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Brégeries gutes Omen

Brégeries gutes Omen

Sein Zweijahresvertrag läuft am 30. Juni aus, ob Romain Brégerie danach noch das Trikot von Dynamo Dresden überstreifen wird, weiß wohl nur er selbst. Reden will der 26-jährige Franzose darüber nicht öffentlich.

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Romain Brégerie tauchte am Freitag beim Abschlusstraining im Großen Garten mit einem Nasenpflaster auf.

Quelle: Lutz Hentschel

"Das ist jetzt kein Thema", meint er, "ich konzentriere mich ganz auf das nächste Spiel." Das ist die heutige Partie gegen den FC St. Pauli (Anstoß 13 Uhr). Ein "sehr, sehr wichtiges Spiel", wie Brégerie findet, denn nur mit einem Sieg über die Kiezkicker könnte Dynamo noch einmal richtig Schwung im Abstiegskampf holen. Den braucht der Verein, um in den dann verbleibenden sechs Spielen die Klasse und vielleicht auch Brégerie zu halten.

Dass der Innenverteidiger im Falle des Abstiegs mit in die 3. Liga geht, das scheint ausgeschlossen. Sollte sich der Etat der Dresdner auf 10 Millionen Euro halbieren, dann ist ein Brégerie nicht mehr finanzierbar. Wenn er dann überhaupt noch Lust auf Dres-den und drittklassigen Fußball in Deutschland hat. Selbst wenn das Happy End noch gelingen sollte - es war mit Sicherheit keine tolle Saison für den 1,90 Meter großen Abwehrspieler. Zweimal flog er vorzeitig vom Feld, verpasste so vier Spiele gesperrt, beim 0:1 im Berliner Olympiastadion verschuldete er auch noch ein unglückliches Eigentor. Die Souveränität, die er in seinem ersten Dresdner Jahr noch ausstrahlte, ist ihm abhanden gekommen. Seine Leistungen waren nicht mehr so konstant gut.

Dass Vujadin Savic am 2. März beim Rückspiel gegen Hertha (1:0) verletzt ausgefallen ist, machte es für den aus Talence bei Bordeaux stammenden Südfranzosen nicht gerade einfacher. Mit dem Franko-Serben, der von Girondins Bordeaux ausgeliehen ist, war Brégerie in der Innenverteidigung am besten eingespielt. Mit Anthony Losilla half zwar zuletzt ein guter Freund und Landsmann im Abwehrzentrum aus, doch seit dem überraschenden Sieg über den Tabellenführer aus Berlin hat Dynamo in drei Spielen fünf Gegentore kassiert und null Punkte geholt.

Gegen St. Pauli möchte Brégerie unbedingt in die Erfolgsspur zurückfinden, um die verkorkste Saison zu retten. "Ich bin total fokussiert auf dieses Spiel, denke jede Minute daran. Wir sind alle sehr konzentriert, müssen kämpfen, kratzen, einfach alles machen, um die Punkte zu kriegen", sagt er mit nachdenklichem Blick. Dass die Heimserie gegen St. Pauli hält (3 Spiele, 3 Siege, kein Gegentor), ist für ihn zweitrangig: "Wir brauchen die Punkte für die Tabelle."

Es ist ihm anzusehen, wie ihn die Situation bedrückt. Den Abstiegs-kampf ist er zwar schon aus Frankreich gewohnt, "als Profi musst du auch damit umgehen können", doch nach der starken Saison im Vorjahr (am Ende Platz neun) hatte er sich das zweite Jahr in Elbflorenz ganz anders vorgestellt. "Es ist die schwerste Saison meiner Karriere", redet er nicht um den heißen Brei herum.

In die Drittklassigkeit möchte der allererste Franzose in Dynamo-Diensten auf keinen Fall abrutschen. Dass ihm diese bittere Erfahrung in Metz oder Chateâuroux bisher erspart geblieben ist, könnte ein gutes Omen für die Schwarz-Gelben sein. "Wir haben es immer geschafft, die Zweite Liga zu halten. Manchmal war es knapp, manchmal weniger. Bisher haben wir immer Glück gehabt."

Um das Glück gegen St. Pauli neu zu erzwingen, rät Brégerie seinen Kameraden vor allem eines: "Wir müssen an uns glauben." Glaubt Brégerie selbst an sich und wird er wie in besten Tagen zum Turm in der Schlacht, dann können sich die Zweifler an ihm aufrichten. Dass Trainer Peter Pacult ihm heute wieder die Kapitänsbinde übergeben will, spricht Bände. Der Wiener weiß, dass Brégerie nicht nur gegen die groß gewachsenen Hamburger und ihren Topstürmer Daniel Ginzcek (12 Saisontore) extrem wichtig ist, sondern auch als Führungsspieler Verantwortung übernehmen muss.

Dynamo-Verteidiger Bjarne Thoelke fällt einer Beckenprellung aus.

Schiedsrichter ist Thorsten Kinhöfer (44) aus Herne.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.04.2013

Jochen Leimert

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