ihn vor zwei Jahren ausgemustert, dann kam er zu uns in die vierte Liga, ist dann aufgestiegen und hat ein Jahr erfolgreich in der dritten Liga gespielt. Wenn ihn Dynamo vor zwei Jahren ausgemustert hat und wir uns jetzt einvernehmlich trennen, wo er 36 ist, dann würde ich das nicht ausmustern nennen. Es waren zwei sehr gute Jahre mit Pavel Dobry, leider wird er nicht jünger.

Wie beurteilen Sie die jüngste Entwicklung beim kommenden Gegner?

Da bin ich zu weit weg. Ich weiß nur, dass Dynamo voriges Jahr richtig stark gespielt hat und es in den letzten Jahren richtig aufwärts gegangen ist. Da haben Ralf Loose und Steffen Menze sehr großen Anteil daran. Ich denke, sie haben das richtig gut im Griff. Ich traue Dynamo auch in diesem Jahr eine sehr gute Rolle zu. Sicherlich haben sie mit Dedic einen Verlust zu beklagen, aber sie haben das in der Vergangenheit immer gut kompensieren können, gute Spieler dazu geholt. So wird es auch dieses Jahr sein.

Haben Sie sich das 2:2 gegen 1860 München im Stadion angeschaut?

Ja.

Und haben Sie dabei Erkenntnisse gewonnnen?

Das wird nicht verraten. Es war ein interessantes Spiel, nur schade, dass Dynamo es noch aus der Hand gegeben hat, nachdem sie es gedreht hatten. Sie haben zwei Punkte verloren. Ansonsten war es interessant, mal wieder ein Zweitliga-Spiel live zu sehen.

Mit Makarenko, Semmer und Bankert sind derzeit drei Mann aus Ihrem Kader angeschlagen. Werden sie oder einer von ihnen noch bis Montag fit?

Nein, das kann ich mir nicht vorstellen. Sie werden definitiv ausfallen.

Torwart Philipp Pentke freut sich als Ex-Dresdner sicher auch mächtig auf diese Partie. Haben Sie ihn schon ein bisschen auf ein mögliches Elfmeterschießen vorbereitet?

Nein so weit sind wir noch nicht, aber es kann schon sein, dass wir das Elfmeterschießen noch trainieren.

Interview: Jochen Leimert

Für das Derby stehen 16 650 Plätze im Chemnitzer Stadion an der Gellertstraße zur Verfügung. 13 000 Karten sind schon verkauft, die 2800 für Gästefans reservierten Tickets sind in Dresden längst vergriffen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.08.2012

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr